Die Meinung der Redaktion zu Chakuzas „Noah“

Chakuza_Noah_Cover_400x400Seinen großen Durchbruch konnte Chakuza an der Seite von Bushido als Teil des Labels ersguterjunge feiern. Vom Stil seiner früheren Releases á la „City Cobra“ hat sich der Linzer mittlerweile allerdings weit entfernt. Seit der Platte „Magnolia“ bekommt man von Chak deutlich ruhigere, nachdenklichere Texte zu hören. Seit dem 2014 erschienenen „Exit“ rappt er außerdem nicht mehr auf klassische Beats, sondern produziert seine Musik zusammen mit der Band In Vallis. Eben diese Art von Hip-Hop bekommen wir auch auf dem neuen Werk „Noah“, das in der bayrischen Provinz entstand, zu hören. Allerdings fallen die 13 Titel weitaus lebensfroher und zufriedener aus, als noch auf den beiden vorherigen, sehr introvertierten, teils grimmigen Platten. Wir haben uns „Noah“ genauer angehört.

Chakuza – „Noah“ kaufen

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 7/10
    Yannick W.: "Nach 'Magnolia' und 'Exit' bildet das neue Album einen Abschluss, wie er runder und schlüssiger nicht sein könnte. Über die drei Alben konnte man als Hörer Veränderungen in Chakuzas Leben und Person hautnah miterleben, mit dem dritten Four-Album scheint er nun endlich in der Zufriedenheit angekommen zu sein. Dementsprechend fällt 'Noah' auch sehr viel heller und freundlicher als der Vorgänger aus. Chakuza stellt sich auch hier wieder als guter Texter unter Beweis, für mich leidet die Platte allerdings an der klanglichen Monotonie. Durch die komplett einheitliche Produktion mit In Vallis ist da wenig Abwechslung drin. Die Songs verschwimmen ineinander. Für gewisse Tage ist das Album dennoch geeignet, ich bin gespannt, wie es für Chak jetzt weitergeht. - 7/10
  • 8/10
    Shana: "Ich hatte die Befürchtung, dass „Noah“ atmosphärisch nahtlos an „Exit“ anknüpfen würde und es wieder jede Menge Misanthropie und dunkle Wolken geben würde. Es ist gleichermaßen überraschend und erfreulich, dass Chakuza offensichtlich endlich den Weg zurück ans Licht gefunden hat, steht ihm nämlich ziemlich gut, der neu gewonnene Optimismus." - 8/10
  • 7/10
    Freddy: "Chakuzas neues Album wirkt in sich abgerundet und vollkommen. Inhaltlich ist das Ganze weniger gedrückt und schwermütig als von mir erwartet. Dennoch stellt Melancholie das tragende Element der Platte dar. Nur diesmal in einer wohltuenden Art und Weise. „Noah“ bleibt musikalisch insgesamt ein sehr angenehmes Werk. Ich vermisse jedoch hier und da ein wenig Abwechslung." - 7/10
  • 7/10
    Niko: "Schon immer weiter weg von dem Typen, der er mal sein wollte. Aber, auch wenn man ihn persönlich kennenlernt, viel näher an seinem Wesen. Darum klingt es auch so stimmig. Plagiats-Vorwürfe sind nicht vermeidbar, zweifelsohne gehört er nun mal in die Gang der Inspirierten. Das macht das Album nicht schlechter, dennoch individuell aber eben auch nicht maßstabsetzend. Aber, schlicht und einfach: Ich höre seiner Traurigkeit manchmal gerne zu." - 7/10
  • 8/10
    Yannick H.: "Mit dem letzten Teil seiner Alben-Trilogie schließt Chak die Reihe würdig ab und beschreitet dabei weiterhin konsequent den mit Pop-Anleihen gepflasterten Pfad, der speziell seit 'EXIT' vor ihm liegt. Chakuza schafft es, mit einfachen Worten Bildern zu erzeugen, die berühren und das Kopfkino rattern lassen – catcht mich zwar nicht so sehr wie 'Magnolia', aber ist dennoch mit dem Prädikat 'gut' zu versehen. - 8/10
  • 7/10
    Kevin: "'Magnolia' hatte mich damals direkt gepackt. 'Exit' ist irgendwie an mir vorbeigegangen und nun hat 'Noah' wieder meinen Fokus. Ausgefallene Songs wie 'Gold' oder 'Wien' stehen Chakuza meiner Meinung nach sehr gut. Insgesamt kann ich mich mit dem Album sehr gut anfreunden. Ideal für einen Sonntag, an dem es das Wetter nicht zulässt das Haus zu verlassen." - 7/10
  • 5/10
    Zino: "Ich war ja vor "Magnolia" erst etwas skeptisch. Das Album hat mir dann aber überraschenderweise sogar besser gefallen als der "alte" Chakuza. Aber die beiden Nachfolger, erst "EXIT" und jetzt "Noah", können mich nicht überzeugen. "Wien" und "Tanzmarie" sind da die einzigen Ausnahmen, die gefallen mir dafür aber wahnsinnig gut. Alles in allem ist 'Noah' für mich recht durchschnittlich geworden." - 5/10
  • 7/10
    Philip: "'Noah' nimmt einen mit in Chakuzas Welt. Der Sound geht ins Ohr und die Texte sind sehr persönlich und haben einen schönen oder auch bittersüßen Inhalt. Das Album ist auf jeden Fall etwas, wenn man sich in Melancholie baden möchte. Vom Sound her ist mir das auf die Dauer zu viel Klavier und Glockengetöse und inhaltlich fehlt mir die gewisse Lockerheit, die ich bei Musik insgesamt sehr schätze. Trotzdem ein sehr schönes Album." - 7/10
  • 6/10
    Niels: "Chakuza scheint seinen Sound gefunden zu haben, mit dem er sich wohl fühlt. Auch wenn ich nicht einen Song wirklich schlecht finde, kann ich auch keine sonderlichen Ausreißer nach oben ausmachen. Insgesamt fehlt es mir leider eindeutig an Abwechslung. Auf 'Magnolia' hat das für mich besser funktioniert." - 6/10
6.9/10

Kurzfassung

Mit „Noah“ liefert Chakuza einen inhaltlichen Abschluss der mit „Magnolia“ gestarteten Reihe. Zusammen mit In Vallis ist ein sehr musikalisches, nachdenkliches Album entstanden, das uns weitestgehend überzeugen kann.

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