Die Meinung der Redaktion zu „Fishing Blues“ von Atmosphere

atmosphere-fishing-bluesEine Konstanz wie bei der Arbeit von Ant und Slug gibt es über lange Zeit in der Szene nicht so häufig. Seit beinahe 30 Jahren sind sie im Game unterwegs. Seit rund zwei Dekaden steht zuverlässig alle zwei bis drei Jahre ein neues Album des Duos in den Läden. Die Wartezeit wird gerne auch mit EPs überbrückt. Nach dem 2014 veröffentlichten Longplayer „Southsider“ und einigen neuen zwischenzeitlichen Songs gibt es jetzt also jetzt den Nachfolger des Duos. „Fishing Blues“ kommt mit Gastbeiträgen von MF Doom, Aesop Rock, Kool Keith, The Grouch, Dem Atlas, Kim Manning und I.B.E daher. Wir haben uns das achte Soloalbum von Atmosphere angehört.

Atmosphere – „Fishing Blues“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Freddy: "Slug und Ant müssen niemandem mehr beweisen, dass sie rappen und produzieren können. Die Produktionen auf 'Fishing Blues' sitzen definitiv. Das Album stelle ich mir als Instrumentalplatte allerdings besser vor, da mich hier und da die Delivery stört. Auf Albumlänge wirkt die Vortragsweise ein wenig eintönig und somit ermüdend. Trotzdem halten Atmosphere von Anfang bis Ende ihre Linie und sorgen so für ein stimmiges Soundbild." - 7/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Die Beiden schaffen es, nach mehr als zwei Dekaden im Game nicht altbacken zu klingen, irgendwie haben Slug und Ant schon früh einen recht zeitlosen Stil für sich gefunden. Wirklich viel zu meckern gibt es auch an 'Fishing Blues' nicht, wie das Cover erahnen lässt, ist es einfach ein ziemlich leichtes, sehr gut produziertes Sommeralbum geworden. Hier und da schimmert ein wenig Sozialkritik durch die direkt aus dem Leben gegriffenen Geschichten, die auf den 18 Songs erzählt werden, durch. Unbedingt hervorstechen aus den zahlreichen Releases jeden Monat kann das Album zwar nicht und ein bisschen kürzer hätte es auch sein dürfen, trotzdem: Ich mag die Platte, sollte man zumindest Mal reingehört haben." - 7/10
  • 9/10
    Can: "Atmosphere sind schon ewig im Game und das merkt man deutlich. Mit ihrem Album 'Fishing Blues' zeigen sie ganz klar, dass man auch heute noch guten Hip Hop machen kann, ohne sich an die aktuellen Trends zu verkaufen. Mit durchweg entspannten, natürlichen Beats kann man den Long Player gut am Stück durchhören und muss sich keine Gedanken über Griffe ins Klo machen. Solide Platte, die sich gut auf meinem iPod machen wird." - 9/10
  • 7/10
    Christian: "Ich habe mich beim Hören des Albums darüber gefreut, dass es zur Abwechslung mal kein Trapalbum ist, welches aus den Staaten kommt. 18 Tracks erscheinen mir fast zu viel, trotzdem werden gute Geschichten erzählt. Einen Daumen gibt es für die musikalische Vielfalt. 'The shh that we've been through' und 'won't look back' sind meine Favoriten." - 7/10
  • 9/10
    Diana R.: "Großartig, ich finde das Album ganz stark. Leichtere Songs, die gute Laune machen, wechseln sich mit ernsterem Storytelling ab, das aber auch nicht zu schwer und düster ist. Die Beats wirken auf mich meisterhaft ausgewogen und insgesamt klingen sie wunderbar oldschoolig mit einem Hauch von sphärischen Bells und Klängen hier und da. Perfekt- ich werde es mir diesen Rest-Sommer bestimmt noch öfter zuhause auf der Terrasse anhören." - 9/10
7.8/10

Kurzfassung

Mit ihrem achten Album sammeln Atmosphere bei uns einige Punkte. Trotz dessen, dass sie seit über 20 Jahren Platten veröffentlichen, wirkt der Sound nicht in die Jahre gekommen. Durch die spannenden Geschichten die auf den Tracks erzählt werden weiß das Album zu überzeugen, jedoch fällt es mit einer Laufzeit von mehr als einer Stunde etwas zu lang aus.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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