Azab Ata: „Ich will durch mein Standing motivieren und nicht durch meine Texte.“

Bisher ist Azab Ata noch ein relativ unbeschriebenes Blatt im hiesigen Hip-Hop-Business. Mit einem Deal bei Major Movez, Gan-G als Manager und Features von Fler, Alpa Gun, Silla und Kitty Kat auf seinem Debüalbum hat er aber auf jeden Fall gute Einstiegschancen. Anfang nächsten Monats wird der selbsternannte asoziale Türke sein offiziellen Einstieg in Deutschrap feiern. BACKSPIN hat mit Azab Ata über seine derzeitige Situation, Disstracks, Erdogan und natürlich sein Album „Asozialer Türke“gesprochen. Auf ein Gespräch mit Azab Ata.

Das erste Mal hat man von dir auf dem Posse-Track von Alpa Guns „Ehrensache 2“ gehört. Erzähl doch mal wie es dazu kam.

Azab Ata: Zu dem Zeitpunkt war ich schon bei Major Movez. Alpa Gun habe ich vorher schon kennen gelernt. Wir haben uns super verstanden und mittlerweile ist er wie ein großer Bruder für mich geworden. Es war auf jeden Fall klar, dass er mich auf so einen Track holt. Als er mich gefragt hat, habe ich natürlich nicht Nein gesagt.

Vorher kannte man eigentlich gar nichts von dir. Wie kam es denn zu dem Deal bei Major Movez?

Azab Ata: Ich habe Gan-G 2011/2012 auf einer Fler-Tour kennen gelernt. Er war damals Flers DJ und ich habe als Voract gespielt. Wir haben uns sehr gut verstanden, sind in Kontakt geblieben und dann war es irgendwann einfach klar das es so kommt. Er hat ein Label, ich bin ein Rapper, menschlich hat es gepasst und dann war es einfach so.

Das war aber nur der erste öffentliche Kontakt mit Hip-Hop. Wie hast du angefangen Musik zu machen? Was war deine Motivation?

Azab Ata: Mit Musik habe ich nie angefangen – ich hatte das schon immer in mir. Ich musste dafür nie etwas entwickeln. Als Kind habe ich zum Beispiel in Schulbands gespielt. Zu meiner Schulzeit gab es keine deutsche Rapszene wie heute. Darum war ich halt in Bands und habe mich da kreativ ausgelebt. Jahre später habe ich dann das Mikro entdeckt und meine Musik wurde zu Rap. Ich habe das weiter gemacht und jetzt bin ich hier.

Mit Musik habe ich nie angefangen – ich hatte das schon immer in mir.

Was war dein Instrument in den Bands?

Azab Ata: Fast alles außer Schlagzeug. Gitarre, E-Gitarre und Bass waren so meine Instrumente. Mein Bruder hatte das damals gelernt. Der ist zu einer richtigen Schule gegangen um die Instrumente zu erlernen und hat es mir dann direkt danach weiter gegeben. Ich habe aber damals auch Gesang, eigentlich so eine Art Sprechgesang, gemacht.

Dein Künstlername bedeutet ins Deutsche übersetzt: Der leidende Vorfahre. Warum hast du dir diesen Namen gegeben?

Azab Ata: Mein Spitzname ist schon immer Ata. Als Künstlername war mir das aber zu kurz – dann habe ich Azab davor getan. Es kann, wie du schon richtig sagst, leiden bedeuten, kann aber auch als „Strafe“ übersetzt werden. Strafe in dem Sinne, dass jemand eine Strafe verhängt. Ich finde alles passt zu dem Namen. Im Leben teilst du aus und steckst ein – das sagt auch mein Name. Darum habe ich ihn so gewählt.

Im Leben teilst du aus und steckst ein – das sagt auch mein Name.

Ata ist ein altes türkisches Wort für Vater und erinnert auch an Atatürk. War das auch in deiner Namensgebung berücksichtigt?

Azab Ata: Nee, gar nicht. Meine Namensgebung ist an Atakan angelehnt. Das ist ursprünglich mein Name und bedeutet Ahnenblut. Aber alle haben mich immer nur Ata, die Kurzversion von Atakan, genannt. Der Name kommt nur daher.

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Hallo Deutschrap, ich bin ab jetzt fest bei BACKSPIN. Gewöhn dich an mein Gesicht - ich bin gekommen um zu bleiben.

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