Frauenarzt und Taktloss: “Fick Die Biaaatch Rekordz ist das letzte überlebende Label des Berliner Untergrunds”

Dass Deutschrap hin und wieder ein Händchen für maßlose Übertreibungen hat, ist hinlänglich bekannt. Jeder ist der oder die beste/ krasseste/ innovativste, was uns am Ende des Tages eine beträchtliche Menge an Kings/ Chefs und Bossen liefert. Mit “Gott” erreicht dieser Hang zu Hyperbeln seinen Höhepunkt. Schaut man sich allerdings an, wer hinter “Gott” steht, nämlich die Berliner Untergrund-Legenden Frauenarzt und Taktloss, wirkt der gewählte Albumtitel fast noch etwas untertrieben.
Wir hatten die Möglichkeit, uns mit den beiden Protagonisten zum Zwischen den Zeilen Interview zu treffen und begaben uns so nach Berlin-Tempelhof.
Ein Gespräch über Mütter, Vierspur Geräte und Perfektionismus – ein Gespräch mit Gott.

Wie kam der Titel „Gott“ zustande, welche Bedeutung hat er?

Frauenarzt: Der Titel des Albums ist ganz am Schluss entstanden und hat sich ganz gut angeboten. Das war ein gemeinschaftlicher Geistesblitz.

Aus welcher Ursprungsidee ist die Platte entstanden?

Frauenarzt: Taktloss hat mal in den Raum geworfen, ob wir nicht ein gemeinsames Album machen wollen. Dann haben wir das Projekt schleifen lassen. Irgendwann habe ich die Idee wieder in den Raum geworfen – dann haben wir’s noch einmal eine Weile schleifen lassen und dann haben wir’s einfach gemacht.

Wann kam die Idee zum ersten Mal auf?

Frauenarzt: Tatsächlich war das vor ziemlich genau zwei Jahren. Ein Jahr zuvor, am 06.05.2016 kam „Mutterficker“ raus. Danach erschien “Die letzte Box” von Taktloss und dann haben wir konzentriert angefangen, am Album zu arbeiten.

Welche Themen werden auf dem Album behandelt, wovon erzählt ihr konkret?

Frauenarzt: Mütter. Stellenweise ist die Platte auch politisch angehaucht, beziehungsweise ist sie das ohnehin durch die Attitüde, die wir an den Tag legen. Dass es ein politisches Manifest ist, ist ja gar keine Frage, oder?

Wie ist das Cover entstanden und welche Rolle spielt ein Albumcover für euch?

Frauenarzt: Für mich persönlich ist wichtig, dass das Visuelle bei einem Album Hand in Hand mit der Musik geht. Meiner Einschätzung nach, denkt Taktloss da ähnlich. Trotzdem hatten wir natürlich verschiedene Vorstellungen und das endgültige Cover ist das, worauf wir beide uns am besten einigen konnten. Das Design hat damit angefangen, dass die Idee im Raum stand, ein Tape-Cover für die CD zu verwenden. Jetzt hat es auch das Format eines Tape-Covers, allerdings ist es nicht mehr so offensichtlich. Mehr braucht das Cover auch nicht.

In der Deluxebox ist unter Anderem ein Tape enthalten, das ihr wie früher auf einem Vierspur-Gerät aufgenommen habt. Wie seid ihr auf diese Idee gekommen?

Frauenarzt: Das lag auch auf der Hand. Wirklich erinnern kann ich mich nicht, das ist aus dem Affekt heraus entstanden. Eigentlich wählt man nur Gimmicks aus, um den Boxenwert zu steigern und durch die Box höher zu charten. Andererseits sollte der Boxeninhalt auch für einen persönlich etwas besonderes sein, finde ich. Bei „Mutterficker“ war der Musikanteil der Deluxebox schon ziemlich hoch. Auch die letzte Taktloss Box war hinsichtlich dessen ein Spektakel: DVD, Mixtapes – das ist ein hochwertiges Ding.
In der Box zu „Gott“ ist das Tape drin, eine 7inch mit zwei exklusiven Songs, ein T-Shirt, Sticker, eine Instrumental-CD, das Album und ein Buch. Alles darin enthaltene ist künstlerisch.

Was hat es mit dem Buch auf sich?

Frauenarzt: Das ist ein Graffiti-Wendebuch. Die eine Hälfte ist mit Level/ Bixbee, einer Sprüher-Ikone aus Berlin. In der anderen Hälfte findet man alte Berlin Crime Fotos, das ist alles ein wenig dokumentarisch. Alles, was neben der Musik gelaufen ist über die Jahre, wird dort dokumentiert. Also ist’s eigentlich eine HipHop-Box: Du kannst dazu breaken, wenn du willst, es ist Graffiti enthalten und es gibt sogar Tape-DJs, habe ich mal gehört. Die haben wirklich mit Tapes gescratcht.

Wer war für die Produktion des Albums verantwortlich?

Frauenarzt: Hell Yes haben das Album produziert.

Haben die nicht bereits „Mutterficker“ produziert?

Frauenarzt: Genau, Dave hat „Mutterficker“ produziert. Hell Yes bestehen aus drei Leuten, nämlich aus Basti, Specter und Dave. Prinzipiell hat Dave auch das ganze „Gott“-Album produziert. Eine Produktion stammt von Lokke von der LutschDran Crew aus Berlin, wurde dann aber auch noch mal von Hell Yes dem Klangbild des Albums angepasst. Außerdem stammt eine Produktion von DJ Reckless, die wurde dann aber ebenfalls noch einmal ausproduziert. Den Großteil der Vorproduktion des Albums haben Taktloss und ich selbst gemacht.

Als Featuregäste sind unter Anderem Marteria, Burak und Jack Orsen vertreten – Begründet doch bitte einmal die Auswahl eurer Featuregäste.

Frauenarzt: Wir beide konnten uns auf jeden Fall von vornherein darauf einigen, dass Justus Jonas, Jack Orsen und MC Bogy mit auf’s Album kommen. Ansonsten war uns eigentlich nur wichtig, dass der Featuregast zum Song passt. Wir arbeiten an einem Song und fragen uns dann, wer dazu musikalisch passen könnte.

Gibt es etwas, das euch musikalisch oder inhaltlich zu „Gott“ inspiriert hat?

Frauenarzt: Wir haben uns schon viel inspirieren lassen. Im Vorfeld haben wir immer viel Musik gehört und geschaut, was uns so gefällt. Allerdings kann man da nichts konkretes nennen. Durchgehört haben wir vom guten alten Too Short bis zum allerletzten US-Schrei alles.

Welche sind für euch die optimalen Bedingungen, um kreativ arbeiten zu können?

Taktloss: Wenn wir uns verabredet haben, hat’s schon gut funktioniert. Wir haben schnell ein Beat-Gerüst gebastelt, kurz ein Schlagwort für’s Lied ausgesucht und dann hieß es, wer zuerst mit dem Text fertig ist (lacht).

Frauenarzt: Früher, als wir noch auf Tapes aufgenommen haben, ging es wirklich immer darum, wer als erster fertig ist. Wer hat am schnellsten geschrieben, wer hat am schnellsten aufgenommen und wer ist trotzdem noch der beste? Ein bisschen Competition ist auf jeden Fall noch dabei. Um die Frage nach der Kreativität zu beantworten: Das ist immer eine Frage der Aura. Meiner Meinung nach geht es eher darum, mit wem man sich in einem Raum befindet als um den Ort. Der Ort ist scheißegal.

Wir könnten hier jetzt ein Vierspurgerät hinstellen, wenn die Aura stimmt, ist alles cool.

Wenn man aber nicht auf einen Nenner kommt, macht’s auch keinen Sinn.
Es liegt vermutlich auch daran, dass wir einfach ein eingespieltes Team sind, beziehungsweise einfach eingespielter als mit anderen Leuten vielleicht.
Aber es macht auch einfach Spaß, wenn dann noch Featuregäste dazukommen, mit denen man auch privat ist und mit denen man gern zusammenarbeit – beispielsweise Nura von SXTN, die auch ein richtig krasses Talent ist.

Gibt es ein Wunderheilmittel, das im Falle einer Schreibblockade wirkt?

Frauenarzt: Bei mir nicht. Wenn ich eine Schreibblockade habe, habe ich daran schon etwas zu nagen. Allerdings kommt das sehr selten vor.

Taktloss: Ich habe keine Schreibblockaden, bei mir ist’s eher so während des Schreibens und auch beim Hören denke ich: Da ist mir leider nichts eingefallen, da ist’s scheiße oder: Ups – da hatte ich ja einen guten Geistesblitz (klopft sich auf die Schulter). Schreibblockaden gibt es also nicht, aber manchmal kommt Scheiße und manchmal kommt Zucker.

Frauenarzt:

Neben MC Bogy ist Taktloss von den Leuten, mit denen ich über die Jahre gearbeitet habe, der selbstkritischste Künstler, den ich kenne.

Und er ist ein Perfektionist. Es gibt nichts, was Taktloss auf die Platte pressen lassen würde, mit dem er nicht zu 100% zufrieden ist. Ich habe den Eindruck, dass er wahrscheinlich jeden Text noch über zwei Jahre lang weiter und weiter ausgefeilt hätte, hätten wir keine Deadline gehabt.

Taktloss: Es ist manchmal tatsächlich schon ein kleiner Weg, bis ich komplett zufrieden bin.

Frauenarzt: Auf dem Album sind Songs, da hat Taktloss, nachdem wir meinen Part zum ersten Mal aufgenommen haben, seine Parts noch sechsmal umgeschrieben und überarbeitet. Nicht, weil es schlecht war – für mich war es immer von Anfang an schon gut. Es waren immer kleine Nuancen, die nicht so ausgefallen sind, wie er sie gern gehabt hätte. Ich finde, das ist eine gute Eigenschaft.

Fällt es dir dadurch auch schwerer, dich an festgesetzte Deadlines zu halten?

Taktloss: Ich würde sagen, das ist eher hilfreich.

Wessen Meinung ist euch während eines Albumprozesses wichtig und wieso?

Taktloss: Für mich sind das die Leute, die an dem Lied beteiligt sind. Ansonsten fällt mir niemand ein, dessen Feedback wichtig wäre.

Frauenarzt: Für mich war das wichtigste Feedback immer das von Taktloss selbst. Ansonsten ist noch das Feedback von Dave von Hell yes wichtig. Er hört es als allerstes und gibt dann seinen Senf dazu. Damit wären es auch die Beteiligten. Danach habe ich Songs natürlich auch den Leuten von meinem Label gezeigt. Die Meinung meines Managers Stephans zählt viel im Sinne von: Er weiß, was man auf geschäftlichem Wege daraus machen kann. Sebi und Che (EASYdoesit Anm. d. Vf.) müssen auch wissen, wie sie Musik visuell umsetzen können.

Wie fiel denn das erste Feedback aus, als ihr angekündigt habt, gemeinsam ein Album angehen zu wollen?

Frauenarzt: Das fanden alle super, besonders Stephan wollte unbedingt, das wir das Projekt angehen. Vielleicht fand es doch jemand scheiße und hat sich einfach nicht getraut, es uns zu sagen (lacht).

„Gott“ erscheint über eure beiden Label Fick Die Biaaatch Rekordz und Proletik. Stand jemals zur Debatte, die Platte lediglich über eins der Label zu veröffentlichen?

Frauenarzt: Nein, das stand nie zur Debatte. Das Gespräch darüber, wie und über wen wir das Album veröffentlichen, war das allererste, das wir geführt haben. Business ist immer noch eine eigene Geschichte und man muss immer sehen, was genau man macht. Wir sind zwei Bosse und da ist es nur fair, alles 50/50 zu machen. Anfangs haben wir kurz darüber nachgedacht, es nur über Proletik zu veröffentlichen, weil wir gerade auch gute Vertriebswege mit Urban Universal zur Verfügung haben. Taktloss hat aber relativ früh vorgeschlagen, das joint venture-mäßig zu machen. Außerdem ist Fick Die Biaaatch Rekordz ja auch ein Kultlabel. Eigentlich ist das eine Ehre.

Im Grunde genommen ist Fick Die Biaaatch Redkordz das letzte überlebende Label des Berliner Untergrunds.

Gab es Schwierigkeiten im Produktionsprozess und wenn ja, welche?

Taktloss: Wie in jeder Straße gab es Schlaglöcher aber am Ende des Tages waren wir am Ziel.

Frauenarzt: „Vorhang Auf 3“ war ein langer Prozess aber er hat sich gelohnt. An der Produktion des Songs haben wir wirklich lang getüftelt.

Taktloss: An „Vorhang Auf 3“ haben wir auch wirklich bis zur letzten Abgabemöglichkeit gearbeitet.

Frauenarzt: Ja, wirklich auf den letzten Drücker. Der war uns aber auch sehr wichtig.

Welcher ist euer persönlicher Lieblingssong auf der Platte und was macht ihn zu diesem?

Frauenarzt: Das ist ganz schwer. „Ich schwöre“ ist natürlich einer meiner Favoriten, sonst hätten wir den auch nicht als erste Singleauskopplung ausgewählt. Wir haben ihn aber auch ausgewählt, weil er ein bisschen verrückt ist. Die Kommentare darunter waren krass, bei Taktloss gab es viel negatives Feedback wegen des Autotunes. Der Song ist sehr, sehr eigen. Klar hat er Autotune aber es gibt auch 808-Elemente, die ich schon seit Jahren in meinen Songs habe. Wir haben gestern mit MC Bogy erst alte Songs gehört und da ist mir aufgefallen, dass wir diesen ganze 808-rasselnde Hi-Hat-Trap-Kram schon 2002 gemacht haben.
Den Song „Egal was du sagst“ mag ich auch sehr gern, weil ich ein unfassbarer Fan von Burak bin. Meine Favoriten sind also die beiden und „Vorhang Auf 3“. Das kann sich aber auch morgen oder übermorgen wieder ändern.

Taktloss: Ich habe keinen Lieblingssong auf dem Album, der Frauenarzt Part auf “Es ist Zeit” ist ein absolutes Highlight.

Frauenarzt: Ich muss auch noch kurz erwähnen, dass die Strophe, die mir von Taktloss am besten gefällt, auf „Untergrund Rap“ zu finden ist. Es ist ein Geniestreich (beide lachen).

Taktloss: Es gibt Highlights in den Songs. Ich würde es eher so benennen und nicht sagen, dass es einen Song gibt, der mir am besten gefällt.

Kannst du weitere persönliche Highlights nennen?

Taktloss: Die Strophe von Frauenarzt auf „Es ist Zeit“ ist wie gesagt ein Highlight. Des Weiteren stellen noch ein paar Drops von Dave Highlights dar, würde ich sagen. Das Ende von „Ich tu nicht viel“ finde ich auch sehr gut.

Frauenarzt: Genau, der Song ist mit Jack Orsen. Man muss die Songs wirklich durchhören. Heutzutage hast du ja diese skipping generation. Nach der Hook kommt einfach noch so ein krasser Bonuspart. Der ist so schön, da geht die Sonne auf.

Welche ist die beste Line auf der Platte und wieso?

Frauenarzt: Es gibt zwei Stück: “In diesem Film schaut ein Rattenkopf aus deinem Arsch und grinst und du freust dich auch, es ist schließlich dein Film”. Das finde ich sehr gut von Taktloss, findet sich auf „Untergrund Rap“. (Zu Taktloss): Jetzt sag du erstmal, ob dir etwas einfällt.

Taktloss: Es gibt eine Zeile, die mir am besten gefällt: “Du fängst an zu zittern, wenn ein Killer vor dir steht …” Auf „Es ist Zeit“.

Frauenarzt: Das war nicht der beste take, der auf dem Album gelandet ist. Taktloss hat einen anderen take favorisiert, der allerdings verloren gegangen ist. Es gibt noch eine Line von Taktloss, die ich unfassbar finde: Wisch die Kacke weg, die Nutte muss die Kacke wegwischen, jeder meiner Texte bringt frischen Wind … (lacht). Das reicht erstmal, weiter verrate ich noch nicht. Zu hören ist das auf „Vorhang Auf 3“.

Hat euch die Platte schon Ideen für die Zukunft geliefert oder kann man eventuell sogar schon über künftige Projekte sprechen?

Frauenarzt: Noch ist dieses Album ziemlich stark in unseren Köpfen. Das einzige, was man schon sagen kann, ist, als wir die Kassette aufgenommen haben: Diese ganze Produktionsweise, die Limitierung, die man dabei hat, die Qualität und der Style, den man merkwürdigerweise hat, sobald man auf Tape rappt, hat mir sehr zugesagt und ich habe gespürt, dass es Taktloss und allen anderen genauso ging. Das ist etwas, das wir definitiv weiterführen werden. Vielleicht wird einfach mal wieder eine Kassette aufgenommen. Das hat mich angefixt und das kann’s jetzt einfach noch nicht gewesen sein. “GOTT” ist gerade erst geboren.

Welche Relevanz haben die Charts für euch?

Frauenarzt: Charts sind für mich völlig irrelevant. Hauptsache man verkauft genug. Je höher du in die Charts einsteigst oder je länger du dort vertreten bist, desto mehr Leute sind natürlich auf dein Produkt aufmerksam. Heutzutage kannst du ja auch bereits mit sehr wenig verkauften CDs charten, daher ist’s nicht mehr so relevant.

Charts beeinflussen doch nicht die Kunst.

Würde die Chartplatzierung für uns eine wichtige Rolle spielen, hätten wir uns auch nicht den Mai als Release-Monat ausgesucht, da im Mai immer krasse Leute releasen. Letztes Jahr habe ich auch releast und bin auch nur auf Platz sieben gechartet. Das ist keine große Position aber ich habe weitaus mehr verkauft als wenn ich im Februar auf Platz zwei gelandet wäre. Für die Außenwelt ist die Chartplatzierung auch immer noch ein Standing. Die Eins ist natürlich auch geil. Wenn du ein Nummer Eins Album hast, kannst du dich feiern. Aber wir sind eh Gott. Wir brauchen niemandem etwas zu beweisen.

Taktloss: Ich will nur einen Groschen verdienen, das reicht mir schon.

Welche Zielgruppe spricht das Album an?

Taktloss: Irre. Irre Mütter.

Frauenarzt: Für einen Künstler ist es so unmöglich, seine Zielgruppe einzuschätzen. Es gibt sicher Künstler, die ihre Zielgruppe genau auswerten. Du kannst dir aber deine Fans nicht aussuchen. Da sind Idioten und da sind coole Leute dabei. Mittlerweile gibt es allerdings auch nur noch wenig Publikum, das nur Nische hört, oder? Ich habe auch die Befürchtung, dass das Album langsam ausstirbt. Die Leute hören nur noch irgendwelche Playlists und interessieren sich gar nicht mehr für ganze Alben. Du hast natürlich die Hardcore Fanbase und die Sammler. Es muss schon ein sehr gutes Album sein, wenn du es öfter im ganzen hörst. Wenn Too Short jetzt eine neue Platte veröffentlicht, hör ich mir die von vorne bis hinten an. Wenn mir davon aber nur ein paar Songs gefallen, packe ich auch nur die in meine Playlist und dann war’s das.

Wo seht ihr den Kaufanreiz, wieso sollte man „Gott“ unbedingt im Regal stehen haben?

Frauenarzt: Das Album ist ein rundes Ding. Das Album verfolgt eine Linie und ist gut durchzuhören. Dazu kommt es ist etwas sehr individuelles. Außerdem wird die Box sehr stark im Wert steigen – allein durch die Kassette.

Werdet ihr mit dem Album gemeinsam auf Tour gehen?

Frauenarzt: Es ist nichts geplant. Taktloss spielt sein allerletztes Konzert.

Taktloss: Du darfst dir eine Karte dafür kaufen. Das findet am 10. Juni im Astra statt.

Das allerletzte Konzert?

Taktloss: Sozusagen. Die Leute suchen ständig nach einem Motto oder einem Thema für eine Tour. Alle Touren haben immer irgendwelche Namen und mein Konzert hieß eben das letzte Konzert. Letztes Jahr gab es mein letztes Konzert und am 10.06. spiele ich mein erstes, mein erstes mit einer Live Band.

Da wird es doch sicherlich auch etwas von „Gott“ live zu hören geben.

Frauenarzt: Ich bin leider nicht da und ich schäme mich schon richtig krass. Beim letzten Mal konnte ich auch schon nicht da sein. Ich habe wirklich selten ein schlechtes Gewissen aber hier habe ich eins. Ich bin da mit den Atzen unterwegs.

Taktloss: Es wird etwas von „Gott“ gespielt aber eben nur meinen Part.

Frauenarzt: Wir haben kürzlich eine kleine geheime Überraschungsshow in Berlin vor 250 Leuten gespielt. Wer da war, kann sich glücklich schätzen, aber wir haben es auf Video festgehalten und werden sehr bald einen Song als Video mit den Live Aufnahmen veröffentlichen.

Bitte lasst uns abschießend noch einmal über die Songs im Einzelnen sprechen.

Weiter auf Seite 2.

The following two tabs change content below.
Ist mittlerweile seit 3 Jahren bei BACKSPIN und hat die Leitung der Online-Redaktion inne. All ihre Fans sind maskuline Jungs, jaja.

Seiten: 1 2

1 Comment

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.