Die Meinung der Redaktion zu Abroos „Königreich der Angst“

Lange mussten Fans von Abroo auf das angekündigte Album „Königreich der Angst“ warten. In den letzten Jahren konnte der Rapper aus Halle besonders durch sein Projekt Antihelden mit Dra-Q in Erscheinung treten, seit dem letzten Soloalbum von Abroo sind stolze acht Jahre ins Land gegangen. Auf „Königreich der Angst“ sind unter anderem Audio88, Sirqlate, Donato, Blood Spencore, Gory Gore, Headtrick und Phase vertreten, das Album ist bei newDEF erschienen.

 

Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 6/10
    Yannick W.: "An sich eine schöne, durchdachte Untergrundplatte, die sich oft mit greifbaren Themen auseinandersetzt und besonders durch die vielen politischen Tracks auffällt. Das Problem der Platte liegt im Kern allerdings darin, dass man sich oft zwingen muss zuzuhören, auf der kompletten Lauflänge kommt zu keinem Punkt Leichtigkeit auf. Musikalisch wäre auf "Königreich der Angst" sicherlich mehr drin gewesen, besonders wenn man mal einen Blick auf Abroos Diskographie wirft, sollte man meinen, er wüsste wie es besser geht. - 6/10
  • 7/10
    Niko: "Guter Rapper, starke Inhalte, musikalisch eher klassisch. Aber das mag ich. Dennoch ein wenig zu eintönig in der Verpackung. Leider. Man muss schon genau hinhören um zu bekommen, was er zu sagen hat. Und das machen leider die wenigsten." - 7/10
  • 5/10
    Aron: "Alles ziemlich mittelmäßig für mich. Musikalisch, raptechnisch wirkt „Königreich der Angst“ ein wenig aus der Zeit gefallen. Was den Inhalt angeht: Ich finde diese stark politische Ausrichtung mutig und gut, der Großteil der Texte ist für mich jedoch Betroffenheitslyrik - amerikanischer Imperialismus ist böse, Großkonzerne haben keine Moral, Kapitalismus und Globalisierung schaffen mehr Probleme als sie lösen...alles gut und schön, aber bei so viel Zeigefinger muss in Delivery und Sound irgendwie ein gleich großes Gewicht auf die Waage gelegt werden, sonst wirkt das Ganze wie eine vorgerappte Aktivisten-Rede. „Du schickst Bauern in den Krieg, weil dir zwei Türme fehlen“ ist z.B. eine großartige Zeile aber auch genauso schwarz-weiß wie Abroo angeblich nicht sein will." - 5/10
  • 5/10
    Niels: "Ich habe nichts gegen minimalistische Beats, solange der Künstler dies zu seinem Vorteil zu nutzen weiß. Abroo gelingt das meiner Meinung nach nicht. Für das Soundgewand ist mir flowtechnisch einfach zu wenig drin, was sich unweigerlich auf meine Aufmerksamkeit für den Text auswirkt. Feature-Gast Audio88 zeigt zugleich, wie man es besser machen kann. Ausreißer nach oben gibt es ein paar, wenn auch wenige." - 5/10
  • 7/10
    Edoardo: "Lange ist's her seitdem Abroo solo releaste. Der MC schießt auf über 15 Tracks ein düsteres Foto des Hier und Jetzt. Mir gefällt vor allem die thematische Kohärenz." - 7/10
  • 7/10
    Shana: "Einer der Guten ist zurück und "Königreich der Angst" ein Album, das zeitgemäßer nicht sein könnte, aber vermutlich viel zu wenig Aufmerksamkeit erlangt." - 7/10
  • 7/10
    Yannick H.: "Sehr solide Platte des Hallensers, der sich kritisch mit Amerika auseinandersetzt („Sterne und Streifen“) und zusammen mit „Normaler Samt“-Rapper Audio88 über die Überflutung mit teils nichtigen Nachrichten rappt („Klub der toten Voyeure)." - 7/10
6/10

Kurzfassung

Mit „Königreich der Angst“ kann Abroo zwar nicht auf ganzer Linie bei der BACKSPIN Gang punkten, in der Summe reicht es dennoch für eine Berwertung im guten Durchschnitt. Als größter Kritikpunkt an der Platte fällt die musikalische Eintönigkeit auf, Lob gibt’s teilweise aber für die politische Positionierung.

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