Credibil über sein Rap-Hörspiel „Nie wieder Bahnhof“

© Kevlic Winehouse

Nach einer langen Pause hat Credibil wieder ein neues Projekt rausgebracht: In Zusammenarbeit mit dem WDR ist das Rap-Hörspiel „Nie wieder Bahnhof“ entstanden, welches im Prinzip ein komplettes Album von dem Frankfurter ist. Es haben unter anderem auch wieder seine Freunde Frustra und Ahzumjot mitgewirkt. Wir haben mit ihm über die Entstehung gesprochen.

Die Hohe Fünf mit Credibil

Wenn man dich und dein Debütalbum kennt, weiß man dass dieses Projekt thematisch wie die Faust auf’s Auge passt. Wie kam der Kontakt zu 1Live und dem WDR und die Idee für das Projekt zustande?
Der WDR hat mein Album „Renæssance“ gehört und angefragt, ob ich nicht sowas ähnliches auch für sie als Hörspiel produzieren wollen würde. Mir wurde dann die Länge des Stückes als Richtlinie und eine Deadline gegeben. Ich freu mich jedes Mal, wenn Menschen mir Respekt geben für das was ich treibe. Besonders wenn es außerhalb unserer Rapkreise ist.  Ich wollte einfach nur was Gutes abliefern, ohne dabei verkrampft oder gestellt „sozialisiert“ zu wirken. Der Feuilleton hat Liebe für Credibil. Credibil hat Liebe für den Feuilleton.

Wie verlief die Arbeit an dem Projekt bzw. wie war der Prozess?
Nachdem mein Skript durchgewinkt wurde und man sich über einen Deal einig war, hab ich mir Anfang des Jahres einen Laptop, ein Mic, ein Midi-Keyboard und ein Musikprogramm gekauft. Kurz darauf hab ich angefangen zu produzieren, aufzunehmen, Regie zu führen, zu cutten und natürlich selber zu spielen. Alles autodidaktisch, – quasi, wie immer. Der Großteil der Sprecher sind Menschen aus meinem Freundes oder Bekanntenkreis. Aber ohne die Zusage des Hauptdarstellers Halid Rizvanovic (Schauspieler & Comedian) hätte ich die Rolle des Frank nicht geschrieben bzw. dem WDR vorgeschlagen. Alle Darsteller im Stück haben ihre Rolle brillant gemeistert und ich bin sehr stolz auf das Endprodukt, weil es echt ist.

Inwiefern war die Geschichte von deinem eigenen Onkel inspiriert?
Der Song „Celal“ in dem Hörspiel behandelt seinen Verlust, der mich in meiner Kindheit schwer getroffen hat. Wir verlieren manchmal aus den Augen, dass unsere Zeit begrenzt ist. Für den einen früher, für den anderen später.

Es taucht, wie auch schon mal in der Vergangenheit, Peter Fox wieder in deinen Lines auf. Das Album wird dieses Jahr 10 Jahre alt. Welchen Einfluss hat die Platte heute noch auf dich?
Die Platte macht einfach Spaß zu hören und erinnert mich daran dass ich frei sein kann in meiner Musik – egal wer ich bin.

Wird es in naher Zukunft auch wieder ein offizielles Release von dir geben?
Bestimmt. Ich geb keine Zeitangaben mehr. Ich muss jetzt erstmal das Feedback auf „Nie wieder Bahnhof“ aufarbeiten. Aber eine Sache sei gesagt: Ich hab Hunger.

 

Hier geht es zum Hörspiel.

The following two tabs change content below.
liebt Hip-Hop genauso wie Falk sein Hip-Hop Brot.

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.