Die Meinung der Redaktion zu „Principium“ von Chima Ede & Ghanaian Stallion

chima-ede-principium-coverWenn man ein Blick auf das bisherige Jahr 2016 wirft, darf Chima Ede in der Liste der stärksten Newcomer auf keinen Fall fehlen. Im Umfeld von Megaloh und der Immer.Ready Crew releasete der Berliner zwei EPs, „Lebenslust“ und „2023“, die beide mal mehr, mal weniger, trappig angehaucht daherkamen. Für das neue Projekt orientiert sich der Rapper aus Berlin-Wedding wieder eher an klassischem Boom-Bap Sound. Maßgeblich daran beteiligt war sein Kollabopartner. Die Beats wurden allesamt von Ghanaian Stallion beigesteuert, der in den letzten Jahren besonders durch die beiden Megaloh-Alben, die komplett von ihm produziert wurden, im Fokus stand. Insgesamt neun Songs umfasst das neue Projekt, mit an Bord sind Musa und Megaloh.

Chima Ede & Ghanaian Stallion – „Principium“ kaufen

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 8/10
    Yannick W.: "Es hat einen guten Grund, dass sich aktuell so ziemlich alle auf Chima Ede einigen können. Als Newcomer aus dem Umfeld der Immer.Ready Crew steht er an vorderster Front einer noch ziemlich frischen Soundbewegung, gleichermaßen können sich durch Releases wie 'Principium' Freunde vom traditionellem Hip-Hop Sound mit ihm anfreunden. Sowohl was Konzeption als auch Sound betrifft, stellt die neue EP ein Prequel zu seinem Vorgänger '2023' dar. Erneut kommt die Platte unglaublich persönlich und entwaffnend ehrlich daher, verbindet das ganze mit teils roughem Battle-Rap, teils mit Gospel-Anleihen und eingängigen Gesangspassagen. Auf den Instrumentals von Ghanaian Stallion kann sich Chima so gut entfalten wie nie zuvor, zeigt seine Vielseitigkeit noch besser als auf den beiden Vorgängern. Das erste Album wird zeigen, ob er einem Titel wie "Deutschraps Zukunft" gerecht werden kann, die Chancen dazu stehen allerdings alles andere als schlecht. Achja, und was für ein kranker Megaloh-Part." - 8/10
  • 8/10
    Niko: "Starkes Ding. Der Kerl hat schon mit ein paar Nummern gezeigt, was in ihm steckt. Intelligent, zugleich auch smart und streetwise und mit politischem Blick auf Szene und Außenwelt. Die Bretter von Ghanian Stallion tun hier ihr übriges. Mag ich, bin gespannt wie es weiter geht."" - 8/10
  • 8/10
    Anna S.: "Chima Ede & Ghanaion Stallion liefern mit 'Principium' ein sehr rundes Album ab. Der Berliner rappt mit seiner markanten Stimme auf passende, entspannte und Sample-lastige Beats. Der kritische Grundtenor des Albums schwingt nicht nur in den Texten, sondern auch in Form von teils schwermütigen und teils freiheitsversprühenden Instrumentals mit. Insbesondere der Titeltrack 'Principium' schafft es die Message des Albums auf den Punkt zu bringen." - 8/10
  • 6/10
    Peter: "Nachdem Chima Ede erstmals mit seiner EP '2023' den Weg in mein Ohr fand, war ich sehr gespannt wie der Weddinger auf Oldschool Beats klingt. Beide liefern stark ab: Chima Ede rappt wütender als gewohnt und Ghanaion Stallion lässt sich nicht lumpen. Seine Beats gehören wohl zu den gefragtesten zur Zeit. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Produzent und Rapper ist stets zu fördern, genauso wie die Wahrnehmung von Produzenten in der Öffentlichkeit. Mir persönlich gefällt Chima eher auf basslastigeren 808s, aber bin auch dankbar für diese Abwechslung." - 6/10
  • 7/10
    Edoardo: "Ghanaian Stallion glänzt mit seinem klassischeren Ansatz und breitet den Teppich für das vielfältige Stimmspiel Chima Edes aus. 'Principium' gestaltet sich gerade aufgrund seines tiefen Gospel-Einflusses so interessant. Prägnante Beispiel hierfür sind meine Favoriten 'Oh Herr' und 'Mama wusste'. Und was ein Gast-Part von Megaloh!" - 7/10
  • 9/10
    Yannick H.: "Sehr starke Zusammenarbeit, deren Resultat elf abwechslungsreiche, deepe Tracks sind. 'Mama wusste es' überstrahlt für mich alles, das Zusammenspiel mit Megaloh harmoniert perfekt. Beat-technisch hat Ghanaian Stallion einen Sound konzipiert, der stark an Chima Edes bisherige Releases oder Megalohs neues Album erinnert. Zulu meets Rap, Storys, denen man gerne folgt." - 9/10
  • 7/10
    Raphael: "Eine auffallend abwechslungsreiche EP ist Principium geworden. Chima und Ghananian Stallion sind wie für einander gemacht. Die ersten beiden Tracks bringend mich wohlig kopfnickend rein; bei 'Oh Herr' kaufe ich Chima den Gospel mehr ab, als anderem Gesang der Konkurrenz. Mit 'Mama wusste' und 'Jigidem' kommen dann noch zwei richtig knackige Tracks, zum Ende werden ruhigere, poppigere Töne angeschlagen. Man merkt, dass sich Chima auf den Instrumentals wohl fühlt und sich textlich ziemlich privat und nah zeigt, das geht schon unter die Haut. Beim nächsten Mal wünsche ich mir dann aber doch mehr Banger von diesem starken Duo." - 7/10
  • 8/10
    Shana: "Die Kombination aus Chima und Ghanaian Stallion geht für mich perfekt auf. Nicht nur, dass es sich hier um einen meiner Lieblingsproduzenten handelt, auch Chima liefert ordentlich ab. Einziges Manko, das ich anzubringen habe: Es werden hier eher ernstere Töne angeschlagen, ich hätte gern einen Song gehabt, wo Chima nochmal auf die Kacke haut wie bei der '2023' EP. Das tut dem ganzen aber keinen Abbruch, sondern lässt viel eher meine Freude auf das nächste Release steigen." - 8/10
  • 8/10
    Anna G.: "Sehr gut gefällt mir, wie Chima Ede tiefgründige Inhalte in energiegeladene, beinahe aggressive Rap-Parts einbettet. Durch die unaufgeregten Instrumentals und Chimas soulige Gesangseinlagen bekommt die EP einen runden Klang. 'Mama wusste', ein Track für den Megaloh einen überkrassen Part geliefert hat, und 'Jigidem' mit Musa sind meine Favoriten." - 8/10
7.7/10

Kurzfassung

Mit ihrer gemeinsamen EP führen Ghanaian Stallion und Chima Ede schlüssig fort, was Letzterer mit der „2023“ im Frühjahr begonnen hat. Im Vergleich zum sehr modernen Soundbild des Vorgängers wird sich hier eher klassisch orientiert, auch in diesem Punkt sind wir größten Teils überzeugt.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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