Die Meinung der Redaktion zu „Kush Hunter“ von Plusmacher

Wenn einer weiß, wie man sich auf dem Markt etablieren kann, dann wohl der Plusmacher –  der Name kommt nicht von irgendwo. Vor rund fünf Jahren mit seiner „Bordsteinwirtschaftslehre“ gestartet, kam der Wahlberliner aus Magdeburg vor rund einem Jahr bei Bonns Birra Xatar unter und setzte mit „Die Ernte“ den Startpunkt für dessen zweites Label Kopfticker Records. Rund ein Jahr später ist bereits die nächste Platte fertig, dieses Mal ist er als „Kush Hunter“ unterwegs. Dabei widmet er sich dem neben der Musik wohl ebenso lukrativen Geschäft mit Weed – es muss ja immer Plus gemacht werden. Produziert wurde die Platte dabei komplett von The Breed, neben dem Botanikker sind auch Herzog und Olexesh mit an Bord. Wir haben das vierte Album vom Plusmacher besprochen.

Plusmacher – „Kush Hunter“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Yannick W.: "Die Wortspiele, die allein sein Künstlername hergibt, hören einfach nicht auf, mir Spaß zu bereiten. Und auch sonst ein absolut leicht verdauliches, smoothes und sehr entertainendes Album. Geschuldet ist das primär der der charmant-ignoranten Performance auf den 15 Songs, auch die durchweg gelungenen, ihm auf den Leib geschneiderten Instrumentals tragen einen großen Teil dazu bei. Da macht es auch nichts, dass mir die Bezugsebene bei den Inhalten fehlt und nicht alle Vergleiche oder Konzepte auf der Platte unbedingt neu sind, siehe 'Maria'. Denn am Ende ist 'Kush Hunter' ein kurzweiliges, bestens entertainendes Album ohne jeglichen Qualitätsabfall - und genau damit das, was es auch sein will." - 7/10
  • 8/10
    Flo: "Der Macher mit dem Plus ist zurück und liefert genau das, was man auch erwartet hat: Feinstes musikalisches Hase. Klar, wer thematische Abwechslung auf 'Kush Hunter' sucht, der wird jäh enttäuscht. Auch auf Album Nummer vier wird hauptsächlich Kush gepafft, Para gemacht und manchmal auch ein bisschen gefickt. Passend dazu ficken vor allem auch die Beats – eine Boom Bap- und Westcoast-lastige Mischung aus professionell produzierten Bangern. Teilweise geht es sogar ziemlich funky zu, bei 'Dopedealer' zum Beispiel – eine kleine Reminiszenz an Zapp und Roger Troutman, wenn man so möchte. Mein Highlight dabei: 'Nightliner'. An anderer Stelle hingegen wird’s dann doch ein wenig monoton, aber siehe oben. Benz-Fenster runter, Dübel angezündet, der Frühling kann kommen." - 8/10
  • 6/10
    Anna S.: "Sehr entspannter und federnder Sound - Die Symbiose aus sanftem Boom-Bap und der Kush-Thematik ist nicht umsonst derart erprobt. Plusmacher schafft es ein Album mit der Erntezeit und dergleichen Inhalten zu füllen, ohne es einseitig zu verbalisieren. Stellenweise tauchen bekannte und teils verbrauchte Vergleiche oder Aufmachungen, wie auf 'Maria', auch ihren Weg auf die Platte - Dem gegenüber steht allerdings die klassische und stilechte Soundkulisse." - 6/10
  • 7/10
    Shana: "Ich finde beim Plusmacher immer wieder faszinierend, dass er seit Ewigkeiten fast ausschließlich über die selbe Thematik rappt und mich dennoch nicht eine Sekunde langweilt. Props an dieser Stelle für die Kreativität. Funfact am Rande: 'Kush Hunter' ist mein neues Album für McFit, probiert's mal aus." - 7/10
  • 6/10
    Cedric: "Plusmacher liefert mit Kush Hunter ein grundsolides Album. Die Beats sind einwandfrei und innerhalb der 'boombapigen' Ästhetik abwechslungsreich. Die Reime und Flows sind ebenso hochwertig. Mein einziges, aber größtes Manko an dem Album ist nur, dass mir auf den 15 Liedern Abwechslung oder Innovation fehlen. Auf wie viele neue Arten und Weisen kann man darüber Rappen, wie man Gras verkauft? Schwierig. Plusmacher riskiert und experimentiert mir persönlich auf dem Album zu wenig. Er bleibt seinem altgewohntem Klang eben treu. Das mag für eingefleischte Fans optimal sein, mir ist das aber auf Albumlänge nicht genug." - 6/10
  • 8/10
    Yannick H.: "Die Ernte ist eingefahren, jetzt wird erst so richtig losgelegt. Im Vergleich zum Vorgängeralbum hat sich Plusmacher auch nochmal gewaltig gesteigert, auch wenn die Thematik die altbekannte bleibt. Diese kann er jedoch streckenweise sehr innovativ bzw. kreativ in Worte fassen. Tracks wie 'Machen Plus', 'Erste Blüte' und vor allem 'Hunnies' gehen direkt ins Ohr. The Breed hat dem gebürtigen Magdeburger einen maßgeschneiderten Sound erstellt, der gepaart mit Plusis Grundaggressivität den Straßenrap-Charakter perfekt erfüllt." - 8/10
  • 5/10
    Sara: "Ja, schwierig eine Meinung zu etwas abzugeben, zu dem man überhaupt keinen Zugang hat. Ich verstehe, wieso viele Plusmacher feiern. Meinen Humor treffen die Lyrics leider nicht wirklich und auch mit Kiffen habe ich nichts am Hut. Abgesehen von den Beats, kann ich der Mukke leider nichts abgewinnen. Es findet schon seine Abnehmer, von daher alles cool." - 5/10
  • 6/10
    David: "Plusmacher ist einer der Wenigen, die es schaffen die Kiffer-Thematik auf eine so coole Art rüberzubringen, wie es kaum jemand anderes schafft. Zum Einen liegt es an seiner humorvollen, aber dennoch straighten Art und zum Anderen an den Beats die sich alle etwas schmutzig anhören. Man merkt, dass Plusi nicht verkrampft versucht Musik zu machen, sondern einfach nur macht. Und genau diese Lockerheit verschafft der Platte einen besonderen Charme. Insgesamt ein Album mit wenigen Tiefpunkten, aber leider gibt es auch nicht die großen Höhepunkte." - 6/10
  • 7/10
    Peter: "Trotz einer erfolgreichen 'Ernte' ist der wahllichtenberger Plusmacher weiter auf der Jagd. Obwohl die Thematiken, die er berappt anderes erwarten lassen,scheinen alle seine Sinne geschärfter. Die Lyrics, Beats und seine Inhalte sind alle noch etwas punktierter als auf seinem Vorgänger, der meiner Meinung nach gegen die Eintönigkeit kämpfte. Obwohl ich mich doch schon an dem Alltag des gebürtigen Magdeburger satt hörte, verpackt er die seine Geschichten spannend genug,dass ich ihm gerne nochmal zuhöre." - 7/10
6.7/10

Kurzfassung

Nach dem erfolgreichen Einstand bei Xatars Kopfticker Records bietet auch „Kush Hunter“ wieder eine Menge Entertainment. Wermutstropfen sind dabei allerdings die einseitige Thematik und sich teils wiederholende Konzepte.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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