Dub FX: “Ich habe sehr schnell gelernt, dass du so flexibel und original wie möglich sein musst.”

Am 26. August erscheint mit “Thinking Clear” das dritte Solo-Studioalbum von Dub FX. Benjamin Stanford ist Sänger, Beatboxer und Live-Looping-Artist aus Australien. Der Straßenkünstler sprengt sämtliche Genregrenzen und scheut sich nicht davor zahlreiche Elemente aller möglichen Musikrichtungen zu vereinen. Bekannt geworden durch YouTube, verkauft Dub FX inzwischen über 100.000 Platten und tourt durch aller Herren Länder, damit die Leute das neue Level der Live-Instrumentierung erleben können. Immer mit dabei sind seine Stimme und die Loop-Station. Wir haben uns mit Dub FX über sein musikalisches Schaffen und das bevorstehende Release unterhalten.

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Wie bist du zum Beatboxing und Live-Looping gekommen? Was war der Anlass und deine persönliche Inspiration?

Ich habe im Alter von 16 Jahren an der Schule mit Beatboxing angefangen, weil meine Freunde und ich immer in der Mittagspause Freestyles droppten und einen Beat brauchten. Ich habe das nie ernst gemeint, eigentlich nehme ich es immer noch nicht ernst. Mit Live-Looping habe ich nur angefangen, weil ich durch Europa reisen wollte und alleine auf der Straße performen wollte. Eine Loop-Station war die einfachste Möglichkeit, die musikalischen Ideen aus meinem Kopf umzusetzen, ohne eine Band bezahlen zu müssen.

Was war deine Motivation diese Form von Live-Musik fortzuführen? 

Direkt als ich anfing mit einer Loop-Station auf der Straße zu performen, wollte jeder eine CD davon kaufen. So merkte ich, dass es ein neuer und innovativer Weg sein könnte, um Musik zu produzieren. Ich dachte, wenn ich dabei bleibe, könnte ich eine große Anhängerschaft gewinnen.

“Mit Live-Looping habe ich nur angefangen, weil ich durch Europa reisen wollte und alleine auf der Straße performen wollte.”

Wann hast du bemerkt, dass sich deine Musik zu einem professionellen Geschäft entwickelt?

Bevor ich angefangen habe auf der Straße zu performen, spielte ich in fünf verschiedenen Musikbands rund um Melbourne. Trotzdem brauchte ich einen Job, um meine Miete und Rechnungen bezahlen zu können. Als ich begann als Dub FX auf der Straße zu performen, verdiente ich mehr Geld in einer Stunde als zuvor mit meinem alten Job in einer ganzen Woche. Also denke ich, mit Dub FX wurde alles professionell.

Welche Momente haben dir gezeigt, dass dein ausgefallener Style und die aufwendige Arbeit Erfolge bringen können?

Direkt auf Anhieb! Ich habe sehr schnell gelernt, dass du so flexibel und original wie möglich sein musst, wenn du auf der Straße spielst und Erfolg haben willst.

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Was bedeuten Live-Looping und Beatboxing für dich persönlich?

Beatboxing und Live-Looping bedeuten mir genauso viel wie ein gut geschriebener Song. Das Songwriting ist für mich das Herz von Dub FX. Ob ich dann Beatboxing, eine Loop-Station oder ein großes Klavier verwende, spielt dabei keine große Rolle. An erster Stelle muss der Song gut sein. Das Drumherum ist nur Beiwerk.

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Moin, ich bin Freddy aus der besten Vorstadt Berlins: Bernau. Rapliebhaber, Fussballfanatiker, Sneakerfreak. Immer unterwegs durch die weitläufige Medienlandschaft. Jetzt bei BACKSPIN. #WKM$N$HG?

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