Beef in der Klamottenkiste: Chabos vs. Alpha Music und Pusher Apparel

chabos

Wir haben einen neuen Streitpunkt im deutschen Rap: Mode. Die zentrale Figur, die den – nennen wir es mal – Beef auslöste: Kollegah. Nein, nicht weil er Versace im Jahr 2016 trägt, sondern da sein Merchandise eine sehr stärke Ähnlichkeit in Sachen Layout und Farbgebung zu “Chabos IIVII”, dem Label von Haftbefehl aufweißt.

Rekapitulieren wir:

Vor einer Woche veröffentlicht Kollegah auf seiner Facebookseite und auf der Facebookseite seines Label “Alpha Music Empire” ein Foto der neuen Kollektion. Wir sehen den Boss in einem grauen Pullover und eine weitere Person in einem schwarzen Hoodie mit einem Rot-grünem Print auf dem Rücken. Dieser Aufdruck ist der Auslöser für die folgenden Geschehnisse.

ChabosDenn dieses Design ähnelt stark dem Logo von Haftbefehls Label “Chabos IIVII”. Chabos reagierte schnell mit einem Facebookpost, nachdem schon mehrere Fans auf die frappierende Ähnlichkeit hingewiesen hatten. Auffällig sind nicht nur die Übereinstimmungen beim allgemeinen Design und der Typographie des Logos, sondern auch die ausgewählten Farben sind praktisch identisch. Die Frankfurter kommentierten das Design von Kollegahs Modelinie mit folgenden Worten, nur kurze Zeit nachdem dieser seinen Beitrag teilte:

Sehr peinliche Aktion von unserem Freund Kollegah und seinem Label. Eins zu eins wurde ein Design von uns geklaut! #noloveforfakeones

Erst einmal darauf aufmerksam geworden, stoß man auf noch mehr Übereinschneidungen zwischen den Designs von Chabos und Alpha Music Empire.
Auch die Name zweier T-Shirts waren fast identisch. So wurde am selben Abend ein weiterer Post in Richtung Kollegah, beziehungsweise seines Labels geschickt.

Am nächsten Tag meldete sich das Label von Kolle zu Wort und sie nahmen die Schuld von Kollegahs Schultern. Die betroffenen Artikel wurden aus dem Produktkatalog genommen. Das Team hinter dem Label entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten.  Den Künstler treffe keine Schuld, da das betroffene T-Shirt nicht explizit abgesegnet werde. Das Label appelliere weiter an faire Geschäfte.

So richtig spannend wird es erst jetzt.

Chabos nimmt die Entschuldigung Seitens APE wahr, behält den Finger aber am Abzug und schießt erneut in Richtung der Landeshauptstadt. Pusher Apparel aggiere ebenfalls nicht den Vorstellung eines fairen Marktverhaltens Chabos entsprechend. So soll die Marke von Selfmade Records Gründer und Inhaber Elvir Omerbegovic ihren Künstlern vorschreiben, dass sie Chabos nicht zu tragen haben, obwohl sie teilweise umsonst mit Chabos versorgt werden. Ist das eine Art Antwort von Kollegah, der seinen langjährigen Freund als verlängerten Arm benutzt?
Wir wollen nicht davon ausgehen und hoffen, es handelt sich dabei lediglich um ein sich bald klärendes Missverständnis.


Pusher Apparel blieb bisher ohne Reaktion auf die Vorwürfe von Chabos.

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Moin! Aachener, der irgendwas mit Medien macht, ungern über sich in der Dritten Person schreibt und fest zu BACKSPIN gehört. Kopf ist kaputt, aber Beitrag is nice, wa.

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