Die Meinung der Redaktion zu Flers „Vibe“

fler-vibe-vinyl-cover-750x750Wie schon bei seiner im Mai erschienenen EP „Bewährung vorbei“ hatte sich Fler für sein neues Album etwas Besonderes überlegt, in Kooperation mit Apple Music können Abonnenten des Musik-Dienstes sein Album schon eine komplette Woche vorher streamen. Das neue Album des Maskulin CEOs hatte schon in den Monaten vor Release für so einigen Gesprächsstoff gesorgt, nach der Erfolgssingle „Unterwegs“ trennte er sich im Streit vom neuen Signing Sentino, musste das Album aufgrund von Problemen mit der Vinyl von Mai auf September verschieben und benannte es vom ursprünglichen Titel „Carlo Escobar“ in „Vibe“ um – weil der die Stimmung besser einfangen würde. Auf der Zielgeraden schien dann allerdings alles reibungslos zu funktionieren, nach und nach bekam man neue Videoauskopplungen zu sehen, ebenfalls gemeinsam mit Apple Music startete das Maskulin Radio und schließlich kam das Album raus. Mit an Bord sind bei sein Signing Jalil, Bushido und Shindy, sowie Laas Unltd. der auch im Hintergrund an dem Album mitgearbeitet hat. Wir haben und „Vibe“ angehört.

Fler – „Vibe“ kaufen

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 10/10
    Freddy: "Was für ein Kracher! Jeder Song transportiert einen eigenständigen Vibe. Was mich hier komplett umhaut, sind Instrumentals, Produktion und Soundbild. Auch wenn die textlichen Inhalte nicht viel thematische Abwechslung bieten, kreiert Fler mit der Platte etwas Neuartiges. Ich freue mich auf Südberlin Maskulin 3 mit Jalil, wenn es denn kommen sollte, denn die beiden zusammen machen Spaß für die Ohren. Meine Favorites: 'Hätte nie gedacht', 'Bewaffnet & Ready' & 'Mercedesstern'. Alles in allem: 'Vibe' ist episch." - 10/10
  • 8/10
    Kevin: "Jeder zweite Satz ist ein Catchphrase. Die Beats von Nico Chiara, Iad Aslan und co sind durch die Bank stark. Das erste Mal, dass ich das Gefühl habe, dass der Sound von Boi-1da und 40 in Deutschland seinen eigenen Style gefunden hat (Klar, Shindy und OZ gehören da defintiv auch in diese Sparte). Fler hat sich mit seinem 13. Studioalbum die Aufmerksamkeit geholt, die ihm lange neben dem Interviewhype gefehlt hat. Plötzlich redet man wieder über die Musik. Vollkommen zu Recht, da 'Vibe' einen eigenen Sound hat und zu den besten Deutschrapalben in diesem Jahr zählt. Einzig 'du hast den schönsten A***h der Welt' holt mich nicht ab, da es mir dann doch zu trashig geworden ist. Doch gerade dieser Mut, sein einfach durchzuziehen, zeichnet 'Vibe' für mich aus." - 8/10
  • 6/10
    Niels: "Bei 'Vibe' handelt es sich meiner Meinung nach eindeutig um Flers bestes und in sich stimmigstes Release. Die Beats kommen wie aus einem Guß daher und Fler präsentiert sich musikalischer denn je. Auch wenn es hier eindeutig um den 'Vibe' geht, der mit der richtigen Anlage auch ordentlich zur Geltung kommt, bietet die Platte inhaltlich für mich einfach zu wenig. Textliche Passagen wie 'Ready or not wie die Fugees. Lache euch aus wie Emojis. Bang bang, ready für alles, Junge. Zeig deiner Bitch, was ein Mann ist, Junge' oder 'Wer Schläge kriegt, hat kassiert. Wer gewinnt, hat rasiert.' wirken auf mich einfach wahnsinnig uninspiriert und auch die Flows gestalten sich über den Verlauf der Platte relativ monoton. Daher bleiben für mich leider nur eine Handvoll Songs hängen." - 6/10
  • 8/10
    Niko: "Sein bestes Album bisher. Punkt. Und nach all den Jahren von Interview zu Interview, in denen er immer seinen Style und seinen Vibe erklären und verteidigen musste, scheint dieses Album nun endlich auch genau auf den Kopf zu treffen, was es ausdrücken will. Ganz abgesehen von "Unterwegs" stecken hier noch genug andere Tracks drin, die eine längere Haltbarkeit haben können. Hut ab." - 8/10
  • 9/10
    Yannick W.: "Die Änderung des Albumtitels hatte auf jeden Fall seinen Sinn, die Platte lebt tatsächlich besonders von seinen Vibes. Ob Fler nun auf einem runtergepitchten Sample von Billy Joels 'The Stranger'-Intro von seiner Jugend erzählt oder sich quer durch die Wu-Tang Geschichte rappt, die Produktionen und der Flow stehen eigentlich immer im Vordergrund. Auch wenn nicht von der Hand zu weisen ist, dass der Sound von Drake und Boi1da inspiriert ist, schafft Flizzy es dennoch, diese dreckige Berliner Straßenrap Attitüde, die er seit über zehn Jahren maßgeblich mitgeprägt hat, in die Songs zu integrieren. 'Vibe' hat - mit Ausnahme von 'Unsichtbar', das sehr an den typischen CCN-Sound erinnert - einen klaren und sehr düsteren roten Faden, man hätte wahrscheinlich jeden einzelnen Song als Single auskoppeln können. Endlich scheint Fler seine Vision, von der er schon seit Jahren predigt, verwirklicht zu haben. Ohne Zweifel sein bestes Album." - 9/10
  • 8/10
    Peter: "Ob Flers fünf Jahres Plan, der mit "Hinter Blauen Augen" startete, nun auf seinem Höhepunkt ist? Was seine Reputation und Popularität angeht sprechen die Zahlen eine klare Sprache. Dafür sorgt sicher auch die wiedergewonnene Freundschaft zu Bushido und Shindy, der Waffenstillstand mit Farid Bang, aber vor allem auch die Qualität seiner Musik. Mir gefiel die Blue Magic Reihe, die nach Blaues Blut, aber nicht mehr fortgeführt wurde. Die letzten zwei Frank White Alben blieben bei mir leider nicht lange im Gedächtnis, enthielten aber auch starke Songs wie "Rap wieder hart" oder "Alles Fake". Mir kam es so vor, als ob der Pioniergedanke Flers sich etwas verloren hatte. Er gab den Fans mit "KKKMM" und "WDSNV" Symbiosen zwischen einem neuen Sound und bekannten Inhalten. Allerdings scheint es jetzt so, als ob Flizzy mit Erfahrung und den Richtigen Produzenten im Rücken, die ihm ein Fundament aus Beats bauten, die geographisch zwischen Toronto und Atlanta einzuordnen sind, jetzt ein Album abliefert das für seine zukünftige Musik wohl die Blaupause liefern könnte. Leider verliert es mich zum Ende, beginnt aber sehr stark und wird wohl im kommenden Winter noch öfter den Weg in meine Rotation finden. Um es kurz zu machen: Ich fühle den Vibe." - 8/10
  • 8/10
    Diana R.: "Fler beschreibt Geschichten des Lebens, ohne das Ghetto-Leben übertrieben zu beschönigen oder zu feiern- in sehr ernstem oder reflektiertem Ton. Die Rhymes, Flows und Beats finde ich sehr vielschichtig und ausdrucksstark." - 8/10
  • 8/10
    Christian: "Einer der wahrscheinlich schwierigsten Soundchecks für mich. Würde ich all die vergangenen Interviews und Happenings mit Fler in das Album einrechnen, dann würde die Endwertung anders aussehen. Aber ich blende für meine Meinung, das "Drumherum" aus und lasse nur die Musik für sich sprechen, oder wie Fler es nennt: den 'Vibe'. Und der ist gelungen. Das Soundbild beweist mir Mut zur Abwechslung, was ich nicht nur an dem Sample von Alex C gemerkt habe. Im Gesamten höre ich einen Fler, der laid back auf düsteren und sphärischen Beats rappt und dabei seine Einstiege und Pausen stimmig einsetzt." - 8/10
  • 8/10
    Shana: "Wenn ich ehrlich bin, war ich nie ein Fan von Fler. Um so überraschter war ich, wie sehr „Vibe“ dann doch meinen Geschmack getroffen hat. So sehr, dass ich fast behaupten würde, hier das beste Fler Album zumindest der letzten Jahre vorliegen zu haben. Es ist eine Kunst, US-Inspiration so offensichtlich einfließen zu lassen, ohne wie eine billige Kopie zu klingen. Allein das tröstet mich über das ein oder andere Wortspiel, an das ich mich vielleicht auch einfach gewöhnen muss, genügend hinweg. Flizzy, ich hätte nicht gedacht, dass wir noch mal Freunde werden, „Vibe“ hat mich aber tatsächlich vom Gegenteil überzeugt.“ - 8/10
8.1/10

Kurzfassung

Bei „Vibe“ sind wir uns ziemlich einig: Fler legt das beste Album seiner bisherigen Karriere vor. Wir fühlen den Vibe.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

1 Comment

  1. Imarsch Felsen

    9. September 2016 at 16:13

    Fler nach Artikel zu Nico: WIESO GIBST DU MIR NICHT 10 DU FOTZE!!!!!!!! HAHAHAHAHAHAHAHHAAHHHAHAHAHAHHHAHHAHAHHAHAH

Erzähl Digger, erzähl

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