Diese Mini Games garantieren echten Nervenkitzel

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Ein kleines Spiel, eingebettet in einen Blockbuster-Titel: zahlreiche Produzenten von digitalen Games setzen auf die spannende Abwechslung für zwischendurch, und die Spielefans nehmen dieses Angebot mit Begeisterung an. Die sogenannten Mini-Games üben in der Regel nur wenig Einfluss auf das eigentliche Spiel aus, sie bieten jedoch manchmal die Chance, Bonuspunkte und Goodies zu sammeln oder ein besonderes Artefakt freizuschalten. Wir stellen euch eine Auswahl fesselnder Mini-Games vor.

Die Beat’em-up-Spielreihe »Dead or Alive« blickt auf eine lange Tradition zurück, der erste Teil erschien vor über 20 Jahren – allerdings ausschließlich in japanischen Spielhallen. Auf dem Sega Saturn strömte die große Welle 1997 dann auch in andere Länder rund um den Globus, 1998 folgte die erste Playstation-Version. Bei dieser langen Geschichte scheint es nur logisch, dass die Charaktere auch einmal einen Urlaub einlegen müssen: In »Dead or Alive: extreme Beach Volleyball« tummeln sich die Fighterinnen leichtbekleidet am Strand und messen sich in eher harmlosen Disziplinen wie Tauziehen, Volleyball und Poolschubsen. Wahrscheinlich um etwas mehr Spannung in die durchaus ästhetische Runde zu bringen, haben die Spielemacher ein schickes Casino kreiert, wo sich die Spieler im Kartenspiel Five-Card-Draw üben dürfen. Wer dabei ordentlich absahnt, erhält die Chance, die Damen mit kostbaren Geschenken zu überhäufen und wird erfahren, dass sie sich durchaus dafür erkenntlich zeigen.

Der japanische Klassiker »Yakuza 0« strotzt nur so von Side-Events und Mini Games, er basiert auf einer Fernsehserie aus dem Jahr 1988. Die eigentliche Handlung gestaltet sich recht brutal und bitterernst, während die kleinen Nebenspiele etwas mehr Leichtigkeit in die Sache bringen. Hier geht es beispielsweise darum, sich mit Inbrunst einigen altbekannten SEGA-Spielen zuzuwenden, und dass in einer nostalgischen Arcade-Spielhalle. Unter den Arcade-Mini-Games befinden sich uralte Kracher wie Fantasy Zone, Space Harrier und Out Run. Dass wir eines Tages diese Spiele als Sidekicks in einem »echten« Game nutzen würden, hätte damals gewiss für einige Verwunderung gesorgt. Eine weitere Möglichkeit, die Haupthandlung kurzzeitig zu verlassen, bietet sich in einem verrauchten Club, wo sportliche Bikini-Damen darauf warten, im Kampf gegeneinander anzutreten. Ihr dürft euch für eine potenzielle Siegerin entscheiden, einen Wetteinsatz abgeben und anschließend dem Fight beiwohnen. Etwas sexistisch das Ganze, passt aber gut zu diesem ohnehin ziemlich verruchten Spiel.

Auch »The Witcher« überrascht seine Fans mit zwei netten Mini-Spielen, die Hexer Geralt persönlich in Angriff nimmt. Im Armdrücken mit kräftigen Gegnern bessert er den Inhalt seines Geldbeutels auf, doch Achtung: Ist der eine Kraftprotz besiegt, nimmt ein stärkerer seinen Platz ein! Richtig interessant wird es beim sogenannten Würfelpoker, welches abermals die Pokervariante »Five Card Draw« aufs Korn nimmt. An die Stelle der fünf Karten treten in diesem Fall ganz einfach Würfel, die »Hand« mit den meisten Punkten führt zum Sieg – und natürlich zum Gewinn des Preispools. Das genannte Kartenspiel gehört zu den ältesten Pokerversionen überhaupt, es unterscheidet sich von anderen Varianten durch den ganz speziellen Ablauf einer Partie: Jeder Spieler erhält 5 Karten auf die Hand, die vor den anderen verborgen bleiben. Offene Karten auf dem Tisch, wie beispielsweise im Texas Hold’em, gibt es nicht. 1-5 Karten einer jeden Hand wandern dann bei den Setzrunden zurück auf den Stapel, der Spieler darf sie durch frische Karten ersetzen und behält diese dann als finale Spielhand. Dasselbe Spielkonzept dient auch bei  dem »The Witcher« Mini-Game bestehen und wurde nur ins Witcher-Universum übertragen. Wer hier groß abräumt, kann spielend seine Geldbörse aufbessern.

In »Starcraft 2: Wings of Liberty« zieht es den Hauptcharakter wieder an einen alten Spielautomaten, wo er auf den Spaceshooter The Lost Viking trifft. Das Gerät steht in der Kantine der Hyperion und sorgt dafür, dass die Mannschaft ein bisschen Abwechslung vom harten Alltag erhält. Im Gegensatz zu den Arcade-Games »Yakuza 0«, die detailgetreu aus der Vergangenheit importiert wurden, imitiert dieses Spielchen nur den 80er-Jahre-Klassiker, ohne selbst einer zu sein. Es ist ebenso schlicht gestaltet wie seine Vorgänger, verbirgt aber hinter der bescheidenen Oberfläche ein hohes Spaßpotenzial. Der Spieler schießt sich munter durch drei aufeinander aufbauende Levels, danach kehrt er entweder dem Automaten den Rücken, oder lässt sich auf dasselbe Spiel in höherer Schwierigkeitsstufe ein. Das Ganze läuft frei nach dem Motto: Jeder braucht mal eine Auszeit, auch ein waschechter Space-Warrior auf Dienstfahrt.

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Garantiert fallen euch an dieser Stelle noch mehr Mini-Spiele ein, auf die ihr in eurer langen Gaming-Karriere gestoßen seid. Den kleinen Kick am Rande gibt es immerhin bereits seit Jahrzehnten, und der Erfolg des kurzweiligen Vergnügens gibt den Spieleproduzenten recht. Wer findet nicht gern eine glitzernde Perle in einer großen, saftigen Auster?

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Hausinterner Flachwitz-Generator!

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