Cro – „Unendlichkeit“

unendlichkeit

Mit dem Video zu „Baumkündigte Cro sein drittes Album „fake you.“ an und sorgte nicht nur wegen der Ankündigung an sich für Gesprächsstoff. Denn bereits der Titel „fake you.“ las sich schon deutlich anders als noch die beiden Vorgänger „Raop“ und „Melodie„. Auch thematisch war die erste Auskopplung um einiges reflektierter und durchdachter, als man es vom Rapper mit der Pandamaske erwartet hätte. Als Cro sich im dazugehörigen Video noch anfahren ließ und plötzlich ohne Maske da stand, auch wenn man sein Gesicht nach wie vor nicht zu Gesicht bekam, dachten die Ersten bereits, dass der Stuttgarter Rapper vielleicht sogar seine Maske ablegen würde.

Auch die zweite Auskopplung, die er vorerst nur als Audioversion ohne Video zu hören gab, schlug in eine ähnliche Kerbe – und wurde sogar noch persönlicher als die Vorherige. In „Unendlichkeitsprach Cro über die Erfüllung von Lebensträumen und dem Streben nach Unendlichkeit. Geld, Frauen, Fans – all das hat Cro seit mehr als fünf Jahren, beide seiner Alben konnten Goldstatus erreichen. Alleine sein Debüt „Raop“ konnte sich fast zwei Jahre in den Charts halten. Doch all das schien für Carlo Waibel nur kurzfristiges Glück gewesen zu sein. Denn am Ende des Tage, bleibe ihm nicht mehr viel davon übrig, wie er es im Song zur Sprache bringt.

Zu „Unendlichkeit“ gibt es seit gestern nun auch Videoauskopplung, die von der Audioversion jedoch ein wenig abweicht. So wurde die einzige Strophe des Songs abgeändert, inhaltlich geht die Strophe aber nach wie vor in die gleiche Richtung. In dazugehörigen Video scheint er durch seinen eigenen Kosmos zu taumeln, der ihn jedoch nicht glücklich stimmt, im Gegenteil, er scheint dieser Welt entflüchten zu wollen. Am Ende des Videos sieht man den entmaskierten Cro an einem wunderschönen Sonnenuntergang. Natürlich sieht man ihn nicht von vorne. Das wird wohl auch vorerst so bleiben.

Trotzdem: Cro möchte anscheinend nicht mehr auf Pop-Rap und seine Maske runterreduziert werden. Und die ersten zwei Auskopplungen sprechen für diesen Schritt. Cro zeigt Profil, macht sich angreifbar, oder einfacher gesagt: „fake you.“ könnte ein äußerst spannendes Album werden, sollte sich der „neue“ Cro auch auf Albumlänge so erwachsen zeigen.

Erst kürzlich feierte „Raop“ seinen fünften Geburtstag. Unser Autor Yannick H. hat sich dem Album einmal gewidmet. Lesen kannst du den Artikel hier.

„fake you.“ kannst du hier bestellen.

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