Autorencharts 2017: Marvin

2017. Mein BACKSPIN Jahr. Vermutlich auch mein Rapintensivstes Jahr bisher. Vor allem Deutschrap wird immer spannender, nachdem die Afrotrap-Stagnation langsam abgeebbt ist. In den USA geht es nach wie vor Trendsetzend und irgendwie in einer anderen Liga weiter. Hätte mein Ich 2016 gesehen, dass ich Cro und Jaden Smith in meiner Top 10 habe, hätte ich vermutlich einen Drehkick kassiert. Aber so ist das im Leben nun mal. Wo die Liebe hinfällt.. oder so…

10.
Travis Scott – „Butterfly Effect“
(Video)

Zu der Zeit in der der Markt plötzlich von Travis Scott– bzw. Quavo-Features komplett übersättigt war, habe ich die eventuelle Vorfreude auf das „so soon“ erscheinende „Astroworld“-Album fast verloren. Auf Popsongs in den Hooks gefielen mir die beiden eben nicht so gut, wie es normalerweise der Fall war. Mit dem Release von „Butterfly Effect“ änderte sich dies aber schlagartig. Endlich wieder einer jener Banger, die bei mir und meinem Freundeskreis für ekstaseähnliche Kampfschreie in sämtlichen Discotheken sorgt. Später im Jahr wurde ich dann erneut von Travis und auch seinem Weggefährten Quavo „Huncho“ Houdini gesegnet. Dazu später aber mehr.

 

9.
Travis Scott & Quavo – „Huncho Jack, Jack Huncho“
(Album)

Später ist jetzt. Das Projekt was neben „Astroworld“ vermutlich am heftigsten von allen Seiten erwartet wurde, auch wegen des ständigen angeblichen Releasedates „So soon“. Plötzlich war es da, ein Weihnachtswunder. Das epochal-brachiale Album was alles fickt und Maßstäbe setzt ist es leider nicht geworden, allerdings ist es dennoch ein extrem starkes Album mit gewohnt viel Autotune und abgestyle. Vor Allem Travis kommt immer weiter zurück in Form und schürt so die Lust auf „Astroworld“.

 

 

8.
Reezy
(Künstler)

Weniger ein bestimmter Song oder Event, sondern mehr die gesamte Person Reezy ist auch eines meiner Highlights dieses Jahr. Seit „Satellit“ gibt es kaum einen deutschen Künstler, dessen Debüt-Mixtape ich so sehr entgegen Fiebere wie seinem. Mit einer Mischung aus Lässigkeit, Gesang und einer Menge Coolness gab es bisher keinen Track von Reezy, der mich dieses Jahr enttäuscht hat. Eventuell kommen wir dieses Jahr noch in den Genuss seines Tapes, was das Jahr nochmal abrunden würde. Auch außerhalb seiner Musik ist er auf Social Media einfach ein absolut liebenswürdiger, witziger Mensch der gemeinsam mit Bausa und seiner Posse momentan durchs Land zieht und überall gute Laune verbreitet.

 

7.
Migos
(Gruppe)

Bereits in meinen Halbjahrescharts fanden die drei (A)Migos Erwähnung und da nach wie vor die Siegessträhne nicht aufzuhören scheint, wäre es frech, sie in meinem Rückblick unerwähnt zu lassen. Kaum einer hätte prognostizieren können, wie sehr die drei Jungs aus Atlanta dieses Jahr rasieren werden. Während sie in der Vergangenheit keineswegs verkannt oder unbeachtet waren, sind es trotzdem keine Vergleiche zu den diesjährigen Höhenflügen. Zwischendurch verging keine Woche ohne mindestens ein Feature mit einem der drei Rapper zu sehen. Egal ob im Bereich Pop oder Rap. Sehr gut gefällt mir auch die Tatsache, dass die drei zum Jahresende, warum auch immer, plötzlich nochmal der Hunger gepackt hat und Banger wie „Stir Fry“ oder „Motor Sport“ daraus resultierten. „Culture 2“ kann gar nicht schnell genug kommen.

 

 

weiter mit den Plätzen Sechs bis Vier auf Seite 2

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