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Die Meinung der Redaktion zu Crack Ignaz‘ „Marmeladé“

crack-ignaz-marmelade-coverSeit seinem Debütalbum „Kirsch“ vor knapp eineinhalb Jahren wurde es nie so wirklich ruhig um Crack Ignaz. Auf das bunte erste Album folgte im Januar gemeinsam mit Wandl ein Ausflug in den Boom Bap, nur einige Wochen später geb es mit dem LGoony-Kollaboalbum „Aurora“ bereits die nächste Platte zu hören. Für das dritte Release in 2016 hat sich der Wahl-Wiener jetzt etwas ganz besonderes ausgedacht, wer sich stolzer Besitzer von „Marmeladé“ nennen wollte, der musste pünktlich in Wien sein, um ihm das Mixtape aus seinem Kofferraum abzukaufen. Eine andere Möglichkeit die 20 neuen Songs zu erwerben gibt es zwar nicht, dank Streaming-Diensten bekommen es jetzt allerdings auch nicht-österreichische Ignaz Fans das jüngste Release zu hören. Mit an Bord sind Juicy Gay und FKN SZN. Wir haben uns das Tape zu Gemüte geführt.

Crack Ignaz – „Marmeladé“ streamen

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 4/10
    Anna G.: "Ganz ehrlich? Es fiel mir schwer 'Marmaladé' komplett durchzuhören. Nicht weil der Sound grundsätzlich schlecht ist. Aber ich kann den Inhalt nicht ignorieren und der ist in meinen Augen sowas von nichts sagend. Einzelne Tracks find ich gar nicht mal schlecht, aber in Albumlänge absolut nicht mein Fall. Ich bin mir sicher 'Marmaladé' wird den Crack Ignaz Fans sehr gefallen, ich persönlich finde die Musik einfach komisch." - 4/10
  • 7/10
    Raphael: "Die Musik des Sunnyboy des österreichischen Traps ist immer noch süß und klebrig wie Marmelade. Der Titel ist wirklich gut gewählt. Es geht bei Ignaz über die angenehmen Dinge des Lebens, Rausch, Zweisamkeiten. Aber auch Tristesse und Angenervtheit wird thematisiert. Und dann dieses kurze Statement zur Frauenquote im Rap, gut gesetzt. Der Kerl ist einfach sympathisch. Ganz so geflasht bin ich aber nicht mehr, fällt mir auf." - 7/10
  • 8/10
    Yannick H.: "Ich tue mich immer noch etwas schwer mit Crack Ignaz' österreichischem Slang. Davon aber mal losgelöst, hat mir das Mixtape des Salzburgers echt Spaß bereitet. Für mich auf jeden Fall zugänglicher als noch die Zusammenarbeit mit Wandl. Ob der Vergleich mit 'James Dean', Weed-Konsum in 'Lila lila' oder einfach nur die Glorifizierung des Wortes 'Swah' - kann mich alles überzeugen." - 8/10
  • 6/10
    Niko: "Ich halte ihn ja eigentlich für den stärksten Vertreter der neuen Garde, die sich über Deutschrap ausbreitet. Allerdings hält sich bei so einem Mixtape der Tiefgang eh immer mehr zurück, was den Konsum leichter macht - aber auch die Wertung. Und mir geht das Ding nach halber Strecke ein wenig auf die Nerven, leider..." - 6/10
  • 6/10
    Anna S.: "Oida! Ich habe da so meine Schwierigkeiten den Lyrics zu folgen – der Sprachbarriere sei Dank. Das Mixtape zumindest bewegt sich in einem atmosphärischen Soundkosmos, der in ein paar tiefen Bässen und melodischen Klängen seine Akzente findet. Der Materie um Cloud- und Trap-Rap kann ich nicht allzu viel abgewinnen, so auch größtenteils bei 'Marmeladé'. Ein paar Tracks, wie 'Ois Koid', funktionieren auch als eigenes, allerdings sind mir zwanzig Songs am Stück, die auf dieser Schiene fahren zu viel. Per se ist es ein rundes Mixtape, meinen Geschmack trifft es allerdings nicht." - 6/10
  • 7/10
    Peter: "Crack Ignaz ist ein cooler Typ und das kommt auch alles mit der richtigen Attitüde daher. Außerdem bin ich Fan von dem Rappen im Slang und freue mich über jedes Wort, dass nicht so ausgesprochen wird, wie ich es gewohnt bin. Lediglich manche Tracks und Flows wollen mir nicht ins Ohr gehen, aber vielleicht ist Ignaz seiner Zeit wieder voraus. So war er doch einer der ersten im deutschsprachigen Raum, der auf Futures Beats rappte, lange bevor dieser durch unter anderem Drake auch in deutsche Hitlisten katapultiert wurde." - 7/10
  • 7/10
    Yannick W.: "Ich bin erstaunt, dass 'Marmeladé' trotz stolzen 20 Songs recht kurzweilig daher kommt, genau das sollte ein Mixtape bieten. Auch wenn sowohl was Soundbild als auch Inhalt angeht, kein klar erkennbarer Zusammenhang auf dem Release herrscht, kann es mich doch ziemlich entertainen. Man muss zwar schon ziemlich genau zuhören, wenn man alles verstehen möchte - Mundart sei Dank - mit seinem Akzent besitzt Ignaz K. allerdings auch ein klares Merkmal, dass ihn von vielen Kollegen abhebt und mit dem es sich nicht zuletzt auch noch ziemlich gut flowen lässt. Am Ende zwar ein bisschen zu lang und mit etwas zu wenig Abwechslung, fürs mitnicken im Auto allerdings ein super Soundtrack." - 7/10
6.4/10

Kurzfassung

Ganz mit allen der vorherigen Releases kann „Marmeladé“ zwar nicht mithalten, dennoch liefert Crack Ignaz ein rundes Mixtape ab. Kritik gibt es lediglich für die wenigen Überraschungen und die etwas zu lange Laufzeit.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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