Die Meinung der Redaktion zu Moe Mitchells „M.O.E“

Moe-Mitchell-M.O.E.-Album-Cover-Schon seit über zehn Jahren mischt Moe Mitchell in der Deutschrapszene mit. Und das, ohne überhaupt selbst wirklich zu rappen. Entdeckt von Kool Savas himself stand der Sänger längere Zeit bei dessen Label Optik Records unter Vertrag und war unter anderem auf den „John Bello Story“ Mixtapes mit zahlreichen Features vertreten. Der wohl bis heute bekannteste Beitrag des gebürtigen Bremerhaveners stellt die Hook des Titelsongs vom Labelsampler, „Das ist O.R.“, dar. Jetzt steht nach dem Solodebüt „MMS“ die zweite Platte an. Mit „M.O.E.“, kurz für „Music over Everything“, erscheint zum ersten Mal ein Release ohne Savas um Rücken, die neue Labelheimat von Moe Mitchell stellt das Independent-Label Etwas Echtes dar. Mit einem Feature ist sein Entdecker trotzdem noch vertreten. Wir haben uns den Zweitling vom R’n’B Sänger angehört.

Moe Mitchell – „M.O.E“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 4/10
    Clemens: "Hmmm. Mein Geschmack hat Moe Mitchell mit dem Album leider nicht getroffen. Für mich klingt das ganze leider nach einem Einheitsbrei der nach Kitsch und Phrasendrescherei trieft. Lediglich der Song "JA!" konnte sich zum Ende hin von der Masse absetzen, was leider zu spät kam und auch nur die Ausnahme darstellte." - 4/10
  • 5/10
    Yannick W.: "Mit deutschem R'n'B ist es ja immer so eine Sache, nur ein Hand voll Künstler schafft es, das hier richtig gut umzusetzen und mehr zu bieten als nur eine gute Stimme. Jedoch hört es bei 'M.O.E' in vielen Songs eben bei dieser auf. Singen kann Moe Mitchell, das hat er in den letzten zehn Jahren bewiesen, auch an den Beats gibt es nichts zu meckern, handwerklich ist das alles auf hohem Niveau und geht meist gut ins Ohr. Das Problem an der Platte liegt im Inhalt, allzu oft verfällt er mir in Phrasen, der Kitschfaktor überwiegt auf den meisten Songs. Einige Ausreißer nach oben können das Gesamtbild da leider auch nicht retten. - 5/10
  • 5/10
    Philip: "Moe Mitchell macht R & B und R & B ist in Deutschland immer schwer. Da besteht einfach wenig Interesse an deutschsprachiger Musik. Moe Mitchell ist mir trotz versuchter Missachtung dieser Vorurteile und trotz der Tatsache dass er eine gute Stimme hat jedoch viel zu kitschig in seinen Aussagen und das Ganze wirkt mir zu platt. Ich kann außer mit dem Intro Track „M.O.E“ wenig damit anfangen und mir das auf Albumlänge zu geben finden ich zu anstrengend." - 5/10
  • 4/10
    Kevin: "Ich bin mir sicher, dass einem dieses Album gefallen wird, wenn man Moe Mitchell schon zu Optik-Zeiten gefeiert hat. Mich holt das Album leider nicht ab. Ein paar Hooks gefallen mir und die Beats gehen mir zu großen Teilen auch sehr gut ins Ohr. 'Meine Stadt 3' treibt mir aber die Schamesröte ins Gesicht – gerade, wenn man besungene Stadt etwas kennt. Allerdings werde ich nun an auch jedes Mal einen Ohrwurm haben, wenn ich das Ortsschild sehe. Well done, Moe, well done." - 4/10
  • 6/10
    Shana: "Ich mag Moe Mitchell wirklich. Außer dass sie eben nicht meinen Geschmack trifft, kann ich auch an seiner Musik absolut nichts schlechtes kritisieren. Solides Ding, das sicherlich seine Hörerschaft findet." - 6/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Unbestritten ein begabter Sänger, den ich jedoch wegen der recht einseitigen Auswahl an Themen kritisieren muss. Dennoch verdient das ehemalige Optik Records-Signing für seinen angenehm anzuhörenden Wechsel zwischen Gesang und Rap eine Einordnung im oberen Mittelfeld." - 7/10
  • 4/10
    Freddy: "Moe Mitchell ist zurück mit gewohnt souveräner gesanglicher Leistung. Es steht für mich auch nicht zur Debatte, ob er sein Talent auf „M.O.E.“ gekonnt einsetzt. Allerdings bin ich persönlich weder Fan von R’n’B auf Deutsch noch von seiner relativ hohen Stimmlage. Der Inhalt der Platte ist mir zu cheesy und gefühlsduselig. Allerdings ist das natürlich auch ein Stilelement. Mein Highlight ist „Back zum Anfang“. Mehr davon und mich catcht die Platte." - 4/10
5/10

Kurzfassung

Mit „M.O.E“ liefert Moe Mitchell ein handwerklich starkes R’n’B Album ab, das besonders von seinem Gesangstalent und den Beats getragen wird. Dennoch kann uns sein Zweitling aufgrund des platten Inhalts und der mangelnden Themenauswahl nicht komplett überzeugen und platziert sich eher im unteren Mittelfeld.

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