BACKSPIN Jahresrückblick – Februar 2015

Bass Sultan Hengz sorgt mit Albumcover zu „Musik wegen Weibaz“ für Shitstorm und setzt damit ein Zeichen.

Das Cover zeigt zwei sich küssende Männer, was bei einen Teil der Fans des seit 2012 auch als B.S.H. auftretenden51IK9CjY5HL Künstlers für Empörung sorgt. Doch die Provokation ist von Bass Sultan Hengzt bewusst so gewählt worden und zeigt, dass Homophobie in der Gesellschaft, und damit auch im Hip-Hop, nach wie vor ein Problem ist.

„Ohne dich siehts komisch aus, alles so komisch grau / Komm pack die Dosen aus / Fett Cap drauf komm tob dich aus.“

Auf die Kommentare in den sozialen Netzwerken, darunter Aussagen wie „Keine Toleranz für Schwuchteln“, reagiert der 34-jährige mit dem Äußerung „Läuft ja richtig bei Homophobie“. Ob durch das Cover oder durch andere Faktoren bedingt – ein kommerzieller Erfolg wird das 7. Soloalbum des Berliner Rappers nicht. Zwar platziert sich „Musik wegen Weibaz“ auf Rang 18, findet danach jedoch keine Erwähnung mehr in den Top 100.

Vom finanziellen Aspekt losgelöst, bleibt festzuhalten, dass Bass Sultan Hengzt ein wichtiges Zeichen gesetzt hat, das auch in der Rap-Szene Anerkennung findet. So schreibt Wolfpack-Chef D-Bo: „Bin PRO Küssende-Männer-Cover!!! Rap ist viel zu oft homophob, religiös extremistisch, rassistisch oder anders peinlich!!!“

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Yannick H. ist seit Oktober 2015 bei BACKSPIN. Wenn er nicht gerade in seinem knallgelben Ostfriesennerz durch die Stadt schlendert, hält er Ausschau nach dem Besten vom Besten in Sachen Hip-Hop.

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