Autorencharts 2017: Sabrina

Die Beschränkung auf 10 Highlights in maßstäblicher Reihung fühlt sich an, als müsste man in jüngstem Alter seine Lieblingsspielsachen für den Flohmarkt aussortieren. Aber es ist geschafft und mir wird bewusster denn je, was für ein unfassbar gutes Musik-Jahr 2017 war. Während bei mir Deutschrap-technisch eher selten der Funke übergesprungen ist, wurde ich international mit massig hervorragenden Sachen versorgt. Mir meiner Reihung hier noch immer nicht zu einhundert Prozent sicher, kann ich mit Sicherheit sagen, das persönliche Highlight meines Jahres waren die Monate in Hamburg mit der wohl angenehmsten Rap-Truppe weit und breit. Danke BACKSPIN-Gang, auf ein baldiges Wiedersehen.

 

10.
Jora Smith
 – „On My Mind
(Song)

Man kann Drake für vieles danken, ich möchte ihm dieses Jahr vor allem dafür danken, dass er Jorja Smith zu der ihr definitiv gebührenden Aufmerksamkeit verholfen hat. Auf seinem Album „More Life“ war sie als Feature-Gast vertreten und auch in den sozialen Medien wurde sie mehrfach von ihm gepusht. Zusammen mit dem aus Birmingham stammenden Produzenten Preditah releaste sie dieses Jahr unter anderem auch den Track „On My Mind“. Ähnlich wie alle anderen Releases der Britin ein Hit! Für 2018 wünsche ich mir sehnlichst ein Album von Mrs. Smith.

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9.
Loyle Carner Konzert @ Mojo Club Hamburg
(Konzert)

Loyle Carner stand seit zwei Jahren ganz weit oben auf meiner „Muss-Ich-Live-Sehen-Liste“. Vor allem wegen der krassen Soul und Jazz Einflüsse, war ich mir sicher, dass sich ein Konzertbesuch lohnt. Mit „Yesterday’s Gone“ lieferte er dann auch noch eines der meiner Meinung nach besten Alben aus Großbritannien in 2017. Am 14. Oktober war er zusammen mit Rebel Kleff im Mojo in Hamburg und stellte auf lockerste Art und Weise unter Beweis, dass UK Rap der alten Schule sich keinesfalls vor anderen in Großbritannien vorherrschenden Genres verstecken muss.

 

 

8.
Vince Staples – „Big Fish Theory“
(Album)

Vince Staples gehört zu einer Künstler-Generation, die es bereits mit Anfang 20 schafft, Musik zu machen, die neue Maßstäbe setzt. Mit 23 hat er bereits 4 Mixtapes, zwei EPs und zwei Studioalben veröffentlicht von denen kein Release dem anderen gleicht. Der Albumtitel zeigt wohl ganz gut, dass er sich seiner Rolle in der Musikwelt bewusst ist. Mit Co-Produktionen von Bon Iver, Feature-Gästen wie Kilo Kish und Kendrick Lamar und einem Amy Winehouse Track-Intro auf „Alyssa Interlude“ schafft er es ganz nebenbei noch, eine Hand voll der von mir meistgeschätzten Künstler auf dem Album zu platzieren. Eine nicht nur musikalisch, vor allem auch inhaltlich unverzichtbare Platte in 2017.

 

 

7.
Little Simz – „Good For What“
(Song)

“Wie cool kann man sein?“ Eine Frage, die ich mir 3 Minuten lang stelle, während ich Little Simz’ Video zu „Good For What“ schaue. Eigentlich ist ganz egal, was ich mir von der UK-Rapperin anschaue, sie catcht mich nach wenigen Sekunden. Sie rappt on point und wirkt dabei, als wäre es das einfachste der Welt. Ein Kommentar zum Clip sagt „This whole video is so pretty.“ Unterschreibe ich.

 

 

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Razer

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