Die Meinung der Redaktion zu „Prima Donna“ von Vince Staples

prima-donna-1200x627Mit seiner durch Gang-Kriminalität geprägten Vergangenheit hat Vince Staples einiges zu erzählen. Als Teil der Freshman Class des letzten Jahres erntete der junge Rapper aus Long Beach im vergangenen Jahr Lob von vielen Seiten. Die Vorschusslohrbeeren konnte er mit seinem Debütalbum „Summertime ’06“ schließlich auch einhalten. Mit dem von nüchternen, reflektierten Texten über Gewalt und Kriminalität im Viertel geprägten Doppelalbum konnte sich der Newcomer auf Anhieb Plätze in zahlreichen Jahresbestenlisten sichern. Rund ein Jahr später steht mit „Prima Donna“ das nächste Projekt in den Läden, auf der sieben Song starken EP holt sich der Earl SweatshirtKumpel musikalische Unterstützung von A$AP Rocky und Kilo Kish. Wir haben uns „Prima Donna“ angehört.

Vince Staples – „Prima Donna“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Yannick W.: "Sein Debüt lief im vergangenen Jahr rauf und runter, die düsteren Hits 'Norf Norf' und 'Lift me up' schaffen es immer noch sehr regelmäßig in meinen Player. Dementsprechend gefreut habe ich mich, als es neues Material gab. Leider reißt die neue EP mich nicht so ganz mit, wie es 'Summertime '06' tat. Generell machen auch die Songs auf 'Prima Donna' wirklich Spaß, sind absolut großartig produziert und verbreiten erneut einen düsteren Vibe, wie es kaum jemand sonst schafft. Das Problem der Platte liegt in der zu kurzen Laufzeit. Ist man grade richtig in Stimmung gekommen, da ist die EP auch schon vorbei. Diese düsteren Hoodstorys von Vince Staples funktionieren besser auf Albumlänge, als auf einer verhältnismäßig kurzweiligen EP, dennoch: Der Junge kann was und ich freue mich schon jetzt auf die nächste LP." - 7/10
  • 6/10
    Niko: "Kurzweilig, ein, zwei gute Nummern. Aber am Ende bleibt es nicht hängen. Dazu fehlt mir aber auch der Bezug zum Künstler." - 6/10
  • 9/10
    Can: "Ich habe schon damit gerechnet, dass Vince Staples EP gut wird, aber dass sie so unfassbar gut ist, hätte ich nicht erwartet. Staples rappt nicht einfach nur, er lässt verschiedene musikalische Stile in seine (leider zu kurze) Platte mit einfließen, ohne dass der Fokus auf den Kern für jemanden verloren geht. Die zwei Features Rocky und Kilo Kish wären zwar nicht nötig gewesen, geben aber mit ihrem kleinen Anteil einen guten Beigeschmack. Ich freue mich definitiv auf mehr!" - 9/10
  • 9/10
    Peter: "Düstere Melodien, tiefe Bässe und einen wütenden Vince Staples bekommen wir auf "Prima Donna". Diese EP macht keine gute Laune, will sie aber auch nicht. Der aus Long Beach stammende Rapper arbeitet mit unkonventionellen Songstrukturen, packt sehr viel Inhalt in sechs Tracks. Er rappt teilweise ohne Atempausen (Loco) über herausragende Produktion, für die sich James Blake zum Teil auf die Schulte klopfen kann. Zweifelsohne einer der innovativsten Produzenten der letzten Jahre,  fragt mal Beyoncé oder Rick Rubin. Das Release ist aus einem Guss, transportiert eine Stimmung und Botschaft. Mir fällt wenig auf über das ich meckern könnte. Diese Ignorante und unübliche Arbeitsweise weißt parallelen zu Kanye auf. Nicht ganz ohne Grund vergleicht sich Staples auf "Loco" mit Van Gogh." - 9/10
  • 8/10
    Christian: "Genau mein Geschmack! Bässe, Gitarren, Beats die im Gesamten Abwechslung mit sich bringen und ein Vince Staples, der wunderbar darauf abgeht. Meine Ohrwürmer sind 'Loco' und 'Pimp Hand'." - 8/10
  • 9/10
    Jana: "Ich hatte hohe Erwartungen an Vince Staples, da ich ihn für einen wahnsinnig talentierten Künstler halte. Ich wurde nicht enttäuscht. Tiefe Bässe, eine düstere Stimmung, schonungsloser Flow und Lyrics. Die EP ist perfekt, um die Vorfreude auf das nächste größere Projekt zu schüren." - 9/10
8/10

Kurzfassung

Mit seiner neuen EP kann Vince Staples an den düsteren, schonungslosen Vibe seines Debüts anschließen, gemeinsam mit James Blake macht der Newcomer da da weiter, wo er mit dem hochgelobten „Summertime ’06“ aufhörte. Einziger Kritikpunkt: Die zu kurze Laufzeit.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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