Die Meinung der Redaktion zu Megalohs “Regenmacher”

Mit “Endlich Unendlich” gab Megaloh 2013 seinen Einstand beim Major, vor einer Woche zeigte der Moabiter schlißelich den Zweitling bei Max Herres Label “Nesola”. Im Vorhinein zeigte sich schon, dass die Erwartungshaltung an “Regenmacher” alles andere als gering war, aber immerhin kündigte Megaloh das Album auch ganze neun Monate vor Release an. Mit dabei auf der Platte sind neben Labelchef Max Herre auch Jan Delay, Tua, MoTrip, Joy Denalane, Maxim, Trettmann, Musa, Patrice, ASD, und Gentleman. Produziert hat die gesamte Platte Ghanaian Stallion. Ob “Regenmacher” unsere Erwartungen erfüllen konnte, gibt’s hier zu lesen:

  • 10/10
    Shana: "Was Mega erzählt, geht unter die Haut. Definitiv eines der besten Alben des Jahres, wenn nicht sogar das Beste" - 10/10
  • 8/10
    Aron: "Sehr poetisches, lyrisch starkes Album, sowohl was die Bilder und das Vokabular angeht, als auch die komplexen Reimstrukturen. Was den Umgang mit der deutschen Sprache angeht ist die Messlatte mit „Regenmacher“ daher schon einmal hoch angesetzt worden. Musikalisch jedoch ist es leider nicht ganz mein Geschmack, einige Featureparts sind mir zu belanglos (Gentleman, Jan Delay). Gegen Bläser in Rapsongs bin ich außerdem allergisch und mit diesen ist man hier durchgehend konfrontiert. Alles in allem großes Werk von Megaloh, er wird immer besser und reift großartig." - 8/10
  • 9/10
    Yannick H.: "Für den Nachfolger des von allen Seiten angepriesenen „Endlich Unendlich“ verwendet der Moabiter teils exotische Beats, es scheint gar, als wäre Megaloh in den Reggae-Topf gefallen. Schuster, bleib bei deinem Leisten? Von wegen. Mit einem neuen, erfrischenden Sound, weiß mich der Berliner (fast) vollends zu überzeugen, ein wenig Luft nach oben sei ihm aber noch zugestanden." - 9/10
  • 9/10
    Elena: "Wie so oft, die Mischung macht's! Und die stimmt auf "Regenmacher" perfekt: Der Mix aus Positivem und Negativität , aus Soul und Härte. Mein persönlicher Lieblingsanspielpunkt: "Zapp Branigan" - 9/10
  • 8/10
    Niko: ""Das ist schon echt ein starkes Album. Sehr stimmig. Ich mag es, wenn Sachen wie aus einem Guss klingen. Es gibt zwar im Mittelteil zwei, drei Nummern, die schwerer eingängig für mich sind, aber dafür kommt Mega hier auch mit Brettern, die ich echt feiere. In die Fresse, aber ohne Anschreien." - 8/10
  • 8/10
    Luisa: "Ich finde das Album sehr gelungen und abwechslungsreich. In Sachen Flow und Skills, machen Megaloh nur wenige etwas vor. Ich hätte mir nur noch ein wenig mehr Power hinter dem einen oder anderen Track gewünscht." - 8/10
  • 9/10
    Zino: "Ich bin nicht der ganz große Megaloh-Fan, aber mit dem Album hat er, meiner Meinung nach, alles richtig gemacht. Obwohl die Featureliste sich zuerst ein bisschen zu lang liest, fällt das auf dem Album überhaupt nicht negativ auf. Im Gegenteil. Es gibt viel Abwechslung und die Gastparts beschränken sich auch oft "nur" auf Hooks - das heißt Mega kommt selbst oft genug zum reden. Die Beats klingen alle wie aus einem Guss und machen das Album einfach wahnsinnig rund. Mit "Wohin" hat Megaloh den ersten nicht peinlichen oder aufgesetzt wirkenden Song über die Flüchtlingsthematik gemacht, die Deutschland gerade beherrscht und das er technisch einer der allerbesten ist, muss man glaube ich nicht mehr erwähnen. Es gibt nur zwei Songs, die mir nicht so gut gefallen wie die anderen, das liegt aber eher an meinem subjektiven Geschmack. "Zug", "Ernte Dank", "Graulila" und natürlich "Wer hat die Hitze" landen direkt in meiner Favoritenplaylist und laufen seit Release auf Repeat. Kann mir auch nicht vorstellen, dass sich das so schnell ändert. Für mich ist Mega mit "Regenmacher" der erste ernsthafte Anwärter auf das beste Album 2016." - 9/10
  • 10/10
    Yannick W.: "Selten bekommt man solche Alben wie "Regenmacher" zu hören. Auch wenn sich das Album bei zahlreichen Genres von Trap über Soul und Reggae bis hin zu Big.Band Sounds bedient und eine sehr lange Featureliste aufweist, bleibt der Fokus immer auf dem wichtigsten: Megaloh selbst. In Sachen Skills kann man Mega zu der absoluten Speerspitze im Deutschrap zählen, viel wichtiger sind hier aber die mitreißenden Geschichten, die erzählt werden, besonders "Alles anders" mit Max Herre und "Wohin" haben mich wirklich richtig beeindruckt. "Regenmacher" ist eine Platte für die man sich ein wenig Zeit nehmen sollte um es an einem Stück durchzuhören, so funktioniert es am besten. In meinen Augen ohne Zweifel das bisher beste Release das Jahres, mal sehen, ob das die nächsten Monate so bleibt. Die Messlatte liegt auf jeden Fall hoch. - 10/10
  • 8/10
    Niels: "Megaloh wird den zahlreichen Vorschusslorbeeren gerecht. Das neue Album klingt groß und äußert musikalisch. Auch thematisch bekommt der Megaloh-Fan, was er erwartet. Hiermit kommen wir wahrscheinlich zum einigen Kritikpunkt. Es fehlt leider ein wenig an Überraschungen, die hängen bleiben. - 8/10
  • 7/10
    Edoardo: "Einer der wenigen Rapper, der den Spagat zwischen krassen Skills und echtem Tiefgang schaffen. Wahnsinns Stimme, richtig in Szene gesetzt, Features passen gut. Die Produktionen wirken an manchen Stellen uninspiriert und lasch, das bin ich von Ghanaian Stallion sonst nicht gewohnt. Megalohs nachdenkliche, phlegmatische Art ist mir sympatisch, aber die Leichtigkeit auf Regenmacher fehlt mir schon. - 7/10
  • 9/10
    Sarah: "Endlich mal wieder ein Album, dass ich rauf und runter höre ohne schlechte Ausreißer zu finden. Sprachlich hervorragend und so dicht, dass man mit dem Nachsinnen der Bilder, die Megaloh von sich gibt, nicht hinterherkommt und so das Lied (Als Beispiel: Blaue Aurora) immer und immer wieder hört und sich denkt: Ich verstehe was er meint, aber das Bild ist zu krass, zu neu, zu geil. Tolle Features (Max Herre, Musa,ASD) geben dem Album einen zusätzlichen Glanz." - 9/10
9/10

Kurzfassung

Der Begriff “Album des Jahres” fällt in unserem Soundcheck mehr als nur einmal. “Regenmacher” kann die BACKSPIN Gang nahezu komplett überzeugen, lediglich, dass das Album mit keinen Überraschungen auftrumpfen kann, wird bemängelt. Für einen guten Platz in den Jahresbestenlisten wird es für Regenmacher im Dezember trotzdem sicherlich reichen.

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Ich kann quasi nur über Musik reden...
Hanfosan

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