Die Meinung der Redaktion zu “The Hegelian Dialectic” von Prodigy

Mit seinen mittlerweile 42 Jahren hat Prodigy der Hunger noch immer nicht verlassen. Als Teil von Mobb Deep konnte sich der New Yorker in den letzten 25 Jahren einen nahezu legendären Ruf im Rapgame erarbeiten, begab sich, genauso wie sein Partner Havoc parallel dazu allerdings auch immer wieder auf den Solopfad. Nach dem er sein letztes Soloalbum im Jahr 2013 Albert Einstein widmete, ist auch seine mittlerweile achte Platte nach einer großen Person aus der Geschichte benannt, Georg Wilhelm Friedrich Hegels Dialektik. An seiner Seite steht dabei erneut natürlich The Alchemist, für die übrigen Produktionen zeichnen unter anderem Knxwledge und Beat Butcha verantwortlich. Als einziger Featuregast ist Ca$H Blitz an Bord. Wir haben das seit über einem Jahr angekündigte Projekt besprochen. 

Prodigy – “The Hegelian Dialectic” kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 6/10
    Peter: "Mit einem interessanten Ansatz geht Prodigy an sein lange angekündigtes Album an: Angelehnt an Hegels Dialektik bietet uns der MC aus New York keine einseitige Sicht der Dinge. Sicher etwas, das man öfter hören muss um das „Große Ganze“, das Ziel von Hegels Theorie, zu verstehen. Rein musikalisch überrascht er mich nicht, verliert sich aber auch nicht in der Neuauflage eines alten Werks. Teilweise stark, aber stellenweise erreicht er mich kaum." - 6/10
  • 6/10
    Teresa: "Ich finde man kann 'Hegelian Dialectic' auf zwei Arten hören, entweder als entspannte Hintergrund-Musik mit einem Sound, der sehr smooth ist, oder man hört Prodigy und seinen Geschichten über Politik und den old und new school Hip-Hop zu. Alles in allem ist mir die Platte aber zu unaufgeregt." - 6/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Solides Gesamtwerk, bei dem vor allem das von Akustikgitarren untersetzte 'Mystic' und 'Tyrrany', eine musikalische Auseinandersetzung mit der Unterdrückung der schwarzen Gesellschaft in den USA, herausstechen. Ansonsten geben sich gute und eher weniger gelungene Tracks die Klinke in die Hand. Die Beats wollen nicht immer so recht überzeugen, dafür kann Prodigy mit seinem Flow und im Kern ansprechenden Texten punkten." - 7/10
  • 5/10
    Sara: "Puuh.. bewegt sich meiner Meinung nach doch eher im Mittelfeld. Nichts bahnbrechendes. Das allgemeine Soundbild ist nice, aber leider auf Albumlänge mir persönlich zu träge und zäh. Auch innerhalb der Tracks passiert mir da einfach zu wenig. Habe da kein Highlight entdeckt, das zieht sich eher so geradlinig und unspektakulär durch. Texte eher auf der deeperen Seite, kein Schnick Schnack, keine Weiber, keine Partys. Mehr so Politik und Gesellschaft, was ich gut finde, aber sowas kann man ruhig spannender und fresher verpacken., siehe J.Cole. Fazit: ist okay, habe schon schlechteres gehört." - 5/10
  • 7/10
    Raphael: "Da höre ich mir also nachdem ich mein Philosophiestudium in die Tonne geschmissen habe ein Album mit dem Titel -'Hegelian Dialectic' an. Nun gut. Was Prodigy da liefert ist zum Glück nicht so sperrig, wie der Name vermuten lässt. Aber hat durchaus einiges an Substanz. Der Sound ist on point. Hits fehlen, aber das ist gar nicht Prodigys Absicht. Hier gibt es durchdachte Lyrics auf Albumlänge." - 7/10
  • 6/10
    Yannick W.: "Die Ansätze sind super. Die kritische Grundhaltung verpackt er in einem herrlich entschleunigten Soundumfeld, das 'Hegelian Dialcetic' gleichzeitig einen roten Faden verpasst, es dabei auch in Gefahr laufen lässt, anzustrengen. Da ist der Weg, die Platte mit nur knapp 30 Minuten Dauer recht kompakt zu haben auf jeden Fall der richtige. Trifft mit seiner Kritik an Krieg, Terror und Politik gerade jetzt einen guten Punkt, die durch umabwechslungsreiche, beinahe hörbuchartige Vortragsweise geschmälert wird." - 6/10
  • 6/10
    David: "Auf seinem lang angekündigten Album 'Hegelian Dialectic (The Book of Revelation)' übt Prodigy Kritik an amerikanischer Politik, Gesellschaft, Kriegsführung - die Liste geht noch weiter - und beleuchtet diese Themen nicht nur aus einer einzigen Sichtweise. Um Prodigys Aussagen vollständig zu verstehen, muss man das Album auf jeden Fall öfter anhören. Musikalisch gefällt mir das Album ganz gut. Vor Allem die smoothen Beats erzeugen eine mystische Atmosphäre, die die Themen des Albums nochmal unterstreicht." - 6/10
  • 6/10
    Niko: Schon ein wenig verwirrend für mich, was er hier abliefert. Sehr reduziert, ruhig, nachdenklich. Passend zum Thema. Ich bin nun aber auch nicht der größte Verschwörungstheoretiker. Ein atmosphärischer Rapper bleibt er für mich, mitnehmen tut er mich hier auf seine Reise aber nicht." - 6/10
6.1/10

Kurzfassung

Auch wenn Prodigy auf seinem achten Solowerk ein Gespür für politisch-kritische Themen beweist, kann uns das sehr zurückhaltende Soundbild, gerade wegen nicht vorhandenen Überraschungen, nicht mitreißen.

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Ich kann quasi nur über Musik reden...

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