Eminem wird 47: Disstracks, Skandale und lustige Momente

Marshall Mathers III aka Eminem gilt zweifellos als Legende. Seit den späten 90ern, als Dr. Dre ihn entdeckte, gilt er als einer der talentiertesten und komplettesten MCs der Welt. Doch Slim Shady sorgte nicht nur durch seine herausragenden Rapskills für Aufsehen. Er hat sich in seiner langen Karriere auch schon einiges geleistet. Disstracks, Skandale und lustige Momente. Heute, am 17. Oktober wird Eminem 47 Jahre alt. Zur Feier des Tages blicken wir zurück.

On/Off Beziehung mit seiner Mutter

Bekannt wurde Eminem 1999 durch seine erste Single „My name is“, auf der er neben der gesamten Popwelt auch gegen seine Mutter schoss und sie für seine Drogensucht verantwortlich machte. Darauf folgend wurde Eminem von seiner Mutter wegen Rufmord und seelischer Belastung auf 10 Millionen US-Dollar verklagt. Man einigte sich auf eine Zahlung von 10.000 US-Dollar und das Verfahren wurde eingestellt. Der MC verarbeitete in seinen Songs jedoch weiterhin seine Kindheit und erwähnte Deborah Mathers namentlich. Im Gegenzug veröffentlichte sie ein eigenes Mixtape „Set the Record Straight“, auf dem der Song „Dear Marshall“ zu hören ist. Darauf findet sie zwar versöhnliche Worte, doch es bleibt dennoch der Eindruck, dass es sich hierbei um einen Versuch handelte, ein bisschen Kohle mit dem Namen ihres Sohnes zu scheffeln. Der Rapstar reagierte 2002 mit der Single „Cleanin’ out my closet“ alles andere als versöhnlich:

„B*tch do your song – keep tellin’ yourself that you was a mom
But how dare you try to take what you didn’t help me to get?
You selfish b*tch, I hope you f*ckin‘ burn in hell for this shit!“

Seinen Höhepunkt erreichte der Streit bei einem Konzert in Detroit als Eminem das Publikum dazu aufforderte, ihre Mittelfinger in die Höhe zu strecken und „Fuck you Debbie“ zu grölen. Der Grund: Debbie lebte nur wenige Minuten von der Konzerthalle entfernt und konnte höchstwahrscheinlich hören, was da geschrien wurde.

 

Heute haben sich die beiden glücklicherweise versöhnt. Im Video zu „Headlights“, einer Singleausklopplung seiner letzte Platte „The Marshall Mathers LP 2″ sieht man die beiden Arm in Arm.

Homophobievorwürfe

Wie viele andere Rapper auch, sorgte Eminem mit fragwürdigen Lines für Aufsehen und wurde immer wieder als Schwulenfeind etikettiert. Zunächst reagierte er wie folgt auf dem Song „Criminal“:

„Hate fags? The answer’s yes“

Nachdem sich Elton John anschließend auf seine Seite stellte und 2001 bei den Grammys mit ihm „Stan“ performte, ließ sich der Rapstar zu einem differenzierterem Statement hinreißen:

„People just don’t understand where I come from. ‘Faggot’ to me doesn’t necessarily mean gay people. ‘Faggot’ to me just means… taking away your manhood. You’re a sissy. You’re a coward. […] That’s how I learned the word. Battling with somebody, you do anything you can to strip their manhood away. „

Dennoch schien Eminem für die Regisseure des umstrittenen Kinofilms “The Interview” genau der Richtige zu sein, um dieses Thema erneut aufkommen zu lassen. In einem Cameoauftritt outete sich der Rapper als homosexuell und erklärte, dass viele seiner als homophop verstandenen Texte aus seinem inneren Konflikt resultierten.

MTV Video Music Awards 2002

2002 wurde Eminem für sein Video zu „Without Me“ bei den VMAs ausgezeichnet und sorgte für ordentlich Zündstoff. Nicht nur, weil er mit Limp Bizkit, Moby und N’ Sync die halbe Popwelt auf dem Song disste. Shady kassierte auch ordentlich Kritik, weil er sich im Video als Osama Bin Laden verkleidete und damit für viele die Grenze des guten Geschmacks überschritt. Zu allem Überfluss waren die Opfer seiner Diss-Angriffe natürlich auch anwesend. Moby wurde dementsprechend auch direkt vor Ort verarscht:

Dieser nahm das Ganze mit Humor. Nicht so Christina Aguilera, für die Eminem zwei Jahre zuvor ebenfalls keine netten Worte übrig hatte. In seinem Track „The Real Slim Shady“ spielte er im zweiten Verse auf ihre angebliche Affäre mit Fred Durst an. Der behauptete, er wäre 2000 bei den VMAs nur mit Aguilera aufgetreten, um von ihr einen Blowjob zu bekommen. Dementsprechend angepisst muss sie gewesen sein, als ausgerechnet sie Eminem den Preis überreichen musste.

„Shit, Christina Aguilera better switch me chairs
So I can sit next to Carson Daly and Fred Durst
And hear ‚em argue over who she gave head to first
Little b*tch put me on blast on MTV
Yeah, he’s cute, but I think he’s married to Kim, hee-hee“

Just Lose It 2004

Für ähnlich viele Kontroversen sorgte Eminem zwei Jahre späte mit dem Video zu „Just Lose It“. Im Video als auch im Song selbst macht sich Eminem unter anderem über Michael Jackson und dessen damals laufenden Kindesmissbrauchsprozess lustig und wurde dafür sogar von Stevie Wonder kritisiert. Der Rapper schlage hier auf einen Mann ein, der bereits am Boden sei. Eminem selbst nahm es gelassen und erklärte bei einem skandalträchtigen Auftritt bei TV Total, dass er sich über jeden lustig mache und den King of Pop dabei nicht außen vor ließe. Den Rest des Gesprächs warf er mit bereits gelernten deutschen Schimpfwörtern um sich, präsentierte seinen nackten Hintern und erlaubte sich jede Menge Späße. Seht selbst:

 

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Razer

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