Die Meinung der Redaktion zu „I Love 2 Hate“ von Marz

marz-i-love-2-hateAuf der Rap-Bildfläche erschienen ist Marz erst vor einigen Jahren. Als Teil der Stuttgarter Crew Wirscheissengold konnte er gemeinsam mit Kumpel Sickless, der sich auch im VBT recht gut schlug, einige Achtungserfolge erzielen. Mit „I love 2 hate“ gab es dann das erste Album zu hören. Nachdem er auf dem letzen Mixtape „Hoes. Flows. Kollabos“ bereits seine gute Vernetzung in deutschen Raplanden unter Beweis stellte, kommt die neue Platte nur mit drei Features aus dem Umfeld der Crew daher: Johnny RaketeLakman und – was wartende Fans besonders freuen dürfte – ein Auftrit von Kamp. Wie die vertretenen Namen andeuten, hat man es eher mit der klassischen Hip-Hop Platte zu tun, wer es als physische Version sein Eigen nennen will, muss sogar ganz traditionell zur Vinyl greifen. „I love 2 hate“ erscheint über das eigene Label Wirscheissengold.

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Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 5/10
    Edoardo: "Marz‘ Neueste umreißt genauestens das Bild eines Realkeepers anno 2016: Reich an Cuts und Referenzen an die eigenen Wurzeln, über weite Strecken aber zu brav und zahnlos. Ein Schmuckstück für Liebhaber - für mich plätschert es stimmig im Hintergrund." - 5/10
  • 4/10
    Christian: "Die Beats sind jazzig, die Feautres bekannt in der Szene, die Lyrics annehmbar und totzdem konnte mich das Album nicht überzeugen. Tut mir leid Marz, im Gesamten betrachtet ist es einfach nicht mein flavour. Bedeutet aber nicht, dass ich dir keine breite Hörerschaft wünsche, die deine Musik feiert, denn bemüht hört sich 'I Love 2 Hate' allemal an. No hate." - 4/10
  • 7/10
    Anna S.: "Marz präsentiert mit 'I Love 2 Hate‘ ein liebevoll zusammen geschustertes Album. Verschiedene bekannte Samples treffen auf, die von den Bixtie Boys eigens eingespielten, jazzigen Instrumentals und werden mit diversen Skits und Einspielern aus Filmszenen ergänzt. Thematisch sticht das Album nicht wirklich heraus. Mit ‚Zugezogen Feminin‘ gibt’s den direkte Bezug zum Songvorbild „Schatz du Arschloch“ von Weekend. Innovativer ist der wirscheissengold-Artist dann aber bei den anderen Thematiken und bietet vom Battle Rap-Charakter bis zu emotionalen Inhalten einiges an. Man hört bei ‚I Love 2 Hate‘ die Liebe zum Detail raus. Vor allem die Instrumentals machen das Album stark. Bis auf die Skits, die mir persönlich zu viel sind, funktioniert das Album gut." - 7/10
  • 8/10
    Yannick H.: "Erfrischender Sound, mit dem Marz daherkommt. Ich bin über 'Zugezogen Feminin' auf den Stuttgarter gestoßen, allein des Titels wegen. Der unterhaltsame Text und Jazz-Anleihen haben mir auf Anhieb zugesagt, beim ganzen Album verhält es sich ähnlich. Smoothe Platte, auf der Marz mit seinen Featuregästen Lakmann, Johnny Rakete und Kamp perfekt zu harmonieren weiß. Ab und an stören die kleinen Dialoge, die Marz zuhauf in seinen Songs untergebracht hat, der Qualität des Albums tut dies aber keinen Abbruch." - 8/10
  • 7/10
    Peter: "Das neue Album von Marz kann man wunderbar in einem durch hören. Mit einem guten Beatgeschmack, der den Großteil der Homogenität ausmacht und erfrischend wenigen Featureparts, konnte er mich überzeugen. Ich bin positiv überrascht und verwundert, dass ich das Wirscheissengoldmitglied nicht auf dem Schirm hatte." - 7/10
  • 7/10
    Anna G.: "Obwohl der Titel des Albums vielleicht etwas anderes vermuten lässt. 'I Love 2 Hate' zeigt in erster Linie wieviel Liebe Marz in seine Musik steckt. Der Sound erinnert an die 90er Jahre, die Musikvideos sind hochwertig produzierte Kurzfilme (Sehr empfehlenswert: Marz - "Wenn du das hörst" und "Zugezogen Feminin"). Die Featureparts sind sehr passend gewählt, für mich ein Highlight: "Eine Liebe für" mit Kamp in der Hook. Marz bedient mit 'I Love 2 Hate' nicht die aktuellen Trends, sondern bleibt seinem Stil treu. Gefällt mir." - 7/10
  • 8/10
    Yannick W.: "Angefangen als kleines Internetphänomen im VBT-Kosmos gehören die WSG-Jungs seit einigen Jahren zu den wichtigsten Bestandteilen der Stuttgarter Rapszene abseits der Chimps. 'I Love 2 Hate' orientiert sich noch einmal eine ganze Spur mehr am klassischen Jazz- & Soul-Sample Sound, als die vorherigen Releases und macht damit alles richtig. Ich mag es, wenn ein Newcomer auch 2016 so viel Liebe für den Classic-Shit hat. Die Platte erscheint über die gesamte Spielzeit gleichzeitig verspielt und bleibt dennoch stets konsequent, zahlreiche Filmcuts zieht sich als tolles Stilmittel durch das Album. Auch wenn es thematisch nur eine Hand voll Ausreißer nach oben gibt, der Vibe und charmante Marz' Performance stimmen einfach und werden bei mir in den nächsten Wochen wohl noch ziemlich oft rotieren." - 8/10
  • 8/10
    Shana: "Schon bevor ich das Album gehört habe, hat Marz mich mit genau drei Dingen gekriegt: Ein Feature mit Kamp, eins mit Lakmann und eins mit Johnny Rakete. Einen guten Geschmack scheint der Junge also schon mal zu haben. Weiter steigt er mit jedem weiteren Track etwas mehr in meiner Sympathie-Skala, da kann ich auch über die Stimme, die für mich im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig wirkt, locker easy hinwegsehen. Bitte weiter so und bitte mehr davon!" - 8/10
6.8/10

Kurzfassung

Unsere Meinungen zum Debütalbum von Marz gehen ziemlich weit auseinander. Während den einen der Realkeeper-Sound etwas zu verstaubt daherkommt, kann das Jazzlastige Album andere voll mitreißen.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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