Die Meinung der Redaktion zu Trettmanns „KitschKrieg Vol. 3“

trettmann-kitschkrieg-3-coverWie ein Phönix aus der Asche erhob sich (Ronny) Trettmann dieses Jahr mit leicht abgeändertem Künstlernamen und einem komplett neuen Stil. Gemeinsam mit dem Producer-Team KitschKrieg kreierte er einen Stil irgendwo zwischen Dancehall, Cloud-Rap und Pop und gab einen Einstand mit einer nach seinen Produzenten betitelten EP. Es folgte prompt ein Nachfolger, der den selben Titel trug. Die Aufmerksamkeit von Außen auf sich gezogen, konnte man ihn schnell auch als Gastmusiker finden, gleich mehrfach gastierte er auf dem Sommeralbum „Palmen aus Plastik“ von RAF und Bonez. Den Herbst eröffnet Trete dann aber wieder höchstselbst, indem er seine KitschKrieg-Trilogie beendet. Wir haben uns die finale EP angehört.

Trettmann – „KitschKrieg“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Kevin: "Ich weiß nicht ob es an meiner hohen Erwartungshaltung liegt, aber nach den ersten Durchläufen war ich etwas enttäuscht. Das soll nicht heißen, dass mir 'KK3' nicht gefällt - ganz im Gegenteil. Die EP ist ein gebührender Abschluss der Trilogie, setzt auf die beiden Vorgänger allerdings keinen mehr drauf. Doch mit 'KK3' sollte sich der Gedanke, dass 2016 am Kitschkrieg-Sound kein Vorbeikommen ist, weiterhin festigen. Außerdem steht Tretti das neu gewonnene Selbstbewusstsein. Die Tretti-Season wurde für mich noch nicht eingeläutet. Jedoch bin ich mir sicher, dass sie nicht fern liegt." - 7/10
  • 8/10
    Yannick W.: "Trettmann und besonders KitschKrieg haben 2016 mit ihrem Sound beinahe Beispiellos bestimmt. Ich würde behaupten, dass kaum ein anderer Artist so konstant im Gespräch war, wie diese Konstellation, ob nun als Gastmusiker oder eben solo. Mit 'KK3' bekommt die EP-Reihe einen würdigen Abschluss, der zwar ohne Wow-Effekt auskommt, trotzdem mehr also solide ist, einen Qualitätsabfall findet man in den fünf Songs nicht. Mit dem komplett aus em Soundrahmen fallenden 'Dolce Vita' ist sogar eins der Highlights der gesamten Trilogie dabei, auch 'Adriano' brennt sich einfach in den Gehörgängen fest. Wenn auf dem Album an diesem Punkt angesetzt und vielleicht noch die ein oder andere Schraube nachjustiert wird, könnten das zu einem modernen Klassiker werden. Dieses Jahr zumindest stimmte schon mal alles." - 8/10
  • 9/10
    Raphael: "Trettmann ist der einzige Interpret auf Deutsch, der Autotune wirklich beherrscht. Die Erfahrungen seiner langen Karriere im Dancehall zeigen sich auch auf dem dritten Teil von KitschKrieg. 'KK3' ist eine gute Mischung aus Liebe für die Fans und gezielte, aber lässige Schüsse auf die Hater. Man merkt, dass sich das Team eingespielt hat, die Qualität lässt nicht nach. Tretti ist immer noch weit voraus, was Atmosphäre und Stimmeinsatz betrifft, da kann er bequem die 'Ehrenrunde' laufen." - 9/10
  • 8/10
    Anna G.: "'KK3' rundet die Vorläufer EPs sehr schön ab. Trettmanns Stimme geht ins Ohr, jeder Track ist als Gesamtpaket stimmig. Fünf powervolle Tracks, die mir außnahmslos gut gefallen." - 8/10
  • 8/10
    Peter: "Sympathisch selbstbewusst präsentiert sich Trettman auf dem dritten Teil seiner Kitschkrieg-Triologie. Die fünf Track starke EP fängt locker an, bevor der Leipziger anfängt auf 'Nicht wie du' und 'Ehrenrunde' lyrische Backpfeifen zu verteilen und eine Mauer zwischen sich und viele seiner Mitstreiter zieht. Musikalisch springt das Release von eingängigen gute Laune-Songs bis hin zu düsteren Representern, ohne dabei die Landung zu verfehlen. Sein eigener Style funktioniert meiner MEINUNG nach wunderbar auf EP-Länge." - 8/10
  • 8/10
    Yannick H.: "In der Kürze liegt bekanntlich die Würze, das hat sich vielleicht auch Trettmann zu Herzen genommen. In der mittlerweilen 3. Auflage der KitschKrieg-Reihe präsentiert der Ostdeutsche fünf Tracks, allesamt ausgestattet mit eingängigen, tanzbaren Melodien. Autotune auf Trettmanns Stimme tut ihr Übriges, um den Hörer in den Bahn zu ziehen. Bei mir hat es auf jeden Fall gut funktioniert." - 8/10
  • 8/10
    Anna S.: "Von der KitschKrieg-Trilogie gefällt mir der aktuelle Teil am besten. Die Instrumentals schwirren in einer harmonischen Soundkulisse auf und ab - tiefe Bässe liefern das Fundament, welche durch das Hinzufügen diverser musikalischer Komponenten den jeweiligen Track in die gewünschte emotionale Ausrichtung katapultieren. Der kühle Grundtenor zeichnet sich in jedem der fünf Tracks ab. Eine runde und stimmige EP, die mit dem für mich stärksten Track ‚Adriano‘ auf das harmonische Werk einstimmt." - 8/10
8/10

Kurzfassung

Mit dem dritten Teil ihrer Reihe führt das Rapper-Produzenten-Team den Sound der beiden Vorgänger konsequent fort und liefert einen angemessenen Abschluss für die Trilogie. Wir sind auf das Album gespannt.

The following two tabs change content below.
Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

1 Comment

  1. Sven

    17. November 2016 at 15:36

    Kevin hat halt einfach Rrrrecht. Zu nem Album hin hat sich Trettmann noch zu steigern. Um mal was zu droppen, ist die EP okay

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.