EES über „Dein Song für eine Welt“, Inspiration und die Rapszene

EES präsentiert mit seiner Musik einen einzigartigen afrikanischen Gesangsstil: ein Mix aus Kwaito, African House, Afro Pop und Reggae. Damit bleibt der Künstler musikalisch seinen namibischen Wurzeln treu. Aber auch in Deutschland, wo EES lebt, ist der Musiker aktiv und engagiert sich für soziale Projekte.

So hat er die zweite Runde des Song Contests „Dein Song für eine Welt!“ als Mitglied der Hauptjury und mit einem Auftritt beim Eine Welt-Festival unterstützt. Der Song Contest „Dein Song für eine Welt!“ fordert Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 25 Jahren auf, ihren selbstgeschriebenen Song für die eine Welt einzureichen. Zu gewinnen gibt es professionelle Studioproduktionen, ein Musikvideo und vieles mehr. Der Wettbewerb startet Anfang 2019 in eine neue Runde. Weitere Informationen gibt es unter www.eineweltsong.de.

EES performte beim großen eine Welt-Festival live auf der Bühne des Admiralspalasts in Berlin. © Lena Siebrasse

Was hat dich dazu bewegt, den Song Contest „Dein Song für eine Welt!“ zu unterstützen?

Seit dem Start meiner Musikkarriere habe ich so oft hautnah erleben können, wie Musik einfach die Menschen verbindet und das Konzept „Dein Song für eine Welt!“ ist für mich ein sehr starkes Projekt, wo ich ohne nachzudenken komplett hinter stehen kann.

Du hast mal gesagt, dass du in der Jury für den aktuellen eine Welt-Song „Mauern (Second `89)“ gekämpft hast. Was hat dich an diesem Song so beeindruckt?

Die Energy der beiden Rapper auf dem Song – der Beat, die Texte – einfach alles hat so gut zusammen gepasst, dass ich einfach nur Kämpfen musste, dass der Song der Siegersong wird. Man merkt bei dem „Mauern“-Song einfach noch diese jugendliche Leidenschaft – im rohen Stil Musik zu machen – ein Gefühl, an das ich mich sehr gut erinnern kann, als ich damals angefangen hab Musik zu machen. Die beiden Jungs haben echt ein krasses Talent und haben verdient gewonnen.

Was macht für dich generell einen guten Song aus? Was muss er haben, um ein Rapper-Herz wie deins zu berühren?

Ein Song braucht Seele und die spürt man sofort, wenn man einen Song hört, der diese bestimmte Energy in sich trägt. Ein Song braucht nicht perfekt abgemischt oder jede Note perfekt getroffen haben, um ein guter Song zu sein, er braucht einfach dieses bestimmte Etwas, was man nicht in Worte fassen kann – aber es sofort merkt, wenn der Song es hat. Viel der neuen Musik heutzutage ist genau andersrum: perfekt abgemischt und alle Noten genau getroffen, aber keine Seele mehr, sondern nur so kommerziell abgefertigt und recycled, damit sie irgendwie eingängig ankommt.

Woher holst du selbst dir Inspiration, wenn du einen neuen Song schreiben willst?

Die meiste Inspiration hole ich aus meiner Heimat. Ich mache die Augen zu und travel mit meiner Seele in die Straßen von Namibia oder in die Wüste und der Rest kommt ganz von alleine. Seit Neuestem hole ich mir aber auch viel Energy aus den coolen Messages und Briefen, die ich über Social Media bekomme von Leuten, die zum ersten Mal meine Musik hören.

Du bist ja auch in Namibia musikalisch aktiv. Was ist in deinen Augen der größte Unterschied zwischen der deutschen und der namibischen Rapszene?

Der größte Unterschied liegt meiner Meinung nach in der Art, wie die Menschen die Musik in Namibia mehr zulassen, bedeutet, wenn ein Song spielt, ist es selbstverständlich, dass man gleich anfängt zu tanzen und mitzusingen oder zu rappen, wohingegen es in Deutschland meiner Meinung nach den Menschen schwieriger fällt, einfach mal loszulassen und die Musik komplett aufzunehmen als das, was sie ist – Energy!

 

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