Die Meinung der Redaktion zu Travis Scotts „Birds in the Trap sing McKnight“

birds_in_the_trap_sing_mcknightSeit seinem ersten Mixtape vor gut drei Jahren schwimmt Travis Scott auf einer riesigen Welle des Hypes. Beäugt von zahlreichen Musikfans war er Weg zu seinem zweiten Album von mindestens genauso vielen Unklarheiten geprägt, wie schon der zum Debütalbum „Rodeo“ im vergangenen Herbst. Mit zahlreichen Verspätungen gab es das seit rund einem halben Jahr angekündigte „Birds in the Trap sing McKnight“ dann vor einigen Wochen tatsächlich zu hören. Der Texaner kann dabei eine Featureliste vorweisen, die selbst sein Mentor Kanye kaum namhafter hätte gestalten können. Andre 3000, Kendrick Lamar, Kid Cudi, The Weeknd, James Blake, Young Thug, Bryson Tiller, 21 Savage und einige weitere unterstützen ihn auf seinem Zweitling. Wir haben uns den Langspieler angehört.

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Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 8/10
    Peter: "Mir gefällt die Ästhetik von Travis. Wie ein Bild, das überladen und chaotisch wirkt, aber tritt man einen Schritt zurück und betrachtet die Kunst von weitem, erschließt sich die Größe des Werkes. Seine Roughness, kombiniert mit dem futuristischem Sound beeindruckt mich imer wieder. Er weiß, was er tut und das macht er gut!" - 8/10
  • 6/10
    Yannick W.: "Travis Scott schafft es mit "BITTSM" zum zweiten Mal eine ungehörige Spannung vor einem Release aufzubauen und dann doch nicht einzuhalten, was ich von dem Album erwartet habe. Für ein so groß angekündigtes Projekt wirkt das Album insgesamt etwas lieblos. Die Songs stehen in keiner wirklichen Verbindung zueinander, die zahlreichen namhaften Features gehen in dem musikalischen Chaos teilweise einfach unter und der (wenn auch starke) titelgebende Song ist in genau dieser Form schon auf dem letzten Young Thug Tape zu hören gewesen. Einige der Songs, so zum Beispiel das Tribut an Kid Cudi, 'trough the late night', samt Feature seines Idols, oder das von OZ produzierte 'outside' haben durchaus Hit-Potential, im Albumkonstrukt wollen sie dennoch nicht wirklich funktionieren. Auch, warum er bei den Beats nicht einfach wieder selbst Hand anlegt, bleibt mir ein Rätsel. Mit 'New Slaves' und den Beats auf 'DBR' hat er bereits ziemlich eindrucksvoll gezeigt, dass er viel Talent als Produzent besitzt. So greift leider ein Sprichwort wie 'Viele Köche verderben den Brei'. Sein bestes Release bleibt weiterhin 'Days before Rodeo'. Schade." - 6/10
  • 6/10
    Niko: "Puuuuh.... Irgendwie nicht mein Ding. Die Über-Portion Autotune erinnert mich zu stark an Kanye West von vor fünf Jahren. Natürlich sind hier auch ein paar Kracher drauf. Die stehen aber mehr Alleine, das Album blieb nicht hängen. Gibt es einen roten Faden?" - 6/10
  • 7/10
    Can: "Geh am besten ohne Erwartungen an alles heran - Das hätte ich mir auch für 'BIT' zu Herzen nehmen sollen. Keineswegs ist das Album schlecht, es strotzt nur so von guten Produktionen und hörenswerten Features, wie auf 'the ends' oder 'Goosebumps'. Im Endeffekt kann mich das neue Album in seiner Länge jedoch nicht catchen. Das liegt aber an meinem persönlichen Geschmack." - 7/10
  • 6/10
    Diana R.: "Also in meinen Augen ist es ein solides Album mit interessanten Beats und kraftvollen Raps. Aber die Ästhetik ist mir irgendwie an vielen Stellen zu unruhig und stressig- mit den vielen Autotune-Rufen und dem Soundcharakter der einzelnen Klänge. Die meisten Sounds haben einen etwas roughen, kratzigen Anstrich, was sicher so gewollt, aber nicht mein Fall ist. Selbst der Song "sweet sweet" klingt irgendwie roh und die Stimme rau. ^^ Objektiv betrachtet hebt es sich auf jeden Fall von vielem klangtechnisch ab, ist durchdacht produziert und soll so sein, aber es ist einfach nicht meine Soundlandschaft." - 6/10
  • 8/10
    Christian: "Travis Scott konnte mich auf den 14 Tracks gut überzeugen. Er hat sowohl soundtechnisch, als auch stimmlich, ein sphärisches Produkt geschaffen. Besonders hat mich das Feature mit 21 Savage gefreut." - 8/10
6.8/10

Kurzfassung

Wirklich überzeugen konnte uns Travis Scott mit seinem zweiten Album nicht. „Birds in the Trap sing McKnight“ kommt zu unstrukturiert und chaotisch daher, überzeugen können allerdings besonders die hochwertigen Produktionen.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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