Jule Wasabi über Falk Schacht: „Ich glaube wir haben beide schon viel voneinander gelernt und bereichern uns…“

Schacht

Deutscher Hip-Hop Journalismus steht derzeit unter so viel Kritik wie schon lange nicht mehr. Nicht nur Rapper wie Sido und Bushido schießen immer wieder gegen die Berichterstattung, auch die die Medien untereinander kritisieren sich gegenseitig. Der neue Podcast von Falk Schacht und Jule Wasabi bei BR Puls stellt sich den Fragen, die durch die Kritik oft aufgeworfen werden. Die verschiedenen Perspektiven der beiden Journalisten führen dabei oft zu einer differenzierten Diskussion, die solche Themen benötigen. Während Falk nun schon seit mehr als 20 Jahren den Medienzirkus begleitet, trat Jule erst vor ein paar Jahren hinter die Kulissen dessen. Grund genug, die beiden näher kennen zu lernen und sie über ihr gemeinsames Projekt zu befragen. 

Die hohe Fünf mit Jule Wasabi

Schacht

Wie haben du und Falk zusammengefunden und warum machst du den Podcast mit ihm?

Wenn ich sowas wie einen Mentor habe, dann ist es auf jeden Fall Falk. Er ist auf meine Arbeit aufmerksam geworden als sich noch niemand dafür interessierte. Seitdem berät er mich wahnsinnig ehrlich und respektvoll. Wir sind oft nicht einer Meinung, aber hören einander zu. Falk kann sehr ausdauernd diskutieren und ist dabei nie konfliktscheu. Ich glaube wir haben beide schon viel voneinander gelernt und bereichern uns, vielleicht geht es dem ein oder anderen Zuhörer ähnlich.

Hast du ein Ziel mit dem Podcast? Willst du eher „Nerd-Talk“ für Fortgeschrittene machen, „Basics“ für Anfänger erklären oder einfach nur unterhalten?

In erster Linie geht es mir um die Unterhaltung. Das was wir dort besprechen sind unsere Meinungen. Ich mag die Idee, dass Leute bei uns einschalten um zu hören was wir persönlich denken, aber dabei fließt natürlich auch automatisch Wissen für die Zuhörer ein.

„Schacht und Wasabi“ erinnert der Titel nur zufällig an „Schulz & Böhmermann“? Wieso ist euer Podcast im Unterschied zu dem, der gerade genannten, sowohl bei BR plus, also im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, als auch auf Spotify zuhören?

Wir haben in den Vorbereitungen tatsächlich viel über Schulz&Böhmermann gesprochen. Ich höre die beiden seit vielen Jahren und mag den Stil. Sich mit seiner Meinung gegenüber allgemeinen Themen klar zu positionieren gefällt mir sehr. Ich mag die herzlich ehrliche Art der beiden und hoffe wir werden das ähnlich hinbekommen. Zu Spotify zu gehen, finde ich einen richtigen und wichtigen Schritt. Wir wollten eben sicher gehen, dass die User den bestmöglichen Zugang zu dem Podcast haben. PULS ist im öffentlich-rechtlichen Bereich echt vorne dran und macht vieles möglich.

Gegen Hip-Hop-Journalisten wird momentan von Seiten der Rapper oft scharf geschossen. Inwiefern beeinflusst dich das?

Man straft mich am härtesten mit Ignoranz. Ich disse selbst nur Leute von denen ich glaube sie halten es aus. Fehlt mir der nötige Respekt für eine Person, habe ich keine Lust mich mit ihr auseinander zu setzten. Aber nach einem harten Beef tut es auch mal gut in die Uni zu gehen und zu wissen, dass ich das alles nur mache, weil es mir Spaß macht und nicht weil ich muss.

Welchen Track hast du zuletzt gehört? Wie findest du ihn?

Zuletzt hab ich „Aliens“ von Mine und Edgar Wasser gehört. Der Track befasst sich mit Andersartigkeit und dem daraus resultierenden Fremdenhass. Der perfekte Soundtrack zu Trumps ersten Amtshandlungen.

Die hohe Fünf mit Falk Schacht findet ihr auf Seite 2

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Aus Regensburg dem Ruf der Hamburger Rapper gefolgt und in die derbste Stadt der Welt gezogen.

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1 Comment

  1. Julian Wasabo

    18. Februar 2017 at 16:20

    Die Eule hat zu wenig Hintergrundwissen. Die liebt Hiphop im Kern nicht. Das ist ihr scheissegal. Mode. Halbironisch.

Erzähl Digger, erzähl

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