Die Meinung der Redaktion zu „Essahdamus“ von Kool Savas

kool-savas-essahdamus-coverSo sehnlichst wie „Essahdamus“ wurde in Deutschland wohl lange kein Mixtape mehr erwartet. Schon seit einigen Monaten ließ Kool Savas immer wieder neue Infos für sein erstes Mixtape seit sechs Jahren durchschimmern. Von Vorgängern wie z.B. der John Bello Story war man bereits ein gewohnt: Ein Kool Savas Mixtape hat oft Ähnlichkeit mit einem kleinen Szenetreff. Und auch auf dem neusten Streich des Kings versammeln sich an die 20 Gastmusiker. Für das Tape setzte sich auch Savas selbst einige Male hinter die Regler, ein Teil der Beats stammt von Savas selbst, Unterstützung gab es dabei vom langjährigen Begleiter DJ Smoove. Wir haben uns das insgesamt 15 Songs umfassende Tape angehört und besprochen.

Kool Savas – „Essahdamus“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 8/10
    Yannick W.: "Das beste Mixtape von Savas bisher, wahrscheinlich sogar eins seiner besten Releases insgesamt. Das Tape ist im Gegensatz du den Bello-Storys super aufeinander abgestimmt, auch die Gäste, von denen in den letzten Jahren nicht immer alle überall glänzen konnten, liefern allesamt Höchstleitungen ab. Während auf den Alben immer ein straighter Film gefahren wird, lässt Savas sich für solche Projekte offensichtlich immer von einigen Seiten mehr inspirieren, Dinge wie der Glasmusik-Beat auf dem M.O.R. Revival oder ein Battlesong auf einem Country-Intrumental zeigen, dass Savas immer noch kreativ ist. 'Essahdamus' ist Beweis dafür, dass man sich auch mit über 40 Jahren noch als King betiteln darf, selbst dann, wenn einem Audio88 & Yassin mit 'zwei Minuten Dopeness', die entgegen der eigenen Prognose hoffentlich niemand gekippt hat, die Show auf dem eigenen Tape die Show stehlen." - 8/10
  • 7/10
    Edoardo: "Nach der Definition Savas bringt das Format Mixtape echten Rap, Rasiermesser-Reime und jede Menge Features mit sich. Während ich mit seinen durchaus anspruchsvolleren Albumexperimenten vergangener Jahre eher fremdelte, gefällt mir der super-sozialisierte, selbstironische SAV auf „Essadahmus“ doch schon erheblich besser." - 7/10
  • 8/10
    Anna G. "Gefällt mir insgesamt sehr gut, nach all den Jahren zeigt Savas, dass er immer noch Hunger hat. Für meinen persönlichen Geschmack zu viele Gesangseinlagen. Mit 18 Tracks eine vollgepackte Platte, was ich jedoch bei „Essahdamus“ als Pluspunkt sehe. Denn jeder Track behandelt eine eigene Thematik, die von den jeweiligen Feature-Gästen untermauert wird. Kein in sich geschlossenes Werk, sondern ein Mixtape auf dem ein Highlight das nächste jagt. Gekrönt von dem Track „Triumph“, der den Erwartungen mehr als gerecht wird." - 8/10
  • 9/10
    Yannick H.: "Ein Mixtape auf höchstem Niveau, das zeigt, dass Savas sich auch weiterhin nicht altersmilde gibt. Fast jeder Track weiß mich zu überzeugen, die Vielfalt an Features findet wohl bei nahezu jedem Geschmack Anklang. Mein persönliches Highlight, „Ich bin fertig“, das nach dem Großteil des Songs noch mit Parts von Audio88 & Yassin daherkommt, lässt Savas wie zu Besten M.O.R.-Zeiten spitten und sollte Kritiker verstummen lassen. 1-2 Tracks sind austauschbar, die qualitative Dichte bleibt aber hoch." - 9/10
  • 8/10
    Raphael: "Ein dickes Ding hat uns Savas da geliefert. Und vor allem witzig: der 'Candyman' und 'Steinzeit' schaffen es Schmalzgesang auf aktuellen Rapsongs unterhaltsam zu parodieren, Sneakers & Heels' bringen den guten alten Fußfetisch zurück. 'Rapper wie du' mit MO..R ist einfach nur Monster -heftig! Und dann noch R.A. The Rugged Man auf Deutsch zu hören – was ein Fest! Dicke Beats, unterhaltsames Ding , das mich als Nicht-Fan überzeugt." - 8/10
  • 8/10
    Peter: "Was erwarte ich von einem Kool Savas Release? Eine ganz schwer zu beantwortene Frage. Essahdamus ist Savas Ferndiagnose der deutschen Rapszene. Er verdeutlicht ein weiteres Mal seine Liebe zur Musik und lässt wenige Gelegenheiten aus, seinen Kollegen vor die Nase zu halten wie fake sie sind. Also wird munter parodiert und der Spiegel vorgehalten. Ganz nebenbei vereint er fast alle relevanten Rapper aus unserer Szene. Übliche Strukturen werden aufgebrochen und so hören wir ab und zu ein 'verstecktes' Outro eines Rappers, der so gar nicht in der Tracklist steht. Einige Tracks, wie das zuvor bereits ausgekoppelte 'Auge', zeigen aber auch die alternde Seite des Aacheners. Mein Highlight ist der Track 'Steinzeit'. Kaum ein Rapper in Deutschland kann mit so einer Souveränitat ans Mic treten: Essahdamus ist ein eindrucksvolles Muskelzeigen und Savas ist weit entfernt vom Diskopumper." - 8/10
  • 8/10
    Anna S.: "Das Mixtape gefällt mir, bis auf ein paar Ausnahmen, ziemlich gut. Samples, wie sie unter anderem auf ‚Baby ich bin ein Rapper‘, vertreten sind, sind für meinen Geschmack zu viel und lassen die Tracks schwammig werden. Auch von hohen, penetranten Vocals bin ich in den meisten Fällen kein Fan - wie sie aber auf ‚Steinzeit‘ eingesetzt wurden, ist ein Traum. Die humoristischen Akzente lockern den Longplayer gekonnt auf, ebenso wie Savas eigenwilliger Flow - sehr ausgeprägt auf ‚Rapper wie Du‘. Sonst hat das Mixtape ein paar vernünftige Messages, starke Featuregäste und sauberen Battle-Rap zu bieten." - 8/10
  • 8/10
    Niko: "Superlative sind beim King of Rap ja immer schnell gezogen. Mich hatten die letzten Alben aber nicht so überzeugt, wie dieses Mixtape. Überzeugt davon, wofür KKS in meinem Rap-Kosmos stehen soll: Für großartiges Entertainment, gutes geflexe über Beat und Bass und weniger Konzept, als mehr auf die 12. Das liefert 'Essahdamus'..." - 8/10
  • 9/10
    Shana: "Zugegeben: Als Savas-Fan war ich anfangs stellenweise echt verwundert, als ich beispielsweise Songs wie "Candyman" gehört habe. So hat es einige Hördurchgänge gedauert, bis ich schließlich doch gefallen daran fand, wie Essah einfach mal einen wegspittet und dabei von einer Westergitarre begleitet wird. Nicht zuletzt legendäre Features wie M.O.R. und Azad machen das Mixtape für mich zu einer meiner absoluten Favoriten dieses Jahres." - 9/10
8.1/10

Kurzfassung

Mit seinem ersten Mixtape seit der John Bello Story kann Savas auf ganzer Linie überzeugen. Dem ein oder anderen gefällt das Projekt sogar als die letzten großen Alben des Kings.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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