„Die Unfassbaren 2“ – Zu viel echte Magie?

Abseits der großen Liveshows in Las Vegas sind heutzutage “echte” Magier eher unpopulär. Während Uri Geller, David Copperfield oder Siegfried und Roy weitgehend aus dem Rampenlicht der großen Öffentlichkeit verschwunden sind, versucht „Die Unfassbaren 2“ mit einer Symbiose aus Magie und Robin Hood-Attitüde, die Herzen der Zuschauer wieder zu gewinnen.

Nach dem großen Erfolg von „Die Unfassbaren – Now You See Me“ aus dem Jahre 2013, wurde direkt ein Nachfolger angekündigt. Beim ersten Teil hat noch Louis Leterrier („The Transporter“, „Der unglaubliche Hulk“) Regie geführt, was dieses Mal Jon M. Chu („Step Up to the Streets“, „G.I. Joe – Die Abrechnung“, die beiden Justin Bieber-Filme) übernahm.

Robin Hood mit Zaubertricks

Es geht wieder um die Magier Truppe „Die vier Reiter“, die im ersten Teil im Rahmen ihrer Show unter anderem einen Banktresor leerten und andere räuberische Tricks anwendeten um Ungerechtigkeiten zu begleichen. In „Die Unfassbaren 2“ gehen die unfassbaren vier einem ähnlichen Ziel nach. Wieder verfolgt vom FBI, aber diesmal noch mit einem weiteren, mächtigeren Antagonisten.

 

Der Cast ist erneut phänomenal! Jesse Eisenberg, Woody Harrison, Dave Franco, Mark Ruffalo, Morgan Freeman oder Michael Caine sind alle wieder mit dabei. Anstatt Isla Fisher, die wegen Schwangerschaft nicht mitspielen konnte, übernahm Lizzy Caplan den Part des weiblichen Mitglieds der Reiter. Ihre Rolle Lula ist zwar recht aufgedreht und teilweise albern, das passt aber gut zu ihrer Rolle und lockert den Film auf, ohne nervig zu werden. Auch der zweite große Neuzugang im Cast, Daniel Radcliffe, weiß zu überzeugen. Er spielt authentisch den soziopathischen Bösewicht. Seine Verbindung zum Vorgängerfilm wirkt ein wenig konstruiert, aber wahrscheinlich mussten die Macher dahingehend Diskretion bewahren, dass er während der Produktion von dem ersten Teil mit seiner Ausbildung in Hogwarts beschäftigt war.

Zu viel “echte” Magie?

Der Film führt einen rund um die Welt und ist wie der erste einwandfrei gefilmt und geschnitten. Der Zuschauer kann sich von großen Bildern der jeweiligen Städte begeistern lassen. Die durchgeführten Zaubertricks sind insgesamt unrealistischer als im Vorgänger. Zum Teil können die Erklärungen im Nachhinein noch überraschend überzeugen, teilweise verliert der Film den Bezug zur Realität aber zu sehr und Symbole wie „Das Auge“ machen das Ganze noch unglaubwürdiger. Ein bisschen weniger „echte Magie“ hätte dem Film gut getan und wäre sicherlich nicht schlecht für den ein oder andere überraschenden Plot Twist.

Fazit

„Die Unfassbaren 2“ liefert einen unterhaltsamen Mix aus „Ocean’s Eleven“ und „Prestige“ mit unfassbarem Cast und unfassbarem Look! Der Drang gegenüber dem ersten Teil „noch mal einen drauf zu setzen“ sorgt leider für genau das Gegenteil und schafft es leider nicht an den Vorgänger ranzukommen.

Hanfosan

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