Die Meinung der Redaktion zu Crackavelis „L.O.S“

Eigentlich kann Crackaveli bereits auf eine recht lange Rapkarreire zurückblicken, dennoch brachte der Berliner bis dato nur ein Album hervor. Im Jahr 2010 über sein damaliges Label Shok Musik präsentierte er sich als „Jugo Betrugo“ zog sich allerdings schon kurz nach der Veröffentlichung für einige Zeit etwas zurück, Grund war der frühe Tod seines Wegbegleiters Big Sal. In der Zwischenzeit war Cracka immer Mal wieder auf Releases von Berliner Kollegen wie Ufo361 oder Mosh36 zu hören, jetzt, sechs Jahre nach seinem Debüt meldet sich mit einer neuen Platte zurück. Die trägt den Titel „L.O.S“ das Cover-Foto ist angelehnt Ice Cubes EP „Kill at will“. Besonders die Featureliste liest sich beeindruckend, mit dabei sind unter anderem HanybalCapoHaftbefehl, SidoSillaOlexeshKontra KAchtVier.

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Das sag die BACKSPIN Gang!
  • 6/10
    Peter: "Viele große Namen auf einem Album, das wohl leider am Ende des Tages nicht viele Leute erreichen wird. Das ist viel weniger eine Kritik an dem musikalischen Schaffen von Crackaveli, als ein Kompliment für sein musikalischen Freunde in der Szene. Jedoch stehlen ihm seine hochkarätigen Featuregäste oft die Show. Stellenweise kriegt mich ein Song und zieht mich in die Welt des Berliners, aber der Großteil der Tracks geht an mir vorbei. Aber vielleicht geht es auch mit dem nächstem Album erst richtig 'los'." - 6/10
  • 6/10
    Niko: "Crackaveli kann man zweifelsohne zu den Straßen-Legenden dieser Szene zählen, aber auch zu denen bei dem Anspruch und Erfolg sehr weit auseinander klafften, schon zu Zeiten von Shok Muzik. Die Gästeliste alleine zeigt allerdings schon seinen Stellenwert innerhalb der Szene. Und Gäste von Frankfurt bis Berlin stehen zur Seite, um diesem neuen Album die für mich allerdings auch notwendige Abwechslung zu geben. Ist mir seine Performance, bei aller Echtheit, oft zu monoton, liefern die Gäste einen guten Kontrast und machen es zu einem ordentlichen Album. Nicht mehr und nicht weniger." - 6/10
  • 7/10
    Anna S.: "Die mehrjährige musikalische Pause hört man Crackaveli nicht an. Der Berliner platziert den leicht rohen Sound und die variable Delivery von damals gekonnt auf der neuen Platte. Trotzdem kann 'L.O.S.' mithilfe des Produktionsniveaus, der Featuregäste und der abwechslungsreichen Themenwahl ein höheres Level als der Vorgänger erreichen. Die simplen, melodiösen Instrumentals, stechen ebenso wie die eingängigen Hooks hervor. Auf Albumlänge kann mich das Ganze nur teils überzeugen, dabei fallen Tracks wie 'Greif nach den Sternen' und 'Nix künstliches' positiv auf." - 7/10
  • 4/10
    Yannick H.: "Kann mich nicht catchen. Platte Attitüde, Proll-Gehabe, bin weder von den Texten noch vom Sound überzeugt. Einziger Lichtblick ist für mich der Posse-Track 'Lass die Würfel rollen', in dem sich besonders AchtVier und Olexesh hervortun." - 4/10
  • 5/10
    Raphael: "Harte Beats, vorwärtsgehend, rastlos. Das alles ist Crackavelis L.O.S. In seinen besten Momenten. In den schlechten ist es für mich zu überladen, zu übertrieben. Die vielen Featuregäste haben nicht unbedingt ihre stärksten Momente, bereichern das Werk dennoch. Die Beatauswahl ist ein wenig billig; statt ruhigem G-Funk, der hier thematisch besser wirken würden, wird hier gebrettert bis zum Anschlag. Weniger ist manchmal mehr." - 5/10
  • 7/10
    Anna G.: "Ich mag Crackavelis besonderer Stimme, die Features sprechen für sich und inhaltlich bleibt er dem bekannten Straßenfilm treu. Dass Telly Tellz auf dem Album zu hören ist (wenn auch nur kurz), ist für mich ein zusätzliches Highlight. Meine bisherigen Favoriten sind 'Is doch so', 'Nix künstliches' und 'New Jack City' mit Capo. Eigentlich stimmt alles. Mein einziger Kritikpunkt:  Crackaveli ist kein Künstler ist, den ich mir auf Albumlänge geben kann. Dafür liegen die Tracks für meinen Geschmack alle zu nah beieinander." - 7/10
  • 5/10
    Yannick W.: "Cracka ist schon einer der Sympathieträger des Berliner Streetraps, allein durch die Featureliste zeigt er, wie gut er mit den Kollegen verknüpft ist. Durch seine straken Featureparts in den vergangenen Monaten bei Ufo351 oder Nate57 war ich ziemlich gespannt auf das erste Album nach einer so langen Pause. Doch schon mit dem Intro verpuffte meine anfängliche Freude auf das Projekt durch holprige Flows und teils wirklich platte Texte. Hier und da schleichen sich einige Lichtblicke ein, allerdings können nicht mal hochkarätige Gäste wie Hanybal oder Hafti für Qualitätsausbrüche sorgen. Dafür hingegen richtig stark: 'Komm an Bord' mit Sido, Kontra K und Silla, auf dem auch Crackaveli sich nicht vor den Kollegen verstecken muss. Alles in allem ein durchschnittliches Album, da wäre nach dem, was er in den letzten Monaten gezeigt hat aber viel mehr drin gewesen.“ - 5/10
5.7/10

Kurzfassung

Mit seinem zweiten Soloalbum kann Crackaveli zwar trotz längerer Pause an den Vorgänger anschließen, uns dennoch nicht vollends überzeugen.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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