Die Zukunft gehört den Brillenträgern – Playstations Virtual Reality Brille kommt noch dieses Jahr

D12141731_10153066685161962_3912813759275053667_n-600x222iese Woche tagten Spieleentwickler aus aller Welt auf der Game Developers Conference 2016 in San Francisco. Dort wurde vom 16. bis zum 18. März wieder einmal neuste Technologie vorgestellt, Inspiration gesucht und es gab einiges zu Lernen. Doch auf ein Thema waren Konsoleros besonders gespannt: Playstations Virtual Reality Brille.

Virtual Reality ist ja an sich nichts Neues, denn schon in den frühen 90er Jahren wurden Gerätschaften konstruiert, die Immersion in digitale Welten versprachen und das Gaming revolutionieren sollten. Sollten – denn die damalige technische Entwicklung war eine unüberbrückbare Hürde für den Erfolg der virtuellen Realität. Solche Misserfolge, wie etwa mit dem monochromen Virtual Boy oder SegaVR, zeigten Entwicklern, Visionären und Konsumenten leider die damaligen technologischen Grenzen auf: sie war einfach zu primitiv.

Erst die Entwicklung hochauflösender Systeme und die enorme Rechenleistung moderner CPUs ermöglichten der alten Idee einer virtuellen Realität, heute eine Renaissance. Die neue Ära der VR-Systeme kann man deshalb mit dem Kickstarter-Projekt für die Oculus Rift 2012 einleiten und sie findet ihren aktuellen Höhepunkt knapp vier Jahre später, mit der marktreifen Einführung diverser VR-Brillen.

Technische Details

Einst bekannt unter dem Namen „Project Morpheus“ wird PlaystationVR weltweit ziemlich genau zwei Jahre nach der ersten offiziellen Verlautbarung veröffentlicht und erscheint bei uns im Oktober 2016 für 399€. Logischerweise benötigt ihr eine Playstation 4 um mit PSVR spielen zu können, aber auch eine Playstation Camera, damit ihr im Raum erfasst werden könnt. Sony wird deshalb zusätzlich ein Bundle für 499€ herausgeben, das unteranderem Kamera und Move-Controller enthält.

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Inhalt der Release-Version

In der Brille selber ist ein 5,7 Zoll OLED-Bildschirm mit einer Auflösung von 960x1080p pro Auge verbaut, sodass beide Bilder schließlich im Gehirn zu einem normalen 3D-Full-HD Bild zusammengerechnet werden. Durch eine Subpixel-Matrix – jeder Pixel dieser 1080p ist aus drei Subpixeln zusammengesetzt – kann die Brille bis zu 120 Bilder pro Sekunde problemlos darstellen. Aus diesem Grund wird es auch ein Muss für mindestens 60 FPS geben.

Der leitende Entwickler Chris Norden äußerte sich dazu wie folgt (via Gamasutra): „Die Framerate ist wirklich wichtig; man darf nie unter 60 Frames pro Sekunde kommen – niemals. […] Sollte ein Spiel eingereicht werden, welches auf 55 oder 51 FPS fällt, werden wir es wahrscheinlich ablehnen“. Damit wollen die Verantwortlichen bei Sony garantieren, dass dem Spieler ein reibungsloses Erlebnis vorgesetzt wird. Das Gesichtsfeld der Brille (das ist der Bereich, den man innerhalb der Brille sehen kann) beträgt übrigens rund 100° und simuliert damit nahezu den menschlichen Sichtbereich von ca. 135°.

 

Die Processing-Box

Viele werden sich sicherlich gefragt haben, reicht die Power der PS4 überhaupt für Virtual Reality aus? Laut Chris Norden, ist die Konsole in der Lage auch ohne extra Rechenbox ein VR-Erlebnis zu garantieren. Die Box, die ungefähr die Größe von vier gestapelten CD-Hüllen haben soll, wird aber benötigt, um das Spielerlebnis abzurunden. So wird sie sich um die Verarbeitung des 3D-Sounds kümmern, das Bild von der Brille entzerren und auf den TV projizieren, aber auch ein asymmetrisches Gameplay mit weiteren „normalen“ Spielern im Raum ermöglichen. Aus diesem Grund können Entwickler auch nicht auf die Box zugreifen oder Rechenleistung auslagern.

Games, Games, Games

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Bilderbuchhaftes geimsames asymmetrisches Spiel mit der PSVR

Im Moment sind 160 Titel in der Entwicklung, von denen 50 im Releasefenster  Oktober-Dezember zu haben sind. Sony will damit garantieren, das die Brille kein Schattendasein wie die PS Vita führt. Das Handheld rutschte durch den mangelnden Softwaresupport der Entwickler immer tiefer eine Abwärtsspirale hinunter. Kaum Software bedeutet eben kaum Käufer und damit lohnt sich eine Entwicklung für dieses System nicht.

Unter den Release-Titeln Ende des Jahres wird unteranderem CCPs EVE Valkyrie sein, eine Weltraumkampfsimulation in bester Wing-Kommandeur-Manier, aber auch ein Spin-Off von Until Dawn, welches man wohl am besten als Grusel-Rail-Shooter bezeichnen kann. Daneben wird es eine äußerst exotische Reise mit Robinson: The Journey geben, die uns in ein Dinobiotop verfrachtet. Zwar nicht zu Release, aber schon ohne Termin angekündigt dürfen sich junge Padawans auf eine einzigartige VR-Erfahrung mit Star Wars Battlefront freuen.

Wer möchte, kann aber auch seine PS4 Spiele mit der neuen Brille genießen. Im Cinematic Mode wird das Bild so dargestellt, als würde man vor einer fünf Meter großen Leinwand sitzen – einfach genial, oder?

Wer sich nun bei Amazon ein Gerät vorab sichern möchte, hat Probleme. Denn PlaystationVR war bereits nach wenigen Stunden ausverkauft – aber keine Sorge: Sony hat ja noch sieben Monate Zeit, nachzuliefern.

Springt ihr auf den VR-Zug mit auf oder wartet noch? Was haltet ihr von Sonys Brille? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.
Hier gibt es nochmal die Playstation Highlights der GDC 2016

Und hier gibt es Trailer zu den einzelnen Spielen


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