Die Meinung der Redaktion zu „Avrakadavra“ von Goldroger

goldroger-avakdavraAuch wenn er sich einer größeren Fanbase durch das Internetbattle Turnier „Moment of Truth“, kurz „MOT“ vorstellte, hatte Goldroger nie mit dem Stempel des Internet-Battlerappers zu kämpfen. Schnell beim Kölner Label Meeting Pot Music untergekommen, veröffentlichte er Dortmunder im vergangenen Jahr sein erstes Mixtape „Räuberleiter“. Mittlerweile steht das erste Soloalbum von Goldie in den Läden, produziert wurde „Avrakadavra“ komplett vom Duo Dienst & Schulter. Für den Sound seines ersten Albums setzt er auf Gitarrensounds und eine Ästhetik ala „Fear and Loathing in Las Vegas“. Wir haben uns das Debütalbum von Goldroger angehört.

Goldroger – „Avrakadavra“ kaufen

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 8/10
    Shana: "Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber die Musik von Goldroger hatte ich bisher wirklich ganz anders in Erinnerung. Umso (positiv) überraschter war ich, als dieses erfrischende und federleichte Album durch meinen Player lief. Ich mag es, wie Goldroger schon fast über die musikalische Untermalung tänzelt. Genau so eine Platte braucht man an diesen deprimierenden, grauen Herbsttagen." - 8/10
  • 9/10
    Kevin: "Sie sagen »Basti, bleib realistisch!«, doch Sebastian Goldstein aka Goldroger scheißt drauf – und das ist genau richtig. Mit 'Avrakadavra' liefert Goldie für mich den Geheimtipp des Jahres ab. Sei es der Raphead, ein Plattensammler, das OK Kid Fangirl oder auch ein studierender Twenty-Something, der Rap höchstens von einem Haftbefehl Auftritt bei Circus Halligalli kennt und seine Jungs via Whatsapp mit den ach so lustigen Zitaten Haftis versorgt: All diese Charaktere könnten sich darauf einigen, dass diese Platte richtig, richtig gut geworden ist. Goldie hat einen hohen Anspruch an sich selbst und an seinen Sound. Ganz gerecht wird er ihm bestimmt noch nicht, dennoch ist er für mich mehr als auf einem guten Weg. Der Wechsel von rumpelnden Boom Bap hin zum sphärischen, gitarrenlastigen Sound vom Produzentenduo Dienst & Schulter funktioniert und ist genau der richtige Schritt gewesen." - 9/10
  • 5/10
    Yannick H.: "Kann ich mich leider nicht mit anfreunden. Schon Goldrogers Stimme stößt mir negativ auf und auch die Themen überzeugen mich nicht wirklich. Positiv hervorheben möchte ich aber den Wechsel zwischen Up tempo-Nummern und ruhigeren Songs." - 5/10
  • 7/10
    Niko: "Gutes Album. Wirklich. Es bewegt sich aber auf einer emotionalen Ebene, die ich schon verstehe, mich aber vom Fluss der Emotionen, die es zweifelsohne transportieren will, nur marginal berührt. Sicher braucht es einfach mehr als 2-3 Runden Durchlauf, um es greifen zu können, damit es einen ergreift, für die fehlt mir aber irgendwo der Zugang." - 7/10
  • 7/10
    Peter: "Die Singles konnten mich nicht überzeugen. Wie ein Bilderbuchdeutscher hörte ich lieber ein weiteres mal "MLXMLK", als mich mit dem neuem Sound des Wahlkölners anzufreunden. Jedoch konnte mich Goldroger auf Albumlänge gewinnen. Eine Seltenheit in der deutschen Raplandschaft. Klingen viele Alben nach einer Ansammlung von den Tracks der letzten Monaten, klingt 'Avrakadavra' nach einem Werk. Probs gehören dafür Dienst&Schulter, die ein warmes, aber auch abwechslungsreiches Soundbild geschaffen haben." - 7/10
  • 9/10
    Anna S.: "Goldroger schafft es mit 'Avakadabra‘ seinen individuellen und außergewöhnlichen Stil zu präsentieren. Die Mischung aus Rap und extrem melodischen Sprechgesang bildet mit den träumerischen und abwechslungsreichen Instrumentals eine beachtliche Symbiose. Goldroger jongliert mit den Wörtern und schafft es von 13 Tracks jedem einen eigenwilligen Schliff zu verpassen und trotzdem einen roten Faden durch das gesamte Album zu ziehen." - 9/10
  • 9/10
    Yannick W.: "Ein Album um sich fallenzulassen. Wunderbar leichtfüßig bewegt sich Goldroger über die verträumten gitarrenlästigen Beats und schafft es dabei, von vorne bis hinten ein schlüssiges Stück Musik zu kreieren und es mit starken Wortspielen zu spicken. Dass sich in den erzählten Storys auch gleich noch klare Haltung findet, macht die Platte umso besser. Der Weg, den Goldie mit seinem Debüt eingeschlagen hat, scheint für ihn zweifelsohne der Richtige zu sein, ich bin gespannt, wo die Reise in den nächsten Jahren hingeht." - 9/10
7.7/10

Kurzfassung

Mit seinem Debütalbum kann Goldroger uns weitestgehend überzeugen. Der Wechsel vom Boom Bap zu Gitarrensounds steht dem Wahlkölner, auch lyrisch weiß er zu gefallen. Die Hürde des ersten Albums wurde souverän genommen.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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