Die Meinung der Redaktion zu „Sternenklar“ von Tatwaffe

Sternenklar-Cover-750x750Selbst wenn man als recht junger Deutschrap-Fan noch nie von Tatwaffe gehört haben sollte, hat man zumindest schon einen Song von ihm gehört. Mit „Die Eine“ lieferten er und seine Band „Die Firma“ einen der Prototypen für Liebeslieder im Deutschrap. Gemeinsam mit Def Benski Obiwahn und Fader Gladiator konnte man den Ruhrpottler in den letzten Jahren öfter hören, also Solo-Musiker wurde es allerdings ziemlich still ihn. Das letzte Soloprojekt „Volltreffer“ erschien 2004 und liegt damit schon ganze zwölf Jahre zurück. Für den Nachfolger hat Tatwaffe sich jetzt Unterstützung von einigen bekannten Namen geholt, als Featuregäste unter anderem sind MoTripEko Fresh, Bosca, Tami und Ado Kojo vertreten. „Sternenklar“ erscheint beim Label Versunkene Fabrik.

Tatwaffe – „Sternenklar“ kaufen

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 5/10
    Christian: "Tatwaffe hat mich mit 'Sternenklar' nicht überzeugen können. Die Vergleiche kommen mir nicht stimmig genug rüber und lenken dadurch von den eigentlichen Messages ab. Zeilen wie 'Direkt aus der Waschanlage...ich mach mich gerade, wie 'ne Wasserwaage', kommen bei mir einfach nicht an. Trotzdem ist das Album gut produziert und die Beats sind stimmig." - 5/10
  • 7/10
    Can: "Ich finde es immer schön, wenn Leute die schon gefühlt ewig im Game sind, stetig weitermachen. Nach der ersten Auskopplung 'Bikini' war ich jedoch schnell vom Gegenteil eingenommen. Jedoch ist 'Sternenklar' alles andere, als ein schlechter Versuch wieder Fuß zu fassen. Der Longplayer überzeugt jedoch mit sauberen Produktionen und gut gewählten Features. Auch Tatwaffes Texte und Message haben Substanz und sind erfrischend Ehrlich." - 7/10
  • 5/10
    Yannick W.: "Nach den Auskopplungen war ich auf das Schlimmste gefasst, sogut wie keine Single hat mir gefallen. Das schöne an einer niedrigen Erwartungshaltung ist aber, dass man auch hier und da mal überrascht werden kann. Und auch, wenn mich 'Sternenklar' nicht vom Hocker gehauen hat, sind doch einige startke Anspielstationen dabei, die Platte ist durchweg gut produziert und was Flow und Stimmeinsatz eingeht, ist Tatwaffe auch noch nicht eingerostet. Trotzdem ist es sicherlich nicht der größte Wurf, den ich in den letzten Wochen gehört habe. Das liegt zum einen an einigen Vergleichen, bei denen ich mir nur an den Kopf fassen kann ('Ich mache mich grade, wie ne Wasserwaage'), zum anderen an der fehlenden Struktur des Albums: Mal ein Brecher, dann wieder ein Liebessong, dann ein Track als Familienvater, dann wieder ein Representer... Das will nicht so ganz zusammenpassen und auf einer Laufzeit von rund 80 Minuten kann das ganz schön anstregend werden. Dennoch schön zu sehen, dass Tatwaffe auf nach all den Jahren immer noch Hunger hat." - 5/10
  • 6/10
    Peter: "20 Jahre nach dem ersten Die Firma - Release steht Tatwaffe immer noch in der Booth und versammelte namhafte Künstler um sich. Die Features sorgen für die nötigen Akzente, aber 23 Tracks lang fesseln kann mich das Album nicht. Schön zu sehen, wie ein Urgestein des Deutschraps zusammen mit jüngeren und älteren Künstlern zusammenarbeitet, aber meinen Geschmack trifft er nicht." - 6/10
  • 4/10
    Niels: "Uff. Ganze 23 Tracks und Features von MoTrip und Harris über Eko Fresh und Bosca bishin zu Manuellsen. Das ist erstmal eine Ansage. Meine Skepsis nach den ersten Singleauskopplungen bestätigt sich leider bereits, bevor ich die Hälfte der LP hinter mir habe. Auch wenn der ein oder andere Song für sich funktioniert, kommt der Großteil der Tracks in meinen Augen äußerst lieblos daher, was unter anderen an den totgehörten Themen (Beispiel: „Die besten Momente“), dem wilden Mix unterschiedlichster Styles und de nsich wiederholenden Fremdschammomenten bei Songs wie „Bikini“ liegt. Kompakte und in sich schlüssige Alben sind wohl eindeutig mehr mein Ding." - 4/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Nach 12 Jahren hat das Die Firma-Mitglied also mal wieder ein Soloalbum herausgebracht. Was mich mit der Ankündigung nicht gerade in Ekstase versetzt hat, hat mich auch nach dem 1. Hören nicht durch die Luft hüpfen lassen. Dafür sind zu viele Songs nur von durchschnittlicher Qualität. Ein wenig vom Mittelmaß kann sich „Sternenklar“ dann aber durch Songs wie „S.T.A.R.“ mit MoTrip und „Die besten Momente“ mit Freezy und R'n'B-Artist Aram Kaya abheben. Unterm Strich eine solide Platte, die das Rad nicht neu erfindet, aber mit seinen rund 80 Minuten Laufzeit ein paar Ausreißer nach oben beinhaltet." - 7/10
5.7/10

Kurzfassung

Mit seinem zweiten Soloalbum kann Tatwaffe uns zwar nicht vollends überzeugen, enttäuscht uns nach der zwölf-jährigen Solo-Pause allerdings auch nicht. Besonders die Überlänge von knapp 80 Minuten, die mit einigen Füllern daherkommen, stehen einer höheren Wertung im Weg.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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