Emil Schramm: „Ich kann Fragen stellen, die in einem normalen Interview nie beantwortet würden.“

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Seit mehreren Jahren fotografiert Emil Levy Z. Schramm. Manche seiner Arbeiten brachten uns in der Vergangenheit zum Schmunzeln, wir erinnern uns an viele Russenhocken auf dem letzen Splash!, andere sorgten für ernste Mienen. Mit seinem Format „Drop‘ das Mic!“ half er Rap-ist.net, heute HeckMeck.TV, aufzubauen und interviewte so schon viele namhafte Rapper, ohne dabei auch nur ein Wort zu benutzen. Jedoch begleitete er ebenfalls den NSU-Prozess rund um Beate Zschäpe als Fotograf im Rahmen seiner Abschlussarbeit. Für uns wird er sich weiterhin mit Künstlern treffen und diese auf eine einzigartige Weise interviewen. Wir freuen uns auf neue, aussagekräftige Beiträge auf BACKSPIN.de.

Hohe Fünf mit Emil Schramm

1. Was bewog dich zum Wechsel zu BACKSPIN? Was verbindest du mit dem Namen?
Easy, BACKSPIN war der nächste logische Schritt in meiner Karriere. Kurz nach der Gründung
von Rap-ist.net bin ich in die Redaktion eingestiegen und habe beim Aufbau mitgeholfen. Jetzt, 2
Jahre später, war es an der Zeit für mich, mich nach neuen Herausforderungen und Möglichkeiten
umzusehen. Ich wollte gerne zu einem etablierteren Medium mit einer klaren Linie. Da war
BACKSPIN natürlich meine erste Wahl!

2. Was macht deiner Ansicht nach die Foto-Interviews besonders?
Das besondere an der Serie ‚Ohne Worte‘ ist, dass ich Fragen stellen kann, die die Portraitieren in
einem normalen Interview nie beantworten würden. Ausserdem lassen die Antworten viel Spielraum
für Interpretationen zu.

3. Wie entstand die Idee zu dem Format? Und warum veröffentlichst du die Bilder in schwarzweiß?
Die Inspiration für der Serie habe ich aus dem 1948 erschienen Buch „The Frenchman“ von dem
amerikanischen Photographen Philippe Halsman. Für dieses Buch hat er de französischen Filmstar
Fernandel Fragen gestellt, die dieser mit Ausdrücken beantworten musste.
Ich habe das Prinzip auf Deutsch Rap angewandt, die Photographietechnik und den Look verändert
und voila: die Serie stand.
Die Interviewreihe ist in schwarzweiss um allen Bildern einen Einheitlichen Look zu geben,
Ausserdem würde Farbe vom Wesentlichen Ablenken. Den Ausdrücken und Posen.

4. Stand dir schon mal die Eitelkeit eines Künstlers im Weg?
Auf jeden Fall. Ein Berliner Rapper wollte mal die Bilder nicht freigeben, weil ihm seine Frisur
nicht gefallen hat. Meiner Meinung nach hatte er die selbe Frisur wie immer… Die Bilder wurden
nicht veröffentlicht.

5.Welcher Künstler fehlt dir noch in deinem Portfolio? Beziehungsweise welchen Künstler wünschst du dir noch zu fotografieren?
Als ich vor knapp zwei Jahren mit der Serie angefangen habe, habe ich mir gesagt, dass ich aufhöre
sobald ich Eko Fresh photographiert habe. Letztes Jahr im Frühsommer war es dann soweit- ich
habe Eko photographiert. Der allerdings meinte, dass ich nicht aufhören sollte zu photographieren.
Wäre schade um die nice Serie.
Also habe ich weiter gemacht und muss sagen, dass ich froh drüber bin. Danke Eko!
Denn es gibt noch so manchen Künstler den ich noch photographieren möchte.

Emils Werke findet ihr auf seiner Website und in sozialen Netzwerken.

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Moin! Aachener, der irgendwas mit Medien studiert, ungern über sich in der Dritten Person schreibt und fest zu BACKSPIN gehört. Kopf ist kaputt, aber Beitrag is nice, wa.

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