Die Meinung der Redaktion zu „Schwermetall“ von Pedaz

Vorbild für den Albumtitel stellt offensichtlich das Genre Heavy Metal dar. Auf Pedaz‘ ersten „richtigen“ Album gibt es tatsächlich einige verzerrte Gitarren zu hören. Pate für den Sound stand niemand geringeres als RAF Camora, der an der kompletten Albumproduktion beteiligt war. Auf den ersten Auskopplungen zeigte Pedaz bereits, dass man auf „Schwermetall“ Punchlines en masse erwarten darf. Seine gute Vernetzung in der deutschen Rapszene zeigt sich sogar schon in der Tracklist, mit an Bord sind SidoMoTrip, Silla, JokA, Raf Camora, Sinan G, Joshi MizuHaudegen und Blut & Kasse, mit dem er bereits vor zwei Jahren auf Albumlänge gemeinsame Sache machte. Natürlich haben wir uns auch „Schwermetall“ genauer angehört.

Pedaz – „Schwermetall“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Niko: "Ich mag den Pott. Und damit auch genau die Art von rotziger Stimmung die Pedaz auf Platte presst. Hier wir Tacheles geredet, keine Girlanden. Allerdings textlich der ein oder andere überholte Vergleich zu viel - das schmälert das Gesamtbild." - 7/10
  • 5/10
    Kevin: "Mich mag der Lange aus dem Pott nicht so wirklich mitnehmen. Atmosphäre, Beats und Vortragsweise stimmen zwar für mich, aber der übermäßige Gebrauch an Vergleichen nimmt rapide an Qualität ab und verläuft in absoluten 2007er Einheitsbrei. Ich vermute, dass das mit dem charmanten Pott-Charme weggemacht werden soll, aber das funktioniert für mich leider nicht auf Dauer." - 5/10
  • 7/10
    Shana: "Anfangs fand ich Pedaz tatsächlich eher mau, „Schwermetall“hingegen kann man sich dann doch gönnen. Eignet sich bestens, um morgens auf dem Weg zur Uni ein paar Aggressionen abzubauen." - 7/10
  • 8/10
    Philip: "Peadz legt ein starkes Debütalbum hin. Die Arbeiterrap Schiene gefällt mir sehr gut, authentisch und ist mal was Neues. Die Vergleiche sind teilweise recht einfach, passt aber alles gut zusammen." - 8/10
  • 6/10
    Zino: "Beim ersten Mal macht es richtig Spaß. Dann werden diese Punchlines aber auch schnell wieder langweilig. "Wie ein Mann", "Vakuum" und "Kopfsache" sind da die großen Ausnahmen. Die knallen dafür richtig." - 6/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Geht mitten ins Gesicht, ohne dabei an Charme einzubüßen. Pott halt. Die Beats drücken amtlich, die Wortspiele sind zwar teils nicht wirklich inovativ, passen aber zu jeder Zeit in Pedaz' Malocherimage. Das er auch anders kann zeigt er dann aber auf den zwei wohl prägnantesten Tracks "Kopfsache" und "Tränen meine Mutter" die komplett aus dem Muster fallen. Mit der dort gezeigten ruhigen, bedachten und derbe ehrlichen Art rundet Pedaz "Schwermetall" für mich ab. - 7/10
  • 5/10
    Edoardo: "„Vogel wie Pierre“, „Rau wie Johannes“, „Sammer wie Matthias“ - Pedaz klatscht seinen blechernen Ruhrpott-Humor auf schepperndes Stahlgerüst - Der Titel trifft wirklich auf jeder Ebene zu. Über die gesamte Spielzeit wird es mir aber zu anstrengend." - 5/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Herbe Ansagen, deftige Beats – Pedaz verkörpert Rap aus'm Ruhrpott wie (fast) kein zweiter. Auch wenn alles irgendwann schon mal gehört, weiß der Essener MC seine Themen so zu verpacken, dass man ihn von Kreativlosigkeit freisprechen kann. Im Gegenteil: auf „#IchBinPedazUndDuNicht“ droppt Pedaz simple, und deswegen prägnante Vergleiche, die unterhalten und nicht den 0815-Lines vieler Rapper entsprechen." - 7/10
  • 4/10
    Sebastian: "Positiv ausgedrückt wirkt das Album in sich stimmig und aus einem Guss. Allerdings war „Schwermetall“ für mich persönlich ziemlich anstrengend zu hören, da es weder beattechnisch noch inhaltlich meine Baustelle ist. Für mich nur ein weiterer (Deutsch-) Rapper, der auf dem typischen soundteppich versucht das Boss-Image zu verkörpern. Eine Ausnahme stellt „Tränen deiner Mutter“ dar, wo auch mal ein persönlicher Einblick gewährt wird. Stilmittel der Wahl sind natürlich allerlei Vergleiche. Leider sehr gewöhnlich." - 4/10
6.2/10

Kurzfassung

Mit seinem Debüt-Album spaltet der Malocher unsere Gang ein wenig. Den einen gefällt der Pott-Style richtig gut, bei anderen kann er mit der sehr direkten Art nicht so punkten.

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