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Die Meinung der Redaktion zu Haiytis „Nigthliner Mixtape“

haiyti-nightlinerIm Jahr 2016 gehörte Haiyti in der Rapszene zu den meist diskutierten Newcomern. Nicht nur aufgrund ihrer außergewöhnlichen Stimme, auch wegen ihrer roughen Texte und offensiven Art. Auf das erste Mixtape „City Tarif“, das gemeinsam mit Producer Asad John entstand, folgte die EP „Toxic“, die die Hamburgerin in die Herzen sämtlicher Kritiker katapultierte. Nach dem Kollaboprjekt mit dem Produzentetrio KitschKrieg sollte allerdings erst einmal ein neues Solo-Release folgen, nach einigen kleineren Hinweisen bekam man es mit „Nightliner“ vor zwei Wochen samt Gastbeiträgen von Joey Bargeld, Skinny Voyou Fiesta und YSL Know Plug aka Money Boy schließlich zu hören. Wir haben das dritte Haiyti-Release in diesem Jahr besprochen.

Haiyti – „Nightliner“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 5/10
    Anna S.: "Das Album sagt mir mehr zu, als ich es eigentlich erwartet hätte. Lyrisch und beattechnisch bewegt sich alles in einem stilgerechten Rahmen – ‚Nightliner‘ kommt dennoch nicht eintönig, sondern relativ abwechslungsreich daher. Irgendwo zwischen Kiez, falschen Freunden und echten Waffen und auch ein bisschen Romantik trifft Autotune auf die knatschende Stimme der Rapperin. Wie gesagt, besser als erwartet – Für meinen Geschmack umfassen die Tracks allerdings zu viele Klänge auf einen Schlag." - 5/10
  • 9/10
    Yannick H.: "Frech, rotzig, on point. Trap- und Cloudrap vom Feinsten, der nur so vor Energie strotzt. Ohrwürmer sind garantiert, „Fiorucci“ ist nur ein Beispiel dafür. Man merkt schnell: Mit Haiyti ist nicht zu spaßen, vollmundige Ansagen finden sich zuhauf auf 'Nightliner' wieder. Für den Romantik-Flavour sorgen 'Balladen' wie 'Globus' und 'Mon Cherie', die auf kitschig schöne Art und Weise gehauchte und nuschelige Lines liefern. - 9/10
  • 7/10
    Peter: "Das gesamte Auftretten Haiytis ist im deutschen Rap einzigartig, angefangen bei ihrer Stimme, über ihre Videos und ihre Rolle. Eine Frau, die pöbelt und austeilt hat es nicht leicht in der deutschen Raplandschaft. Dennoch spielt sie auf wichtigen Festivals und erntet viel Zuspruch. Ich bin positiv überrascht von dem neuestem Release der Hamburgerin. Zwischen zwei anderen Tracks in der Playlist hatte sie es bisher schwer bei mir, auf Albumlänge und am Stück durchgehört geht mir ihre Musik leichter ins Ohr und einige Hooks und Pointen bleiben mir stark im Gedächtnis. Ich bin gespannt, was da in Zukunft kommt." - 7/10
  • 8/10
    Niko: "Starkes Mixtape, viele Hits und auch ihr Film spielt sich reibungslos auf meine Festplatte. So muss es sein..." - 8/10
  • 8/10
    Yannick W.: "Brauchte 'City Tarif' noch einige Durchläufe um mich zu packen, riss mich 'Toxic' gleich von der ersten Sekunde an komplett mit. Ganz mit dem Vorgänger mithalten kann 'Nightliner' tatsächlich nicht, dafür ist es eben dann doch zu sehr ein Mixtape. Die Produktionen sind nicht immer aufeinander abgestimmt, für sich selber stehend ist allerdings jeder Track on Point, auch die Hit-Dichte ist erstaunlich hoch. Beherrscht wird das Tape vom brachialen Opener 'Kampfhund im Club'. Neben den Battlesongs schleicht sich auch immer mal wieder ein Anflug von Kitsch ein, der jedoch nie peinlich erscheint, die Lex Lugner-Kollabos auf 'Globus' und 'Mon Cheri' sorgen für nötige Auflockerung. Das Tape zeigt schon wieder, warum man sich auf Haiyti als gefragteste deutsche Rapperin einigen kann." - 8/10
  • 9/10
    Melanie: "Haiyti zeigt auf Nightliner eine bunte Palette an Können, gut durchdachtem Humor, ein bisschen Gefühl und bleibt dabei aber immer noch wunderbar aggressiv 'Gangsta'. Man könnte meinen, dass das Album keinem roten Faden folgt. Doch wieso sollte sie ihre Facetten nicht zeigen, wenn sie sie doch so super zwischen Trap-Beats und Boombap verpackt? Eben. Haiyti kreiert auf Nightliner einen ganz eigenen Hörgenuss und sollte damit nicht ungehört bleiben!" - 9/10
  • 6/10
    Anna G.: "Ich finde eigentlich cool, was Haiyti macht. Aber seit 'Nightliner' weiß ich - nicht auf Album-/Mixtapelänge. Mein größtes Problem ist dabei einfach ihre teils schrille, abgehackte Rapstimme. Zusätzlich ist ein Großteil der Instrumentals sehr unruhig, was zwar gut zu ihrer Stimme passt, aber in meinen Ohren irgendwann einfach zu viel ist. Die einzelnen Tracks für sich sind teilweise sehr stark, aber sowohl den Sound, als auch die Texte kann ich mir nicht länger als ein Lied lang geben." - 6/10
7.4/10

Kurzfassung

Mit ihrem dritten Tape in 2016 weiß uns Haiyti grundsätzlich zu überzeugen, kann durch ihre außergewöhnliche Stimme und die beinahe durchweg hektische Stimmung allerdings nicht bei allen in der Redaktion punkten.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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