FIFA 17 Review

fifa

FIFA 17 ist mittlerweile eine Woche alt. Einige Partien konnte manfifa schon machen und auch den neuen „Journey“-Modus konnte man schon anspielen. Das nach FIFA 16 nun endlich was neues her musste war klar, aber ist die neue Version besser? Inwieweit unterscheidet sie sich? All diese Fragen gilt es zu klären.

VARIABLERES GAMEPLAY – AUCH NEUE STANDARDS
Bereits bei den ersten Begegnungen fallen Neuerungen auf. Alles wirkt mal wieder ein Stück flexibler. Spieler gehen mal wieder neue Wege und gerade im Bereich Ballbehauptung und Zweikampfführung wurde einiges getan. So ist es nun möglich einen verloren geglaubten Ball durch cleveren Einsatz des Körpers doch zu behaupten und seinen Angriff fortzuführen.

Auch das Verhalten im Tempodribbling wurde modifiziert, während im letzten Jahr Robustheit gefordert wurde und Sprintwunder à la Pitroipa oder Bellarabi etwas auf der Strecke blieben, hat man in diesem Jahr einen guten Mittelweg gefunden. Tempodribbler kommen zu ihren Möglichkeiten, aber auch bullige Strafraumstürmer können mal einen Verteidiger mit ihren körperlichen Vorteilen ausschalten. In diesem Aspekt ist das Spiel definitiv flexibler geworden und
man ist weniger ausrechenbar für seinen Gegner.

Die neuen Standards sind in jedem Fall gewöhnungsbedürftig – und das nicht im negativen Sinne. Ecken werden nun aus einer neuen Kameraoption ausgeführt, in der man die totale Übersicht über den Strafraum hat.

Freistöße aus weiter Distanz werden ähnlich gehandhabt. Bei Freistößen aus der Nähe hat man nun, genau wie beim Elfmeter, die Möglichkeit, den Anlaufweg des Schützen zu korrigieren und an seine Vorlieben anzupassen. Möchte man wie einst Roberto Carlos gefühlte 25 Meter Anlauf nehmen, um das Leder auf das Tor zu drischen, oder eher ganz cool einen Schritt vor dem Ball
stehen und locker reinschnippeln. Mit FIFA 17 ist das nun machbar.

„THE JOURNEY“ GANZ NEU – MANAGER-MODUS LEICHT ÜBERARBEITET
Im Vorfeld viel thematisiert wurde der ganz neu aufgelegte Story-Modus in FIFA 17. Er hört auf den Namen „The Journey“ und im Zentrum steht der junge Kicker Alex Hunter, mit dem man die ersten Karriereschritte zu gehen hat. Eine lange Videosequenz führt den Spieler in das Leben von Hunter ein, bis man zum ersten Mal in einer Jugendakademie selber aktiv werden muss. Sobald man sein Team gewählt hat und bei einem Premier League-Team unterschrieben hat, ist der große Story-Aspekt aber schon vorbei. Leider. Denn man merkt, dass man im Hause EA über den Tellerrandgeschaut hat und versucht hat, dem langjährigen Fan der Fußball-Simulation einen neuen Anreiz zu geben. Das Ganze wurde auch soweit liebevoll umgesetzt, man merkt jedoch, dass der Modus noch in den Kinderschuhen steckt und noch einiges an Überarbeitung bedarf.

Der klassische Manager-Modus wurde in einigen Teilen bearbeitet. Zum Beispiel die Zielsetzung der einzelnen Team ist in diesem Jahr detaillierter. So heißt es nicht einfach „Erreiche Platz 5.“,
sondern welche Dinge in diversen Bereichen wie Finanzen, Jugendarbeit, etc. erreicht werden müssen. Ansonsten bleibt hier fast alles beim Alten, was auch überhaupt nicht schlimm is, da
Spieler die diesen Modus bevorzugen, ein Team aufbauen wollen und sich voll darauf konzentrieren möchten.

GAMEPLAY TOP – ANSÄTZE WEITER VERFOLGEN
Das Gameplay ist in diesem Jahr Top. Da gibt es, bis auf die immer noch etwas holprige Torwart-KI, nichts dran auszusetzen. Wenn man sich den neuen „Journey“-Modus anschaut, war es hoffentlich nur ein Anfang. Es sind definitiv gute Ideen da, die nun aber weiter verfolgt werden müssen. Wenn man sich zum Beispiel einen Vergleich bei den Kollegen von 2K und dessen Basketball-Simulation holen möchte, stellt man schnell fest, dass da viel weiter gedacht wird und die ganze Story viel, viel größer und detaillierter Aufgezogen wurde. Der Geschichte würde ein bisschen mehr Flexibilität guttun, damit es nicht nach einigen Videoeinspielern der alte „Be a Pro“-Modus unter neuem Namen ist. Daran wird EA sicher arbeiten und nächstes Jahr eine überarbeitete Reise des Alex Hunter oder seinem Nachfolger präsentieren.

Insgesamt kann man sich bei EA Sports mal wieder auf die Schulter klopfen und sagen, dass man die beste Fußball-Simulation entwickelt hat, die es je gab.

„FIFA 17“ ist seit dem  27. September für PC, PS4/3 und Xbox One/360 erhältlich. Preis ab 60 Euro.

The following two tabs change content below.
Calvin ist seit 2015 teil des Teams, schafft mehr als 20 Klimmzüge am Stück und verzweifelt jedes Wochenende aufs Neue an seinen Handball-Teamkollegen. Wenn er nicht im Dauerlauf das Treppenviertel auf und ab rattert, schreibt er leidenschaftlich gerne Reviews.

Neueste Artikel von Calvin (alle ansehen)

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.