So war Red Bulls „Deutschrap-Show des Jahres“ in Essen // Jetzt komplett online schauen

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Nur mit DJ auf der Bühne: Haftbefehl beim Red Bull Soundclash

 

Und damit sollte es bereits zum ersten Battle kommen. Runde Eins trägt den Namen „The Cover“ und lässt die Beiden, wie der Name bereits vermuten lässt, einen Song DSC05122eines anderen Künstlers neu interpretieren. Die Regeln werden erklärt von den Moderatorinnen des Abends, Enissa Amani von Rebell Comedy und Sidos Ehefrau Charlotte Würdig, die das zweite Kind zusammen mit dem Ex-Aggro-Berliner erwartet. Die Wahl für den Song fällt auf einen der größten Hits der vergangenen Jahre: „Easy“ von Cro. Los geht es auf der Seite Haftis, der auf dem Album #hangster von Psaiko.Dino bereits gezeigt hat, dass sich sein Sound sehr gut mit dem des Panda-Rappers verbinden lässt. Für die Neuinterpretation wählt er einen Mix aus dem Hit und seinem Song „Locker Easy“ vom Doppelalbum Blockplatin. Und schon gibt es die ersten Gäste zu sehen, denn was wäre „Locker Easy“ ohne die Stammbesetzung samt Azzlackz-Kollegen Celo und Abdi. Die beiden schaffen es, sofort gute Laune im Publikum zu verbreiten. Die Antwort von Sido fällt dabei weit weniger versönhlich aus. Aus „Easy E- E- Easy“ wird „Hafti HaHa„. Auf dem Bildschirm im Hintergrund prangt ein Faceswap aus dem Köpfen Haftbefehls und dem immer mürrischen Bert aus der Sesamstraße. Auch einige Zeilen gegen das Azzlackz-Oberhaupt sitzen. „The Cover“ geht zweifelsohne an das #teamsido.

 

Runde Zwei trägt den Titel „The Takeover“. Das Prinzip ist einfach: Ein Künstler beginnt einen seiner Hits zu spielen, der Gegenüber übernimmt ab der Hälfte und bietet seine Version des Songs dar. Sido wählt mit „Einer dieser Steine“ den wohl ruhigsten Song des Abends, als Haftbefehl zur Hälfte übernimmt, bietet sich ein Highlight des Abends. Die leise gerappte Strophe Sidos parodiert Haftbefehl durch das rhythmische Nuscheln ins Mikrofon, für die Hook von Mark Forster bittet er seinen Freund Olli Schulz auf die Bühne. Dieser besingt Sido als eins dieser Schweine die Menge rastet aus. Zum Abschluss gibt es sogar noch einen Freestyle von dem sympathischen Musiker und Moderator hinterher. Ob Sido das überbieten kann? Haftbefehl spielt „Engel im Herz, Teufel im Kopf“ an, Sido übernimmt, hier und da findet man den einen Seitenhieb geben den Offenbacher, an den Auftritt Olli Schulz‚ reicht dies aber nicht herran. Punkt für #teamhaft.

 

 

DSC05219Zeit für Runde Drei: „The Clash“. Ziel der Runde ist zwei eigene Songs möglichst kreativ im Gewand eines anderen Genres wiederzugeben. Für den Anfang wählt Haftbefehl einen seiner ersten Internethits. „Ich nehm dir alles weg“ bekommt einen Reggae-Anstrich. Danach gibt er an Sido ab. Auch er wählt Reggae als neues Genre, bei ihm muss seine aktuelle Single „Astronaut“ die über Monate hinweg Platz Eins der Single-Charts für sich beanspruchen konnte, herhalten. Die Wahl für den zweiten Song fällt bei Sido auf „Carmen“. Hier zeigt sich der Vorteil einer Live-Band, die Single vom Album „Ich und meine Maske“, wird als Metal-Version gespielt. Vor der Bühne bilden sich sofort mehrere Moshpits, schließlich ruft Sido zur Wall of Death auf, das Publikum hat er fest in der Hand. Allerdings muss er zum Ende der Runde erneut an Haftbefehl abgeben, Runde drei wird beendet durch eine Elektropunk-Version von „Saudi Arabi Money Rich“ inklusive aufwendiger Lichtshow. Es riecht nach Unentschieden.

 

Die Wildcard-Gäste, das Finale und die komplette Show ansehen: weiter auf Seite 3

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Hanfosan

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