Die Meinung der Redaktion zu De La Souls „…and the Anonymous Nobody“

De La Soul CoverPosdnuos, Trugoy the Dove und Pasemaster Mase gehören zwar zur alten Schule, aber sicherlich nicht zum alten Eisen. Als De La Soul rappen sie seit mittlerweile beinahe 30 Jahren, bis ins Jahr 2004 bekam man von dem Trio in sehr regelmäßigen Abständen neue Alben präsentiert. Danach wurde es allerdings ziemlich still um die drei Rapper aus New York. Abgesehen von einer Sammlung unveröffentlichten Materials und einem Mixtape für Nike hörte man stolze zwölf Jahre nichts – bis dieses Jahr. Mit „…and the Anonymous Nobody“ erschien das achte Soloalbum der Gruppe, angekündigt wurde das Album im Frühjahr durch eine EP angekündigt. Das Besondere an dem Album ist allerdings nicht die Wartezeit, sondern der Vorlauf. Via Crowdfunding finanzierte die Gruppe das gesamte Projekt, über 100.000 US-Dollar kamen dabei durch Spenden von Fans zusammen. Als Gäste sind unter anderem Snoop Dogg, Usher, Pete Rock, 2Chainz oder Estelle an Bord. Wir haben uns „…and the Anonymous Nobody“ angehört.

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Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 9/10
    Yannick H.: "Echt ´ne runde Platte, die das Trio abgeliefert hat. Ähnlich wie es ich schon bei den Beginnern befand, hat auch De La Soul die mehr als zehnjährige Pause nicht geschadet. Ob Funk- oder Soul-Elemente, ob Gesang oder Rap – Posdnuos, Trugoy the Dove und Pasemaster Mase zeigen sich breit aufgestellt. Das zeigt sich bereits bei der Featureauswahl, die sowohl Snoop Dogg als auch Blur-Mastermind Damon Albarn und die schwedische Synthpopband Little Dragon auf einem Album vereint. Die Tracks mit den beiden letztgenannten sowie „Lord Intended“ mit Singer/Songwriter Justin Hawkins ragen heraus, das Album als Ganzes spielt in der obersten Liga mit. - 9/10
  • 9/10
    Jana: "De La Soul verzichten bei ihrem neuesten Album auf aktuelle Trends - und das ist gut so. Die Instrumentals sind ausgefallen und ansprechend, vom Einsetzen verschiedener Instrumente bis hin zu minimalistisch gehaltenen Beats. Ein gechillter Vibe zieht sich über den Großteil des Werks, das Elemente aus anderen Musikgenres gekonnt mit Rap verbindet. Die Gäste fügen sich harmonisch in das Gesamtwerk mit ein. Dieses gelungene Schaffen wird so auch nicht langweilig oder monoton über die 17 Anspielstationen. Dass jene wenig zusammenhängend wirken, stört mich persönlich nicht. De La Soul beweisen, dass das im Rap-Kontext gesehen hohe Alter beileibe nicht davon abhält, ein richtig gutes Album abzuliefern." - 9/10
  • 7/10
    Can: "Das neue Album von De La Soul ist ein sehr melodisches, in sich stimmiges Werk, welches sich gut zum Chillen macht. Umso schwieriger ist es für mich, das Album einfach beim Bahnfahren oder für zwischendurch zu hören, Zudem finde ich einige der Genre-übergreifenden Tracks nicht unbedingt ansprechend. Dennoch ist '...And The Anonymous Nobody' ein gelungenes Gesamtwerk, welches beim Hören ungeteilte Aufmerksamkeit erfordert." - 7/10
  • 8/10
    Diana R.: "Das Album fängt mit einem märchenhaften Skit an. Große Worte über die Liebe zu einer Sache, zu Freunden oder sich selbst legen das Fundament für das Album im Skit, das dazu auch bedeutend "Genesis" heißt. Streicher begleiten die Worte. Danach folgt ein in meinen Augen trotzdem wenig pathetisches Album mit vielfältigen Hip-Hop-Sounds. E-Gitarren und rohe Drums finden genauso ihren Platz wie klangvolle Streicher und weibliche melancholische Vocals, die an das Skit vom Anfang anschließen. Dazwischen gibt es hier und da auch experimentellere elektronische Sounds und andere Genre-Mixes wie in 'Snoopies'. Musikalisch ist es mir damit ein bisschen zu wenig homogen. Die Songs wirken vom Sound her etwas wahllos zusammen gewürfelt. Aber insgesamt sind es starke Raps und Songs finde ich, mit dem gewohnten Soul von De La Soul. Man merkt, dass es ihnen um mehr geht und so endet das Album auch mit dem Outro 'Exodus'." - 8/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Ein Album, dass Genre-Grenzen nicht nur überschreitet, sondern schlichtweg ignoriert. Von Rock, über Jazz bis hin natürlich zum Soul samplen sich die Drei auf dem Comeback quer durch zahlreiche Stilrichtungen. Die einzelnen Songs wissen mich dabei weitestgehend zu überzeugen, bei den Texten muss durchaus aufmerksam hinhören muss, um den Faden nicht zu verlieren. Die musikalische Vielfalt bringt allerdings auch seine Nachteile mit sich, das Album wirkt unstrukturiert, durch den ständigen Wechsel der Stimmung fallen die die Songs für meinen Geschmack zu wenig aufeinander abgestimmt aus. Auch einige Features, wie Usher oder 2Chainz wirken auf den jeweils eigentlich gelungenen Songs etwas deplatziert. Dabei handelt es sich allerdings um Meckern auf ziemlich hohem Niveau, der ein oder andere Song wird in ruhigen Momenten sicherlich noch öfter bei mir laufen." - 7/10
8/10
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Razer

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