Die Meinung der Redaktion zu Massivs „Raubtier“

massiv-raubtier 475Mit der Ankündigung seines zwölften Soloalbums sorgte Massiv für ein paar Fragen. Noch vor rund einem Jahr hatte der Berliner angekündigt, sich von seinen früheren Releases und Inhalten zu distanzieren, auch der Schriftzug „Al Massiva präsentiert“ solle nie wieder auf einem seiner Cover prangen. Nach nur einem Album schien der mit „Ein Mann ein Wort 2“ eingeschlagene Pfad wieder zunichte gemacht. Massiv wollte erneut sein inneres „Raubtier“ auf die Szene loslassen. Im Laufe der Promophase zeigte sich dann: Der Sound des neuen Projekts werde zwar nach vorne gehen, inhaltlich bleibt Massiv aber weitestgehend friedlich, lediglich die Rapszene wird das ein oder andere Mal zum Ziel des Berliners. Auch für reichlich prominente Unterstützung hat er gesorgt, mit dabei sind Kollegah, Farid Bang, Summer Cem, KC Rebell, MoTrip, ManuellsenRAF Camora und Eko Fresh. Bleiben also nur noch zwei Fragen zu klären: Wer findet den kreativsten Verwendungszweck für das in der Box enthaltene Blut und wie gut ist das Album wirklich?

Massiv – „Raubtier“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Shana: "Na, wahnsinnig innovativ ist das jetzt nicht, aber wer das erwartet hat, hat wahrscheinlich einfach die falsche Erwartungshaltung. Der Schuster bleibt bei seinen Leisten." - 7/10
  • 6/10
    Philip: "Raubtier ist ein solides Strassenrapalbum. Ich kann dem Rapstyle von Massiv nur nicht allzu viel abgewinnen. Da fehlt mir die Abwechslung und ich finde das variiert viel zu wenig im Flow und die Beats sind auch größtenteils nicht mein Fall. Allerdings finde ich, dass der Track mit Eko Fresh da eine Ausnahme darstellt und den Beat von 'Killer' finde ich auch killer. Qualität ist dem Album an der einen oder anderen Stelle also nicht abzusprechen." - 6/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Ich bin wahrlich kein Fan von Massiv, doch eine gewisse Qualität kann ich seinem neuestem Werk dann doch nicht absprechen. Ein kluger Mix aus ruhigen und nach vorne preschenden Beats und die große Bandbreite an Features, darunter Raf Camora, Eko Fresh und Kollegah, ergeben ein Album, das mich zu weiten Teilen nicht langweilt. Positive Überraschung!" - 7/10
  • 6/10
    Niko: "Massiv halt. Weniger brachial, aber nicht minder kraftvoll in Stimme und Performance. Eine Featureliste, die sich wie eine VIP-Lounge der (Straßen)-Rapper des Landes liest und moderatere Inhalte bringen ein Album auf den Tisch, das auch dank der Gäste gut funktioniert, wenn man weiß worauf man sich einlässt. Verschwörungstheorien mal ausgeklammert." - 6/10
  • 4/10
    Yannick W.: "Massiv war mir schon immer zu viel Pathos. Auf 'Raubtier' bekommt man nicht wirklich innovative Musik geboten - nicht, dass ich das nach so vielen Jahren von Massiv erwartet hätte - allerdings fehlt auf den 15 Songs einfach Abwechslung. Die Beats, wenn auch gut produziert, wechseln sich nur ab zwischen Banger und Straßenmelancholie und die Inhalte kommen oft recht platt und mit vielen Worthülsen daher. Alles in allem ist mir 'Raubtier' einfach zu monoton und oft zu gewollt wortgewaltig. Mit "WDMIMGK2" und "Die Straße hat mich nie geliebt" sind allerdings zwei durchaus ahnbare Tracks dabei." - 4/10
  • 5/10
    Freddy: "Massiv klingt nachdenklich aber kämpferisch. Dazu hat er sich passende Beats gepickt und Features ausgewählt. Die auf der Platte vermittelte Stimmung wird von Track zu Track stringent verfolgt, stellt für mich aber nichts Neues im Schaffen Massivs dar. Mein Favourite ist 'Die Straße hat mich nie geliebt'. Dem Titel entsprechend würde dem Album aber einfach mehr Biss gut tun. 'Raubtier' klingt in seinen Einzelteilen zu ähnlich." - 5/10
5.8/10

Kurzfassung

Mit „Raubtier“ kann Massiv uns teils mehr, teils weniger überzeugen. Wer eine großartige Weiterentwicklung des Berliners erwartet, dem sei von der Platte abgeraten, dennoch liefert er ein qualitatives gutes Straßenrapalbum ab.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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