Die Meinung der Redaktion zu „Live Fast Die Young“ von Private Paul & Rotten Monkey

private-paul-rotten-monkey-live-fast-die-young-coverDer Titel des Debüts von Private Paul, „Emopunkrap“, der auch gleichzeitig seinem Label einen Namen einbrachte, zeigt schon, was man von dem neuen Album von ihm und seinem Labelkollegen Rotten Moneky erwarten kann: Es wird düster – sowohl musikalisch, als auch textlich. Auf insgesamt 20 Tracks, allesamt produziert von Private Paul selbst äußert das Duo jede Menge Unmut gegen alles und jeden. Ob es nun die Gesellschaft, die Politik, die Rapszene oder sogar die Protagonisten selbst sind, in der einen Stunde Laufzeit werden zahlreiche wütende Töne angeschlagen. Beim „Chillen mit den Arbeitslosen“ stoßen die Ex-VBTler Dollar JohnDuzoe und Scotch dazu, außerdem gibt es auch einen Gastpart von Prezident zu hören. Wir haben uns Gedanken zu „Live Fast Die Young“ gemacht.

Private Paul & Rotten Monkey – „Live Fast Die Young“ kaufen

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 6/10
    Niko: "Intelligente Texte, düstere Stimmung, aber irgendwie fehlt mir der Zugang. Kann nicht mal genau sagen warum: Vielleicht ist es einfach Stimmenfarbe oder Betonung. Denn inhaltlich geht da schon mehr als in der breiten Masse..." - 6/10
  • 6/10
    Yannick H.: "Private Paul und Rotten Monkey skizzieren ein Bild der Perspektivlosigkeit, passend zum ‘Emopunkrap‘ - ein Begriff, mit dem Ersterer seine Art der Musik selbst beschreibt. Eine düstere Sicht auf die Welt und ihre Bewohner, Frustation en masse, dazu das Hadern mit dem Leben und die Konfrontation mit dem Tod – Themen, die nicht jedem schmecken. So auch nicht mir, zumindest nicht 20 Tracks lang. Dennoch eine solide Leistung." - 6/10
  • 7/10
    Arne: "Wenn man Private Paul und Rotten Monkey so zuhört, wie sie mit ihrem Menschenhass auf den Beats apokalyptisch reiten, wünscht man sich ein neues JAW-Album. Und das ist ein großes Kompliment." - 7/10
  • 8/10
    Yannick W.: "Ein unglaublich intensives, packendes Stück Musik. Auf den 20 Songs wird sich Zeit genommen, um den Hörer durch die eigene - oft ziemlich verstörte, depressive und düstere - Gedankenwelt zu führen. Das Erzähltempo ist nicht unbedingt sehr rasant und dennoch verdammt packend. Die gute Stunde Laufzeit vergeht beim Hören wir im Flug. Ähnlich wie schon bei Prezidents 'Limbus', der auch auf diesem Album einen starken Auftritt hinlegt, kommt eine wahnsinnig dichte Atmosphäre auf, die so zu faszinieren weiß, dass nach einem Durchgang automatisch auf Repeat gedrückt wird. Dabei wird vom Hörer allerdings permanente Aufmerksamkeit eingefordert, mit 'Live Fast Die Young' ist ein Album entstanden, das man nur schwer nebenbei hören kann. Ganz ohne Zweifel eins der stärksten Untergrund-Releases des Jahres." - 8/10
  • 7/10
    Peter: "Das Cover verrät dir schon im Laden womit du es zu tun bekommst. Passend zum Ende des Sommers releasen Private Paul und Rotten Monkey ein düsteres, atmosphärisches Album. Ich bin, obwohl es nicht meinen Geschmack trifft, beeindruckt. Ob ich es mir öfter anhören werde? Schwer zu sagen. Das liegt weniger an der Qualität der Musik, als an seiner Tiefe. Kurz zwischen zwei Terminen "Live Fast Die Young" in der U-Bahn hören halte ich für keine gute Idee." - 7/10
  • 8/10
    Shana: "Welcher Rapper ist most underrated in Deutschland? Ja, genau: Private Paul. Mit 'Live fast die young' wird bewiesen, wie gut er in Kombination mit Rotten Monkey funktioniert. Man muss natürlich bedenken, dass bei diesem Team kein gutgelauntes Sommer-Album entsteht, sondern viel eher Anspielstationen für die dunklen Tage. Dafür aber welche von enorm hoher musikalischer Qualität. Zu viel verraten will ich jetzt auch nicht, aber wer auch immer das hier liest: Sei mal so gut und gönn dir dieses Album." - 8/10
  • 7/10
    Ivan: "Ich habe vor 'Live fast die young' leider noch keine Songs von Private Paul oder Rotten Monkey gehört und stelle mir die Frage, woran das nur gelegen hat. Denn mit diesem Album holen mich die beiden Rapper sofort ab. Die düstere Stimmung der Produktionen passen perfekt zu den inhaltlich starken Texten. Die Tracks 'Drogensumpf', 'Vergiss den Rest' und 'Vier Fäuste' sind meine Favoriten und der Grund weshalb ich das Album gleich nochmal hören werde. Ich bin gespannt was in Zukunft von Private Paul und Rotten Monkey noch kommen mag." - 7/10
7/10

Kurzfassung

Mit ihrem Kollaboprojekt schaffen Private Paul und Rotten Monkey ein düsteres Untergrundalbum, das zwar die volle Aufmerksamkeit des Hörers fordert, gleichzeitig aber auch mitreißen kann, wenn es diese bekommt.

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