Die Meinung der Redaktion zu „Black America Again“ von Common

common-black-america-again-coverDie letzten Jahre liefen für Common ziemlich gut. Während er sich als Schauspieler ein zweites Standbein aufbaute, konnte er mit seiner Single „Glory“ im vergangenen Jahr einen Oscar für den besten Original-Song in einem Film absahnen. Genutzt wurde der Song im Film „Selma“ der die Frau von Martin Luther King portraitierte. Das Mitwirken auch als Darsteller in dem Film, der sich mit dem Leben eines der berühmtesten Völkerrechtlers der Welt auseinandersetzt, im Rücken, widmet sich Common auf einem mittlerweile elften Album wieder mir gesellschaftlichen Problemen und Rassismus auseinander. Mit an Bord sind neben seinem Oscar-Partner John Legend auch Größen wie Stevie Wonder oder Bilal, mit BJ, the Chicago Kid ist auch ein lokal ansässiger Kollege des Concious-Rappers an Bord. Wir haben uns „Black America Again“.

Common – „Black America Again“ kaufen

 

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 9/10
    Niko: Es tut so gut, so einen Typen wie Common in der heutigen Zeit unter den aktuellen Releases zu haben. Wenn auch manche Veteranen mit ihren Versuchen scheitern, sich und ihren Sound in die Neuzeit zu bringen, schafft Common es, mit gesundem Weitblick auf die politische Gesamtlage ein Album zu bringen, dass genug Knowledge verteilt, zugleich aber auch hoch emotional und künstlerisch-melodiös ist, um als Gesamtwerk zu stehen. Dies herrlich minimalisierte Setup, das sich schon während der Promophase zeigte, unterstreicht den Grundgedanken des Albums nach Freiheit und Gleichberechtigung vollends, der diesem Album inne wohnt. Gelungenes Ding, und wichtig für die Zeit. Und ein Common, der sich auf das besinnt, wofür er schon immer stand." - 9/10
  • 8/10
    Yannick W.: "Gelegentlich braucht es in schwierigen Zeiten auch Jemanden, der den Mund aufmacht, dabei aber genau überlegt und weiß, was er sagen will. Eine Platte wie 'Black America Again' kommt in einer Zeit von anhaltendem Rassismus, Polizeigewalt und dem Trump Sieg in den USA gerade zur rechten Zeit um aus der Hip-Hop Welt einen richtigen und wichtigen Standpunkt zu setzten. Musikalisch bekommt man genau das geboten, was man von einem Common-Album erwartet, entschleunigte, reduzierte Beats, wunderschöne Soul-Einlagen und einen in sich ruhenden Protagonisten. Auch das Oscar-Duo auf 'Rain' liefert wieder stark ab, gehört neben 'The Day the Women took over' auch zu den zugänglichsten Songs. Ein Album, dass seine Zeit fordert und das richtige Drumherum braucht, um sich komplett zu entfalten, dann allerdings so Einiges bereithält. Gute Platte!" - 8/10
  • 7/10
    Anna S.: "Trotz der ernsten und ernüchternden Thematik ist das Album keineswegs schwermütig. Produzent Karriem Riggins verleiht dem Werk einen sanften Sound. Soul- und Jazz-Einflüsse, bestehend aus Pianoklängen, Streichchören und harmonischen Vocals, lassen die gesellschaftskritischen und politischen Statements, die Common mit ausgeglichener Stimme vorträgt, in einem wohligen, friedlichen Licht scheinen. Die Message, welche die Missstände in der US-amerikanischen Gesellschaft im Bezug auf Diskriminierung und Ungleichheit anspricht, verliert dabei aber keineswegs an Kraft. Diese Symbiose gefällt mir gut und zeugt von einem künstlerischen und friedlichen Protest." - 7/10
  • 8/10
    Peter: "Das elfte Album von Common wirkt wie eine ästhetische Antithese zu dem, was grade die Charts dominiert. Während sich die Instrumentals in den Hintergrund stellen, liegt der Schwerpunkt dieses Releases deutlich auf den Aussagen des Rappers. Dies liegt auch daran, dass er kaum andere Rapper featuret. Wobei die souligen Instrumentals keines Falls kritisiert gehören, denn sie unterstreichen die gesellschaftliche Analyse des Albums über die schwarze Gesellschaft in den Staaten." - 8/10
  • 8/10
    Raphael: "Das Thema ist Common eine Herzensangelegenheit. Dementsprechend hat Common bei dem Album keine halbgare Kost durchgehen lassen. Voller Soul war seine Musik ja schon immer, bei Black America Again hat er aber die volle Kiste ausgepackt. Ein erwachsenes Album ist es geworden, sicher keins zum kurzen Durchhören. Gastvocals, Skits, alles ist an seinem Platz.  Ein gewichtiges Werk in Commons langer Diskographie." - 8/10
  • 9/10
    Yannick H.: "In seiner musikalischen Studie schwarzer Kultur in Amerika besinnt sich Common auf ältere Werke und bedient sich zuhauf an Soul-Elementen. Insgesamt fällt der Sound auf 'Black America Again' ruhiger als noch auf 'Nobody's Smiling' aus – für mich ein cleverer Schachzug. Denn so kann sich Common lyrisch besser entfalten und zwängt sich nicht selbst in ein Korsett. Passend dazu finden sich keine Features aus dem Rap-Metier auf dem Album wieder, sondern stimmgewaltige und emotional singende Barden wie Stevie Wonder, John Legend oder Bilal. Der Titelsong sowie „Unfamiliar“ mit der jungen Sängerin PJ ragen dabei für mich heraus." - 9/10
  • 8/10
    Anna G.: "Conscious Rap in seiner besten Form. Common schafft es, dass die Musik neben den starken Inhalten nicht in den Hintergrund rückt. In meinen Augen eine perfekte Kombination aus bewegenden Texten und einem durchgängigen und schönen Soundbild. Mir gefällt der starke Soul-Einfluss, auch die Features sind sehr passend gewählt. Der Titeltrack mit Stevie Wonder ist sehr berührend und eindeutig ein Highlight der Platte." - 8/10
8.1/10

Kurzfassung

Mit seinem ruhigen, durchdachten elften Album kann Common bei uns punkten. Der MC aus Chicago weiß das schwierige Thema Rassismus und Diskriminierung richtig anzupacken und in einer souligen Soundkulisse unterzubringen.

The following two tabs change content below.
Ich kann quasi nur über Musik reden...
Hanfosan

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.