Die Meinung der Redaktion zu „Slang Funk Slam Dunk“ von Liquid & Maniac

Liquid Slam DunkRap in Mundart ist nicht erst seit Crack Ignaz präsent. Die Fahne für den süddeutschen Slang hält dabei Liquid bereits seit einigen Jahren hoch. Für sein neuestes Projekt hat er sich Unterstützung von Maniac von den Demographics geholt, der den Intrumental-Unterbau zimmert. Und auch für diejenigen, die dem pfälzischen Slang nicht so ganz mächtig sind, hält die Platte etwas bereit, im Mittelpunkt seines Sound steht der eigene Flow. Die neue Platte kommt mit insgesamt 12 Tracks daher, auf einem Posse-Track versammeln sich so einige bayrische Kollegen, unter anderem mit dabei sind Roger Reckless, Bbou,Monaco F und Gräm Grämsn. Wir haben uns das Album der beiden Süddeutschen angehört.

Liquid & Manica – „Slang Funk Slam Dunk“ kaufen

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Kevin: "Zugegeben Wanda und vor allem Bilderbuch haben mich sensibilisiert, was Mundart angeht. Liquid und Maniac machen richtig Spaß. Der Dialekt wirkt sehr erfrischend, wenn man auf ihn klarkommt und hinhört. Allerdings hat der Spaß an der Platte für mich nur eine kurze Halbwertszeit, was wiederum auf die Sprache zurückzuführen ist. Auf Dauer wird mir das zu anstrengend, obwohl einige Ohrwürmer dabei sind. Und ja, liebe Bavaren, Wanda und Bilderbuch kommen aus Österreich. Mir ist das egal, da ich aus dem Norden komme. Ich kenne nur Platt- und Hochdeutsch – sorry." - 7/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Auf 'Sprachbarriere' thematisiert Liquid bereits das Problem, das die meisten mit seiner Musik haben - die Verständlichkeit. Denn abgesehen davon, dass der Kreis der Leute, die seinen Dialekt sprechen oder gut verstehen, begrenzt ist, stimmt an der Platte echt viel. Die Flows sind teils echt abenteuerlich - der Name Liquid kommt nicht von irgendwoher - auch Maniac leistet ziemlich gute Arbeit und zeigt schnell, dass das 'Funk' im Albumtitel nicht nur wegen des Reims gewählt wurde. Auch ich muss mich zwar anstrengen, um den Texten wirklich zu folgen, selbst wenn die nicht wirklich tief gehen oder technisch übermäßig beeindrucken können. Dadurch, dass die Musik aber ziemlich gut ins Ohr geht, kann man die Songs auch allein wegen des Sounds genießen." - 7/10
  • 7/10
    Freddy: "„Auf ‚Slang Funk Slam Dunk‘ bekommen wir einen ziemlich exotischen Rapstil auf klassischen Instrumentals. Liquid flowt flüssig wie sein Name auf den Brettern von Maniac. Die besondere Eigenschaft der Platte ist der bayrische Dialekt, der mir besser gefällt als gedacht. Aber auf Albumlänge ist es mir doch ein wenig zu viel des Guten. Der positive Gesamteindruck wird aber durch die einwandfreien Produktionen aufrechterhalten.“ - 7/10
  • 5/10
    Can: "Echt ich hab noch nie Rap mit bayerischem Dialekt gehört und das fetzt mehr als ich es mir vorgestellt habe. Trotzdem fällt es mir schwer, das Ganze auf Albumlänge zu hören. Die Beats treffen ziemlich genau meinen Geschmack und sowohl flowtechnisch, als auch textuell sind die Tracks gut gerüstet. Dennoch haut der Dialekt einiges runter und ich finde mich selbst fragend wieder: Wie hätte das Album auf Hochdeutsch geklungen?" - 5/10
  • 7/10
    Jana: "Rap auf Bayrisch ist für mich in erster Linie recht schwer zu verstehen und leider auch schwer daran zu gewöhnen. Extrem Spaß habe ich bei 'Slang Funk Slam Dunk' an den Beats, die einfach durchweg Spaß machen." - 7/10
  • 6/10
    Yannick H.: "Ziemlich anstrengendes Ding. Vorgetragen in bayrischer Mundart, hatte ich an vielen Stellen des Albums das Problem, den genauen Wortlaut zu verstehen. Die Beats sind stabil und auch das Gesamtpaket lässt sich im soliden Mittelfeld einordnen." - 6/10
  • 3/10
    Diana R.: "Also… 'Slang Funk Slam Dunk' klingt insgesamt rund- die Beats sind fresh und überraschend. Die teilweise ungewöhnlichen Instrumente wie Akkordeon passen charmant zum Hip Hop-Sound und schönen DJing. Ich höre und honoriere auch, das Liquid & Maniac flowen können. Würden sie auf Deutsch rappen, fände ich das Album vielleicht sogar richtig cool. Aber I can’t help: das Bayrische, und dann noch ernst gemeint mit Englisch kombiniert, will ich mir nicht länger anhören als ich muss. 'Mua' auf 'Dua' zu reimen für 'muss' auf 'tun' ist nicht meins und die Aufforderung 'Beweg‘ deine Fiaß' inspiriert mich wenig zum tanzen. Das machen auch die zum Teil echt guten Songthemen nicht besser. Der Song 'Skate' bekommt von mir einen Coolness-Punkt extra, weil es Songs über Skateboarding einfach viel zu selten gibt…" - 3/10
  • 4/10
    Christian: "Nicht unbegründet macht sich Liquid in Track 5, der passenderweise den Namen 'Sprachbarriere' trägt, Gedanken, '...wer mein Rap denn verstengan kon'. Er spekuliert darauf, Leute zu erreichen, die nicht nur bayrisch reden. Das hat er geschafft. Ich konnte beim Durchhören fast alles verstehen. Um eine weitere Line zu zitieren: 'I red deitlich und streng mi o'. Wenn sich Liquid mit - deutlich - auf bayrisch bezieht, dann ja, ansonsten muss schon ganz genau hingehört werden, um seine Storys zu 'ahnen'. Wer Mundart gepaart mit Oldschool-Beats auf Funkeinfluss mag, der kann sich auf Tracks wie 'Dug em out' und 'Skate' freuen." - 4/10
  • 7/10
    Shana: ""Wisst ihr, was völlig unterbewertet ist? Mundart-Rap. Zugegeben: Das erste Viertel der Platte fand ich superanstrengend, aber hat man sich einmal dran gewöhnt, findet man superschnell Gefallen daran - mehr davon bitte!" - 7/10
5.9/10

Kurzfassung

Mit seinem Rap in süddeutscher Mundart spaltet Liquid unsere Meinungen. Bei einigen kommt besonders das Soundbild sehr gut an, an anderen geht „Slang Funk Slam Dunk“ komplett vorbei. Bei einem Kritikpunkt sind wir uns einig: Dem Slang zu folgen kann auf Dauer ziemlich anstrengend sein, dennoch bekommen Liquid und Maniac von uns eine Wertung im Mittelfeld.

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