Die Meinung der Redaktion „Der Holland Job“ von Xatar & Haftbefehl

Coup Der Holland Job CoverLange wurde über die Kollaboration der beiden aktuell wohl größten Gangsta-Rapper des Landes gesprochen. Diskussionen über die durchaus undurchsichtige Promophase, die spärlichen Infos bis wenige Wochen vor Release und ob Haftbefehl und Xatar auch als Duo überzeugen können, waren überall zu lesen. Mittlerweile konnte man sich ein Bild vom „Holland Job“ der beiden machen, auf den mit Hilfe eines fulminanten 30-minütigen Actionfilms vorbereitet wurde. Produziert wurde das Album dabei hauptsächlich von Farhot und Bazzazian als Die Achse, Unterstützung kommt dabei vom AoN-Beatmacher Reaf, Taj Jaison, Brenk Sinatra, Choukri, Baibu und ENGINEARZ. Die Featuers kommen etwas überraschender daher, als die Auswahl der Producer, mit an Bord sind die Hamburger Newcomerin Haiyti, Joy Denalane und der Sänger Yo-Ne. Wir haben uns mit Coup beschäftigt.

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Das sagt die BACKSPIN Gang!
  • 9/10
    Shana: "Meine Erwartungen waren unmenschlich hoch, wurden aber tatsächlich erfüllt, was nicht zuletzt an den übertriebenen Produktionen und Haiyti liegt, s/o nach Hamburg an dieser Stelle." - 9/10
  • 8/10
    Freddy: "Ich hatte natürlich Zweifel. Es ist schwierig, den Erwartungen an ein so großes Projekt gerecht zu werden. Doch spätestens der Kurzfilm hat meine Bedenken verdrängt und mir gezeigt, wie viel Arbeit in das Release gesteckt wurde. Nachdem ich mir 'Der Holland Job' anhörte, wusste ich, dass auch die Platte an sich viel Spektakel beinhaltet. Coup stellt zwei kompromisslose Straßenrapstile dar, die musikalisch passend aneinander geformt wurden. Meine persönlichen Highlights sind das eingängige 'Tach Tach' und das nachdenkliche 'Lauf der Dinge'. Alles in allem ist der Longplayer durch die Fusion von Xatar und Haftbefehl etwas Neuartiges. Der Kurzfilm bescherte das nötige Etwas." - 8/10
  • 8/10
    Zino: "Als das Kollabo zwischen Haft und Xatar angekündigt wurde, waren die Erwartungen auch bei mir dementsprechend hoch. Auf dem splash! und dem O4F konnte man sich ja zumindest live schon mal einen kleinen Eindruck verschaffen - jetzt wo der Holland Job draußen ist, knallt es aber noch mehr. Und jetzt Gib Geld." - 8/10
  • 8/10
    Yannick H.: "Ähnlich wie schon bei „Classic“, der Zusammenarbeit von Bushido und Shindy, stechen hier die Beats heraus. Was Farhot und Konsorten hier geschaffen haben, sucht schon seinesgleichen. Inhaltlich bekommt man das, was auch auf Soloalben von Hafti und Xatar stattfindet, von Drogenhandel bis Proletentum ist alles vertreten. Wer sich aber darauf einlässt und nicht mit der Erwartung an die Kollabo herangeht, dass das Rad neu erfunden wird, dem wird „Der Holland Job“ Spaß bereiten. Mir hat er es auf jeden Fall und wird es in nächster Zeit auch weiterhin tun." - 8/10
  • 5/10
    Diana R.: "Also- so schön die Beats, Raps und auch die Videos zum Album ausproduziert sind, muss ich nach fünf Minuten kurz mal die Kopfhörer weglegen. Bei den ganzen hässlichen Phrasen und Worten wird mir fast körperlich schlecht. Von "500 Schlampen" und "Tatorten"  zu rappen, verfehlt meiner Meinung einfach den Sinn von Rap. Mehr Props habe ich dann schon für Songs wie "Paranoid," die diesen Lebensstil etwas gesünder reflektieren: "Sie sagen, Nutten bringen Geld, Geld bringt Nutten. Doch kannst du in die Augen deiner Eltern kucken?" Trotz allem von mir 5 Punkte von mir für die echt besonderen Beats, Rap-Flows und teilweise aufrüttelnden Lines." - 5/10
  • 9/10
    Christian: "Meine Erwartungshaltung zu Coup war vorab eher mäßig, umso mehr hat es mich dann beim Hören begeistert. Sowohl das Soundbild als auch die Kollaboration zwischen den Beiden ist für mich stimmig. Trackempfehlung gibt es aktuell keine, da mich auf der Platte irgendwie alles catched." - 9/10
  • 9/10
    Niko: "Alter, was für Produktionen. Ich bin ja schon seit langer Zeit ein Freund von der Ästhetik und Wucht, die aus FFM bis Bonn rüber weht (mit einer dicken Prise Hamburger Frischluft inklusive), aber das hier ist noch mal eine Spur mehr von dem Straßen-Soundtrack, den ich mag. Eben ein Gangster-Movie auf Platte. Inhaltlich mitunter eintönig und auch nicht konsequent genug bei kritischen Themen. Aber das ist egal, weil es hier darum nicht geht." - 9/10
  • 8/10
    Yannick W.: "Ich muss gestehen, dass mich die Promophase durchaus skeptisch gegenüber dem Album gemacht hat und damit war ich sicherlich nicht allein. Jetzt wo man den "Holland Job" ein paar Tage höre konnte, gefällt mir die Kollaboration allerdings immer besser. Jeder einzelne Song ist unfassbar gut ausproduziert, die Beats sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Auf den sehr blechern klingenden, wuchtigen Instrmentals findet sich Haftbefehl als Flow-Wunderkind zwar um einiges besser zurecht, als sein Partner, dennoch tritt Xatar als deutlich prägnanterer Teil des Duos auf, übernimmt fast jede Hook und verleiht dem ganzen Projekt einen herrlich brachialen Flavour. Der Trademark-Sound der Beiden rückt für Coup insgesamt ziemlich weit nach hinten, dennoch macht der Sound nicht den Eindruck, als hätte ein Kompromiss gefunden werden müssen. Die Frage, ob zwei der größten Gangsta-Rapper zusammen funktionieren, lässt sich also mit einem simplen Ja beantworten. Als meine Highlights kristallisieren sich dabei die großartige Brenk-Farhot-Bazzazian Kollabo auf "Kanack" und die derbe Haiyti-Hook auf "Gib Geld" heraus." - 8/10
8/10

Kurzfassung

Mit ihrem Kollaboprojekt konnten Haftbefehl und Xatar uns sehr überzeugen. Als Coup funktioniert die Connection FFM-Bonn sehr gut, von den hochklassigen Produktionen bis hin zum neu kreierten Sound stimmt auf dem Album vieles.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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