Die Meinung der Redaktion zu „Haramstufe Rot“ von Hanybal

hanybal-haramstufe rot-coverWarum das Album heißt, wie es heißt? Hanybal hat die Antwort ziemlich schnell parat: „Auf ‚Haramstufe Rot‘ werden ziemlich eklige Geschichten erzählt“. Nur knapp ein Jahr mussten sich seine Schatzis auf seinen Zweitling gedulden. Nachdem er zu Beginn des vergangenen Jahres bei den Frankfurter Kollegen der Azzlackz unterschrieb und nach vielen Jahren als Hälfte des Duos 439 prompt sein erstes Soloalbum unter die Leute brachte, schien Hany sich nicht auf dem Erfolg auszuruhen. Sofort ging es wieder ins Studio, hier und da auch mal mit Besuch aus Hamburg, Stuttgart, Darmstadt oder sogar New York. Heraus kam dabei „Haramstufe Rot“ , produziert von unter anderem Egoland-Musiker Lucry, Farhot, BazzazianGhanaion Stallion, Abaz oder M3. Wir haben uns Hanybals zweites Album angehört.

Hanybal – „Haramstufe Rot“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 8/10
    Yannick H.: "Hany, wie er leibt und lebt ! Man kann es als 'Direkt-auf-die-Fresse'-Musik bezeichnen, was das Azzlackz-Signing hier abliefert, ohne einen gewissen Tiefgang komplett aus den Augen zu verlieren. Denn obwohl Hanybals Straßengeschichten aggressiv vorgetragen werden, bleibt zwischendurch die Zeit, um durchzuatmen. Besonders die Zusammenarbeiten mit den 187-Heads Bonez und Gzuz sowie die Kollabo mit Celo & Abdi stechen heraus. Nur das Feature von Styles P ergibt für mich nicht wirklich Sinn, wobei Amis auf deutschen Rap-Tracks für mich meist eh nicht gut funktionieren." - 8/10
  • 8/10
    Christian: "Hat Hanybal gut gemacht. Es ist nicht nur so, dass die Beats alle nach vorne gehen, sie haben mir samt der konsequent einhämmernden Stimme und seinen Lyrics, einen spannenden Film beschert. Normalerweise bin ich nicht unbedingt ein Freund von vielen Features auf einem Album. Da dabei der Spotlight, der meiner Meinung nach auf den Interpret ausgerichtet sein sollte, verloren geht. Aber bei 20 Tracks geht das klar. Das Feature mit Gzuz finde ich besonders hörenswert. Der 'Mr. Nice Guy' in den Interviews, wird zur Maschine in der Musik. Weiter so!" - 8/10
  • 9/10
    Shana: "Wenn ich mich an 'Weg von der Fahrbahn' erinnere, brauchte ich echt lang, um mit Hanybal warm zu werden. Inzwischen, und mit 'Haramstufe Rot' erst recht, hat er jetzt doch viel mehr als nur überzeugt. Außerdem gefällt mir die Sozialkritik, die weit weg von leeren Plattitüden stattfindet. Achja und der Nimo Part auf 'Vanilla Sky' hat mein Leben verändert." - 9/10
  • 7/10
    Anna S.: "Hanybal liefert auf 'Haramstufe Rot' ordentlich ab. Einen Wiedererkennungswert bietet er nicht nur durch seine markante Stimme, sondern auch durch seine eigenwillige Rap-Technik. Gepaart mit den scheppernden und abwechslungsreichen Beats, ist das Album ein gelungenes Gesamtwerk. Thematisch hätte er noch etwas weiter ausholen können, es funktioniert so aber trotzdem." - 7/10
  • 8/10
    Yannick W.: "Teilweise echt harter Tobak, den Hany da an den Mann bringt. Neben den klassischen Representern präsentiert der Frankfurter einige Blockstudien, die es einen durchaus mal schlucken lassen. Schon der 'Weg von der Fahrbahn' hatte zweifelsohne seine Highlights, kam aber auch mit dem ein oder anderen Tiefpunkt daher. In dem Jahr zwischen den beiden Alben hat Hany allerdings noch um einiges an seinem unverkennbaren Stil gearbeitet und liefert eine weitaus bessere und präsentere zweite Platte ab, auch wenn am altbekannten Straßenrap-Stil festgehalten wird. Den übrigen Teil leisten seine wirklich gut gewählten Gäste, die ihre verschiedenen Stile gekonnt ins Gesamtbild einbringen. Mein absolutes Highlight bildet der Farhot-Beat, dank dem der den Titelsong nicht aus dem Gehörgag zu bekommen ist. Alles in Allem eins der Streetrap-Highlights in 2016." - 8/10
  • 7/10
    Peter: "Hanybals letztes Album 'Weg von der Fahrbahn' hätte ich nach dem ersten Mal hören glatt zerrissen. So weit weg von meinem Geschmack , konnte mich der Frankfurter nicht abholen. Jedoch entwickelte sich das Release zu einem Favoriten auf meinem Handy. Eine Welle reitend mit der Strassenbande und AON, kann Hany sich jetzt auf eine große Fanbase verlassen, die 'Haramstufe Rot' sicher bedient. Das größte Manko am Album ist der Name, ein über fünf Jahre altes Zitat von K.I.Z.? Das geht origineller und kreativer. Denn seine Musik und Verse sind eigen. Mitten aus dem Viertel, das Azad hervorbrachte, bringt Hany düstere Großstadtmukke mit der nötigen Attitude und Authentizität." - 7/10
  • 8/10
    Niko: "Hanybal war mit seinem letzten Album eines meiner Highlights des Jahres. Und auch dieses Werk hat genug Zeilen und bietet genug Bilder, um ihn und seine Songs zu feiern. Betonung, Adlips und Reimschemata machen ihn einzigartig. Und am Ende heißt es: Lieben oder Hassen. Aber alleine der Fakt, dass man ihm die Reise durch die Frankfurter Straßen abnimmt, auf die er einen mitnimmt, lässt das Album so gut wirken, wie es ist." - 8/10
  • 8/10
    Ivan: "Hany, Hany, Hany. Der Rapper mit dem prägnantesten Signature-Scream nach Lakmann packt mich direkt mit dem ersten Song 'Jag die Batzen' und man weiß sofort in welche Richtung es gehen wird. 'Haramstufe Rot' ist mein absoluter Favorit auf dem Album und das liegt zum Großteil am Feature-Part von Celo. Die Produktionen sind, wie Hanybals Raps selbst, keine Neuerfindung des Rades, jedoch sehr passend und stimmig. Ich erwarte keine philosophischen Weisheiten und fünf mal um die Ecke gedachte Reimverschachtelungen um diese Platte zu feiern. 'Kiffen, koksen, alken, ficken' so kann man 'Haramstufe Rot' wohl am besten zusammenfassen." - 8/10
  • 7/10
    Kevin: "Aaaaaaaah! Hany steigt mit kompromisslosen Brettern in das Album ein und legt eine Energie an den Tag, die mich sofort packt. Vor allem der Titeltrack mit Celo & Abdi ist hier zu nennen. Im letzten Drittel lässt das Album allerdings nach. Vielleicht lässt auch einfach meine Konzentration bei 20 Tracks nach." - 7/10
7.8/10

Kurzfassung

Mit seinem zweiten Soloalbum kann uns Hanybal weitestgehend überzeugen. Seine oft schonungslosen Geschichten aus dem Frankfurter Nordwesten wissen auch dank seiner markanten Vortragsweise im Gedächtnis zu bleiben.

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