Generation Digital – Wie die Internet-Revolution unser Leben beeinflusst

Mittlerweile gibt es alles im Internet

Das Internet ist schon seit einigen Jahren aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.Während die Obrigkeit immer noch versucht, das Kriegsbeil mit dem Neuland zu begraben, leben wir Ottonormalbürger mittlerweile in einer durchweg digitalen Welt – in vielen Fällen grenzt es auch schon an Abhängigkeit.
Dabei halten sich positive und negative Aspekte ziemlich genau die Waage.Viele Kids gehen kaum mehr raus und hängen nur am Rechner und Handy, aber gleichzeitig hat so mancher erfolgreiche Rapper seine Karriere dem Internet zu verdanken – anstatt vor Ort im Berliner Royal Bunker wurde im Netz gebattlet, um sich einen Namen in der Szene zu machen.

Was das Internet ersetzt hat

Durch die Allgegenwärtigkeit des Internets hat sich unser Leben in kurzer Zeit grundlegend verändert.Wir haben mit Smartphones konstant Zugriff auf Informationen jeglicher Art und sind rund um die Uhr überall erreichbar. Das hat auch großen Einfluss auf unser Sozialverhalten: Man traut sich nicht mal mehr, einfach an der Haustür eines Freundes zu klingeln. Es gehört zum guten Ton, vorher per WhatsApp-Nachricht Bescheid zu sagen: „Ich bin jetzt da.“

Durch die Etablierung großer Online-Versandhändler hat sich auch unser Kaufverhalten vollständig verändert. In größeren Städten wird testweise bereits versucht, Lebensmittel über Onlineshops verfügbar und so Supermärkte obsolet zu machen. Wenn dann bald Drohnen innerhalb einer Stunde nach Bestellung die Päckchen direkt zu uns liefern, ist die Zukunftsvision perfekt.

Noch viele weitere Aspekte unseres Lebens wurden in die digitale Welt verlegt. Unser Liebesleben lassen wir beispielsweise schon vollständig von einer Smartphone-App bestimmen.Anstatt Freundschaften im Rahmen eines klassischen Spieleabends zu pflegen, haben wir alle den einen Freund, mit dem wir in den letzten Jahren hauptsächlich über wortlose Quizduell-Runden den Kontakt aufrecht gehalten haben. Und auch der Abend in der Spielothek findet vermehrt online statt. Der Zocker heutzutage bedient nicht mehr Spielautomaten, sondern spielt lieber gemütlich Roulette am heimischen Bildschirm.

Was wir nicht vermissen werden

Doch das soll alles nicht zu negativ klingen.Der Zugang in die digitale Welt ermöglicht uns unglaublich viel Positives, wie etwa den konstanten Zugriff auf Informationen und Nachrichten.Nie war es einfacher, durch den weltweiten Informationsaustausch aus erster Hand über andere Kulturen zu lernen.Nicht zuletzt hat uns das Internet auch einen nie dagewesenen Zugriff auf Musik und andere Unterhaltungsmedien wie etwa Podcasts ermöglicht.

Viele Dinge, die durch die Datenautobahn verdrängt wurden, werden wir auch auf keinen Fall vermissen. Lästige Amtsgänge etwa können mehr und mehr über Internetportale abgewickelt werden.Wer kann sich heutzutage noch vorstellen, in den Bus zur Bibliothek zu steigen und dort in der Enzyklopädie nachzuschlagen, um endgültig herauszufinden, wer jetzt wirklich beim Streit am Stammtisch Recht hatte?

Wir sind nirgends orientierungslos unterwegs und können uns im Urlaub den Gang zum Fremdenverkehrsamt sparen – schließlich haben wir das aktuellste Kartenmaterial der ganzen Welt stets in unserer Hosentasche dabei.Vergleichs- und Testportalen sei Dank werden wir auch nie wieder einen Kauf bereuen, der sich als Katze im Sack entpuppt. Es ist wesentlich schwerer geworden, uns durch Vorenthalten von Informationen hinters Licht zu führen – bewusster Umgang mit dem Medium vorausgesetzt.

Was die Zukunft noch bringen kann, ist ungewiss – vielleicht verbringen wir bald unsere ersten Fahrstunden im Simulator oder ersetzen mehr und mehr Aspekte unseres Tagesablaufs mit dem digitalen Pendant, bis wir selbst gar nicht mehr tätig werden müssen.

Wie SocialMedia unseren Tagesablauf bestimmt

Vor dem ersten Schluck wird häufig ein Foto vom überteuerten Cappuccino geteilt.Doch nicht nur unsere Handlungen haben sich durch das Internet verändert. Durch die konstante Interaktion und die allumfassende Vernetzung über soziale Medien bleibt auch unser Empfinden nicht unbeeinflusst. Es ist längst kein Geheimnis, dass durch den Drang zur Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken eine unrealistische Wahrnehmung entsteht. Besonders auf junge Menschen hat der Vergleich des eigenen Lebens mit rigoros durchgeplanten Glamour-Fotos von professionellen Instagram-Models häufig einen negativen Einfluss auf das Selbstbewusstsein.

Ein großes Problem dabei ist, dass die Elterngeneration oft nicht genügend Erfahrung mit der digitalen Welt hat, um bewusst eingreifen oder beratend agieren zu können.
Wir möchten natürlich nicht nur mit dem Finger auf die Jugend zeigen – es gibt kaum mehr jemanden, der nicht das berauschende Gefühl kennt, wenn der eigene Tweet vielfach geliket wird – oder eben die Frustration, wenn die positive Resonanz gänzlich ausbleibt.Wie sehr unsere Laune von Likes abhängig sein kann, zeigt, wie groß der Einfluss von Social Media auf uns als Menschen ist. Glücklicherweise scheint die Generation, die mit MySpace und StudiVZ aufgewachsen ist, diesbezüglich recht gut sensibilisiert zu sein.

Kurioses aus dem Internet der Dinge

Es ist schwer zu sagen, wie unsere Zukunft mit dem Internet gestaltet wird. Zahllose Neuerungen erreichen uns täglich – was bleibt, wird sich zeigen müssen. Das „Internet of Things“ ist das Ergebnis der Arbeit vieler Produktdesigner, die allesamt daran arbeiten, die Möglichkeiten der digitalen Revolution auch bei Gebrauchsgegenständen auszunutzen.

Die Smartwatch ist diesbezüglich nur der Anfang. Viele Autos haben mittlerweile eine Internetverbindung und kommunizieren beispielsweise mit dem Handy des Fahrers, was einen Schlüssel obsolet macht. Der Kühlschrank mit Internetanschluss, der bei Anbruch der letzten Packung automatisch Milch auf den digitalen Einkaufszettel setzt, wird sicherlich bald zur Realität.

Grundsätzlich scheint es der Trend zu sein, wirklich alles als „Smart“-Variante zu entwickeln. Da bleibt nur zu hoffen, dass wir als Nutzer auch den smarten Umgang mit diesen Angeboten lernen werden.

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