Die Meinung der Redaktion zu Milonairs „Milominati“

milominati-400x400Knapp zwei Jahre nach seinem Debüt „AMG“, kurz für „Ausländer mit Geld“, zeigt Milonair aus Hamburg sein zweites Album. Die Platte hört auf den Titel „Milominati“ und erscheint erneut bei den Azzlackz. Dementsprechend ebenfalls auf der Platte vertreten ist Labelboss Haftbefehl, der gleich zwei Features abliefert. Und auch ansonsten hat er sich mehr als ansehnliche Gastbeiträge für seinen Zweitling organisiert, mit an Bord sind Kool Savas, Karate Andi, Sido, Mosh36Olexesh und Manuellsen. Wir haben uns „Milominati“ genauer angehört.

Milonair – „Milominati“ kaufen
Das sagt die BACKSPIN GANG!
  • 7/10
    Philip: "Die Beats auf dem Album gefallen mir seht gut. Kommt alles sehr authentisch rüber und Milo hat seinen eigenen Style. Mir ist der Rap nur etwas zu einfach gehalten und die Vergleiche sind teilweise sehr platt." - 7/10
  • 6/10
    Clemens: "'Milominati' kann zweifelsohne großartige Produktionen vorweisen und auch die Featuregäste können überzeugen. Streckenweise hatte ich aber das Gefühl, dass Milonair denen nicht ganz gerecht werden kann. Thematisch gibt es, vielleicht bis auf 'Dieses Dasein', keine großen Ausflüge, die ich aber auch nicht erwartet habe. Milo liefert mit seiner zweiten Platte ein durchschnittliches Straßenrapalbum ab, was ich schade finde, da mehr Potenzial vorhanden ist." - 6/10
  • 7/10
    Niko: "Vielleicht ist es mein Hamburger Lokalpatriotismus oder die Freude, die ich am ersten Album von Milonair hatte, aber auch trotz aller mitunter sicher auch berechtigter Kritik an ihm und seiner Performance trifft Milo bei mir einen Nerv, der auch dieses Album wieder zu einer runden Sache für mich macht - inklusive Classic-Punchlines." - 7/10
  • 7/10
    Shana: "Das ist das erste Album, das ich mir auch in Länge anhören kann von Milo, ich fand ihn lange sehr stumpf, aber mit 'Milominati' hat er sich echt gesteigert. Immer noch keiner meiner Top-Künstler, aber kann man sich definitiv mal geben" - 7/10
  • 6/10
    Freddy: "Grundsätzlich ist 'Milominati' insgesamt eine in sich stimmige Platte. Inhaltlich ist mir das persönlich jedoch zu monothematisch. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass genau dieser Eindruck von den erstklassigen Feature-Gästen und hochwertigen Produktionen gekonnt abgemildert wird. Am Ende wünsche ich mir allerdings konkret vom Protagonisten des Produkts, Milonair, einfach mehr inhaltliche und raptechnische Vielfalt.“ - 6/10
  • 7/10
    Yannick W.: "In meinen Augen das vielleicht bisher am besten Produzierte Album des Jahres, die Beats knallen einfach so dermaßen. Damit hat Milo sich allerdings auch selber eine kleine Falle gestellt, auf 'High & Rolle' geht er auf dem Farhot-Beat neben Hafti einfach gnadenlos unter. Trotzdem muss man ihm zu Gute halten, dass die Entwicklung von 'AMG' zur neuen Platte mehr als deutlich ist. In der Summe ist 'Milominati' ein gelungenes Straßenrapalbum, das zwar keine Berge versetzt aber für kurzweilige Unterhaltung wirklich taugt. - 7/10
  • 4/10
    Kevin: "Für jeden, der sich fragt, was sich lyrisch so auf 'Milominati' abspielt, empfehle ich den Song 'Alle spucken Töne' mal kurz anzuspielen. Viel mehr als plumpe Ansagen bekommt man von Milo zumeist nicht zu hören. Natürlich könnte das funktionieren – tut es bei vielen Anderen ja auch – leider fehlt Milo mir dafür auf diesem Album das Potenzial Catchphrases zu kreieren. Das, was ihm bei mir mit "Bleib mal locker lan" gelungen ist, klappt dieses Mal nicht so recht. Die Featureliste lässt sich sehen, allerdings können die Gäste mir nicht weiß machen, dass sie sich dafür extrem viel Mühe gegeben haben, als wären sie Malermeister #Savasvoice. Mit Ausnahme von Karate Andi wird man größtenteils enttäuscht, da große Namen natürlich auch große Erwartugen wecken. Zu behaupten, dass der Hamburger sich nicht an Themen versucht, wäre allerdings auch falsch. Allerdings kommen vor allem dann seine Schwächen zum Vorschein, wenn dem Beat die aggresiven Synthies fehlen und der Text den Song tragen muss. 'Alltag', 'Revolver glänzt' und 'Ghettoliebe' gefallen mir. Gerade 'Ghettoliebe' kommt mit Ohrwurmhook für den Sommer." - 4/10
  • 8/10
    Yannick H.: "Dem Azzlack zunächst mit Skepsis gegenüber gestanden, muss ich nun sagen, dass Milonair mich positiv überrascht hat. Zu 'logischen' Kollaborationen mit Baba Haft, Mosh36 und Olexesh gesellen sich die Zusammenarbeiten mit Savas und Karate Andi, die mich vollends überzeugt haben. Auch wenn sich 'Milominati' teilweise in zu viel Dealen und Cannabis-Konsum verliert, bleibt unterm Strich ein Album, das nicht nur den Jüngern des Azzlack-Camps schmecken dürfte." - 8/10
  • 5/10
    Zino: "Irgendwie mag ich Milo ja. Er weiß auf jeden Fall schon was er macht - abholen kann mich 'Milominati' trotzdem nicht komplett. Eine Hand voll Songs hat es mir dann doch ein bisschen angetan - insbesondere 'Alltag' mit Karate Andi. Ab in die Playlist." - 5/10
6.3/10

Kurzfassung

Mit „Milominati“ kann uns Milonair teilweise überzeugen, Abzüge gibt es allerdings für die sehr eingeschränkte Themenauswahl und das fehlende Alleinstellungsmerkmal. Trotzdem reicht es, Dank starken Produktionen und dem Unterhaltungsfaktor, den das zweite Album des Azzlackz mit sich bringt, für eine ansehnliche Wertung im Mittelfeld. Eine Steigerung zum Vorgänger ist auch erkennbar.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

1 Comment

  1. Haine

    8. Juni 2016 at 9:33

    Bei euch schneidet ein Milo 0,5 Punkte besser ab als ein Nazar, der raptechnisch in einer ganz anderen Liga spielt. Wie begründet ihr das? Woran macht ihr eure extrem subjektiven Meinungen jedesmal fest? Früher wart ihr mal ein richtiges Hiphop Mag, dass sich selobst gegenüber der Juice dadurch abhob, einen noch stärkeren Bezug auf die Hiphop-Kulutr zu haben. Mittlerweile wird das aber leider zu einer Farce, was ihr hier abliefert. Niko, ist dass wirklich die Entwicklung die du wolltest? Mir ist klar, dass ihr euch anpassen müsst, und dass das Business nicht einfacher wurde. Aber in meinen Augen heißt anpassen nicht verbiegen!

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