Autorencharts 2017: Kevin

Das nun bald zurückliegende Jahr 2017 war für mich nicht nur das zweite Jahr als Teil der BACKSPIN Gang, sondern auch privat ein Jahr voller Höhen. Neben der Tatsache, dass Niko mir seit Anfang des Jahres als Head of Redaktion vertraut, durfte ich viele schöne, neue Erfahrungen machen, viele Festivals und Konzerte besuchen und mal weniger, mal mehr nette Menschen kennenlernen. 
Ein Blick auf das Deutschrap-Jahr 2017 zeigt, dass endlich nicht mehr alle Taten und Äußerungen einfach so hingenommen, sondern hinterfragt werden. Aller Statements, Diskussionsrunden und musikalischen Zeigefingern zum Trotz befinden wir uns jedoch auch hier noch am Anfang. Sicherlich nicht nur ein Problem unserer Szene, sondern ein Problem, das
unsere Szene ebenfalls betrifft. Ich bin jedenfalls gespannt, was 2018 auf uns zukommen wird.

 

10.
Haiyti – Angst
(Song)

Der für mich kompletteste Haiyti-Song. Bei all dem Output, den Haiyti in diesem Jahr generierte, vergisst man schnell mal, dass 2017 auch die EP mit Die Achse erschien. Leider schwankt auch die Qualität bei hoher Quantität. Solange dabei immer wieder Perlen wie „Angst“ entstehen, ist das aber okay.

 

 

9.
Cro – Tru
(Album)

Ich war mir immer sicher, dass Cro mal ein Album machen wird, auf das sich jeder einigen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob „Tru“ dieses Album ist. Cro schafft es hier jedoch (endlich) seine zu jederzeit nach außen getragene Individualität und musikalische Finesse auch wirklich auf seine Musik zu übertragen. Wobei, was heißt hier schaffen? „Tru“ klingt nach einem Album, das Cro immer machen wollte, sich zuvor aber lieber um das Radio kümmerte. „Tru“ experimentiert, eckt an und vor allem traut sich Cro endlich auch inhaltlich anzuecken. Das gefällt nicht jedem, da es zu Teilen ein zumindest fragwürdiges Frauenbild liefert, sorgt aber dafür, Cro als Künstler und Person endlich greifbar werden zu lassen.

 

 

 

8. 
Corbin – Mourn
(Album)

Ein Künstler, der sich durch zig verschiedene Künstlernamen und Projekte selbst zum Geheimtipp degradiert. „Mourn“ ist ein Album, das die alljährliche Winterdepression noch ein bisschen trauriger und trister macht – und das wiederum ist schaurig schön.

 

 

 

7. Gang
Ufo 361 – Für die Gang
(Song)

Der für mich mit krasseste Ufo361-Song. Hier stimmt alles: Stimmung, Produktion, ein abgrundtief böser und wahnsinniger Gzuz sowie ein Video, das nur eins vermittelt: Leg’ dich nicht mit mir an. Diese rohe Energie auf den Ohren lässt einem selbst in einem norddeutschen Kaff mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze, gefährlich murmelnd und mit den Händen fuchtelnd durch die Straßen bzw. über die Plattenwege ziehen.

 

 

 

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Hanfosan

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