Impuls: „Vor allem in der kreativen Branche braucht man ein gutes Durchhaltevermögen.“

Impuls ist eine Dokumentationsreihe über moderne, urbane Kunst und zeigt demgemäß Graffiti-Art, Design und Illustration als Kunstpfeiler, die in der breiten Masse noch keine Anerkennung genießen. Dokumentiert werden die Arbeit und Menschen hinter der Kunst. Dabei bringen die Künstler ihre eigenen Ideen bei der Umsetzung der jeweiligen Folge mit ein. Kreative Projekte treffen auf begleitende Interviews und atmosphärische Töne. Die von FPS Films und KLSSX Agentur produzierte Kurzserie dient somit als Schauplatz für die porträtierten Künstler. Nach den Premieren der ersten drei Episoden „Jeroo“„Holiday On A Tropical Island“ und „44 Flavours“ sind weitere drei Folgen in Planung. Wir haben mit den Machern von Impuls unter anderem über die Idee hinter der Serie, die Auswahl der dargestellten Künstler, den Produktionsprozess der Doku allgemein, den Anspruch an die eigenen Episoden und die bisherige Resonanz gesprochen.

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Die Hohe Fünf mit Impuls

Wer steckt hinter Impuls und welche Idee verbirgt sich hinter dieser Dokumentationsreihe?

Impuls besteht aus zwei Parteien, FPS Films und der Klssx Agentur. Kennengelernt haben wir uns Ende letzten Jahres über einen gemeinsamen Freund. Da wir uns auf Anhieb alle gut miteinander verstanden haben, obwohl jeder irgendwie anders tickt, kamen wir schnell auf die Idee, gemeinsam was auf die Beine zu stellen. Etwas Größeres mit mehr Tiefgang und Konzept. Durch die Nähe zu Künstlern der Klssx Agentur und beiderseitigem Interesse an urbaner Kunst sind wir dann schnell auf die Idee gekommen, uns auf diesen kreativen Bereich zu fokussieren. Eine Möglichkeit schaffen, die Menschen hinter dieser Kunst näher kennenzulernen, sie etwas greifbarer zu machen. Zeigen was sie erlebt haben, was sie motiviert oder auf was sie in der Zukunft einmal hinausarbeiten wollen. Der Grundgedanke ist, Künstlern eine Plattform zu bieten, bei der sie auch die Möglichkeit haben mit ihren eigenen kreativen Ideen, Einfluss auf die Gestaltung zu nehmen. Zusammengefasst produzieren wir experimentelle audiovisuelle Porträts von urbanen Künstlern.

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Nach welchen Kriterien wählt ihr die von euch porträtierten Künstler aus? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

Wir legen uns nicht auf eine bestimmte Art von Künstler fest, um eine gewisse Abwechslung zu schaffen. Im Großen und Ganzen sind das Künstler der modernen Kunst. Von Graffiti-Art über Illustration zu Design, aber für die Zukunft sind da keine festen Grenzen gesetzt. Im Endeffekt muss dann nur noch die Chemie stimmen, sodass man auch auf einer Wellenlänge zusammen arbeiten kann und sich im besten Fall gegenseitig nach vorne pusht. Am allerwichtigsten ist aber, dass beide Seiten Spaß an der gemeinsamen Arbeit haben. Auf der einen Seite gestaltet sich das ganze Projekt dadurch etwas einfacher, auf der anderen nimmt man auch für sich persönlich etwas mit und gewinnt vielleicht den einen oder anderen Freund dazu.

Wie kann man sich den Produktionsprozess der Kurzfilme vorstellen? Wie entstehen die einzelnen Episoden konzeptionell und technisch?

Uns ist es wichtig, dass wir den/die Künstler/in seinem/ihren alltäglichen Umfeld zeigen. Jeroo in Stuttgart, Holiday on a Tropical Island in Dortmund und die 44Flavours in Berlin zum Beispiel. Für die Dreharbeiten fahren wir dort hin um genug Material zu sammeln. Die Postproduktion findet dann in unserem gewohnten Arbeitsumfeld in Dortmund statt. Konzeptionell wird vorher reichlich über den Künstler recherchiert, um ein grobes Storyboard zu entwickeln, welches natürlich auch auf den jeweiligen Künstler und seine Werke zugeschnitten ist. Darüber hinaus lassen wir uns auch hier und da ein wenig Freiraum für Improvisationen. Das hat den Vorteil, dass man auch auf kreative Ideen des Künstlers selbst reagieren kann und diese umsetzen kann. Somit hat der Kurzfilm durch die Storyline einen roten Faden, dem man folgen kann und trotzdem genügend Spielraum, um das Ganze experimentell gestalten zu können.

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Welche Aspekte sind euch für das Endprodukt besonders wichtig? Welche inhaltlichen Botschaften und welche künstlerisch-kreativen Eigenschaften sollen die Mini-Dokumentationen vermitteln und verkörpern, um eure Erwartungen zu erfüllen?

Für das Endprodukt ist es wichtig, dass wir auf den Künstler im Allgemeinen eingehen und auf jeden Fall seine Inspirationen und Motivationen aufzeigen. Vor allem in der kreativen Branche braucht man ein gutes Durchhaltevermögen und muss sich immer wieder dazu motivieren können, am Ball zu bleiben. Zusätzlich ergeben sich Möglichkeiten, andere Menschen durch die eigene kreative Arbeit positiv zu beeinflussen. Die Aspekte Motivation und Inspiration sind fester Bestandteil. An uns selber haben wir natürlich auch einige Erwartungen. Jede Folge von Impuls ist eine neue Herausforderung, die wir sehr ernst nehmen. Gerade audiovisuell wollen wir etwas Besonderes machen. Es soll nicht rein dokumentarischer Natur sein, sondern eher eine Art Kunst darstellen. Von diesen Dokumentationen, die man häufiger im TV sieht, wollen wir uns weitestgehend lösen und unsere eigene Art von Doku entwickeln, in der wir uns auch selbst als Künstler präsentieren – Bild sowie Ton und die Verknüpfung dazwischen.

Wie kommt IMPULS bisher an? Welches Feedback habt ihr bekommen und welche Pläne habt ihr für die Zukunft?

Wir veranstalten zu jeder Ausgabe auch immer eine Releaseparty, bei der wir den Kurzfilm vorführen. Das ist ziemlich cool, weil man dabei immer eine unmittelbare Reaktion der Zuschauer beobachten kann. Außerdem bekommt man ein sofortiges Feedback in persönlichen Gesprächen. Durch diese direkte Kommunikation bekommt man ein ganz gutes Gefühl dafür, was den Zuschauern wirklich gut gefällt oder ob es noch Seiten des Künstlers gibt, die man eventuell noch stärker in den Fokus rücken könnte. Alles in allem fällt das Feedback aber bisher sehr positiv aus, was uns ziemlich stark motiviert und uns ein gutes Gefühl bei der Sache gibt. Natürlich finden wir selber immer noch Aspekte, die wir gerne verbessern, aber im Großen und Ganzen wachsen wir von Folge zu Folge über uns hinaus und entwickeln uns stetig weiter. In Zukunft wollen wir gerne auch über Deutschland hinaus Künstler porträtieren. Da muss man aber erstmal schauen, inwiefern man das realisieren kann. So oder so werden wir auf jeden Fall Knallgas geben und Spaß bei der Sache haben. Den Spaß an dem was du machst oder dem Ziel was du verfolgst, nicht zu verlieren, ist im Endeffekt das was am meisten zählt.

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