So war Red Bulls „Deutschrap-Show des Jahres“ in Essen // Jetzt komplett online schauen

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Die Essener Grugahalle: Schauplatz des zweiten Soundclashs

BACKSPIN unterwegs: beim Red Bull Soundclash 2015 in Essen

Als Red Bull den zweiten deutschen Soundclash ankündigte, betitelten sie es als nichts geringeres, als „die Deutschrapshow des Jahres“. In die Fußstapfen von K.I.Z und Kraftklub sollten in diesem Jahr also Sido und Haftbefehl treten. Das Event leiteten sie dadurch ein, sich im ‚versteckte Kamera‘-Stil gegenseitig Streiche zu spielen. Schon vor Monaten wurde damit das Battle #teamhaft gegen #teamsido ausgerufen. Gestern war es dann schließlich soweit, in der ausverkauften Essener Grugahalle gaben die beiden Universal-Künstler die Show zum Besten. Zu sehen gab es zwei deutlich unterschiedliche und dennoch zuvor perfekt aufeinander abgestimmte Shows, zahlreiche musikalische Gäste und Freunde auf beiden Seiten und einen heimlichen Gewinner des Abends, abseits der beiden Protagonisten.

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Aber ganz von vorn: Das Prinzip vom Red Bull Soundclash ist recht simpel, in einer Halle wird auf jeder Seite eine Bühne aufgebaut, gegenüber voneinander müssen die beiden, meist befreundeten Künstler dann ihre Shows spielen und sich battlen um am Ende möglichst große Teile der Crowd auf ihrer Seite zu haben. Ausgetragen wird der Schaukampf in mehreren Runden, in denen die Künstler einige ihrer und einige vorgegebene Songs möglichst kreativ interpretieren müssen.

Ab 20 Uhr füllte sich die Grugahalle nach und nach vor beiden Bühnen, als Vorprogramm läuft immer abwechselnd ein Song vom Band pro Team. Der Startschuss für den Soundclash viel schließlich etwa um 21 Uhr, vor der Bühne Haftbefehls war es ein wenig voller, die Halle bot hier und da aber insgesamt noch Platz. Los ging es auf Seiten Sidos: Beim „Warm-Up“ durften sich beide Seiten mit jeweils zwei eigenen Songs erst einmal in Form bringen. Der Berliner wählt dafür mit „Schlechtes Vorbild“ und „Fuffis im Club“ direkt zu Beginn zwei seiner größten Hits. In diesem Fall lief es aber auf ein „Fuffis in der Gruga“ herraus, Konfettikanonen schießen Sido-Fünfzig-Euro-Scheine durch die Luft ins Publikum. Nachdem er seine gerade erst zu Ende gebrachte Tour wieder mit DJ spielte, gab es beim Soundclash wieder eine komplette Liveband samt Backgroundsängern und Bass Sultan Hengzt als Back-up zu sehen. Als dann auf der gegenüberliegenden Seite der Vorhang fällt ist direkt ein merklicher Unterschied zu erkennen. Haftbefehl steht, mit Ausnahme des DJs, komplett alleine auf der Bühne, kein Back-up, keine Band, einfach 100% Haft. Anstatt von einem gebauten Bühnenbild wie auf der Gegenseite findet man den großen LCD Screen, bei dem Cuts seiner Musikvideos eingespielt werden. Haftbefehl steigt mit „Lass die Affen aus dem Zoo“ und „Ihr Hurensöhne“ ein. Im Warm-Up stehen sich beide kaum etwas nach.

Die Battles, viele Gäste und Überraschungen und die komplette Show online: weiter auf Seite 2

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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